Wada über Zukunftsfokus
Gegenüber Forbes ließ Yoichi Wada verlauten, es gebe da zwei klare Zukunftstrends - und auf die müsse sich auch Square Enix konzentrieren: Der digitale Vertrieb von Spielen und Social Games.
Digitaldistribution ermögliche eine direkte Verbindung zwischen Herstellern und Kunden und eröffene neue Verkaufsoptionen, so der Präsident des Publishers. Anstatt einen Final Fantasy-Titel für 60 bis 70 Dollar zu verkaufen, könnte man ihn beispielsweise in Kapitel aufteilen und diese für fünf Dollar an den Markt bringen. Auch habe Square Enix nur wenig Erfahrung im Free-to-Play-Bereich, bei dem Wada besonders die geringeren Kosten im Vorfeld der Veröffentlichung zu schätzen weiß.
Sämtliche kommenden Produktionen des Herstellers sollen künftig mit irgendeiner Mehrspieler- und/oder Social-Komponente ausgestattet werden, heißt es außerdem. Auch hier gebe es Nachholbedarf für den Publisher, da alteingesessenen Entwicklern die Expertise fehlen würde. Jeder Angestellte solle nun das "Netzwerk" als Grundlage für alles sehen.
Auch sei man bemüht, durch Maßnahmen wie die Übernahme von Eidos oder Kooperationen mit anderen Teams das Image des reinen JRPG-Spezialisten abzulegen. Square Enix will noch stärker im westlichen Markt Fuß fassen. Derzeit geht man davon aus, dass 77 Prozent des Umsatzes im laufenden Geschäftsjahr außerhalb Japans erwirtschaftet werden, wie Wada den Kollegen von GI.biz verriet.