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Square Enix - Vorwurf: Schuld am Ende von Grin

Square Enix (Unternehmen) von Square Enix
Square Enix (Unternehmen) von Square Enix - Bildquelle: Square Enix
In einem schwedischen Magazin erheben Ulf und Bo Andersson, die Mitgründer des mittlerweile geschlossenen Entwicklerstudios Grin, Vorwürfe gegen Square Enix und geben dem Publisher eine Mitschuld an der Schließung des Unternehmens. Bei der Insolvenz-Bekanntgabe ließen sie bereits damals durchblicken, dass einige Publisher mit ihren Zahlungen in Rückstand geraten waren (wir berichteten).

Laut den Aussagen der Anderssons soll Grin für Square Enix an einem neuen Final Fantasy-Ableger gearbeitet haben, der frischen Wind in die Marke bringen sollte (Codename: Fortress). Und trotz eines Vertrages über rund 20 Millionen Dollar soll Square Enix nichts bezahlt haben - jedenfalls nicht bis das Studio wegen Zahlungsunfähigkeit geschlossen werden musste. An fehlender Leistung bzw. fehlendem Projektfortschritt soll es hingegen nicht gelegen haben, denn die Entwickler wollen die "Meilensteine" fristgerecht abgeliefert haben.

Darüber hinaus beschreiben Ulf und Bo Andersson ziemlich seltsame Praktiken seitens Square Enix, gerade als sich das Verhältnis zwischen den beiden Parteien verschlechtert hatte. So hat Square Enix die schwedischen Entwickler offenbar aufgefordert den Spielprogrammcode per Fax nach Japan zu schicken und ebenfalls die Musikdaten in gleicher Form zu übertragen. "Es ist so dumm, wie es klingt. (...) Man kann keine ASCII- oder Binärcodes per Fax verschicken. (...)  Das ist so rückständig. Schon fast kriminell”, kommentiert Bo Andersson.

Anschließend beschuldigte Square Enix das schwedische Studio, die Meilensteine des Projektes an die falsche Abteilung geschickt zu haben und auch der nordische Stil des Spiels, stieß auf wenig Gegenliebe, obwohl dieser "Neuanfang" für Final Fantasy zu Beginn der Zusammenarbeit gefordert worden war. Als die Anderssons dann nach eigenen Angaben misstrauisch wurden, legten sie dem Publisher ein Konzeptbild aus Final Fantasy XII vor und darauf antwortete Square, dass das überhaupt nicht wie Final Fantasy aussehen würde. Die Mitarbeiter haben also ein eigenes Spiel nicht erkannt. Seit diesem "Test" wussten die Anderssons wohl, dass sich Square Enix keinesfalls für das Projekt bei Grin interessieren würde und sie sich bereits gegen das Spiel entschieden hätten.

Sämtliche Aussagen stammen von Ulf und Bo Andersson aus dem Beitrag des Magazins Aftonbladet. Square Enix hat sich zu den Vorwürfen noch nicht geäußert.

This is according a story (...) published today by Aftonbladet, an often provocative tabloid but, with 1.2 million readers, a newspaper of record for Sweden. In direct quotes, co-founders Ulf and Bo Andersson allege that Square Enix didn't pay a cent on a roughly $20 million (USD) contract for "Fortress," (concept art pictured) the code name for a Final Fantasy spinoff that diverged from the series' JRPG roots. The Anderssons say they met all project milestones up to the company's August 2009 bankruptcy. (...)

Feeling like they'd been set up to fail, GRIN sent Square Enix an image taken from Final Fantasy XII saying it was a production shot from "Fortress." The Anderssons say Square Enix replied "It does not look like Final Fantasy." "Then we realized that whatever we do ... they have decided," Bo Andersson said.

Quelle: Aftonbladet via kotaku

Kommentare

Balmung schrieb am
Mag ja alles sein, aber rechtfertigt das das Verhalten von SE gegenüber Grin? Wohl kaum. Von so einer großen Firma sollte man ein etwas mehr professionelles Auftreten erwarten und keine Kinderspielchen.
blair69 schrieb am
Die Videospielindustrie ist wie immer ein 2 zweischeneidiges Schwert: ZUm einen ist es sehr schade das es nur um Geld geht, zum anderen wären viele tolle Spiele gar nicht erst ohne das viele Geld möglich gewesen. Man kann von Square Enix halten was man will aber sie sind halt ein riesiger Konzern, da bleiben so kleine Entwicklerstudios auf der Strecke wenn es um die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens geht.
Balmung schrieb am
Als die Anderssons dann nach eigenen Angaben misstrauisch wurden, legten sie dem Publisher ein Konzeptbild aus Final Fantasy XII vor und darauf antwortete Square, dass das überhaupt nicht wie Final Fantasy aussehen würde.

Recht einfach zu erklären: die wurden direkt von einem bei SE abgewimmelt, der keine Ahnung von den eigenen Spielen hatte, aber so tun sollte als ob, vielleicht ein Praktikant? Reine Hinhaltetaktik von SE, die sich nicht mehr ernsthaft damit befassen wollten.
Zumindest wäre das eine Erklärung und wenn die Geschichte so stimmt, wäre das auch nicht mehr weit hergeholt. Und das ist auch klar: für die Schließung von Grin ist eindeutig SE verantwortlich.
Und für den FF XII Test hat Grin eh schon die Spieler hinter sich. ^^
violetjoker schrieb am
Kajetan hat geschrieben:
KaworuLangley hat geschrieben:Die haben ja wohl nen Knall - klingt für mich nach BWLlern und Juristen.

Nein. Das klingt nach ... wir wissen genau, wie bescheuert die Forderungen sind, aber wir wissen auch, dass ihr sie nie erfüllen könnt, was uns wieder einen Grund gibt den Vertrag offiziell aufzulösen, ohne das ihr eine Möglichkeit habt entsprechende Forderungen zu erheben. Was Squeenix hier gemacht hat, das war klassisches Mobbing auf Firmenebene.

Und was glaubst du machen Juristen wenn sie, deiner Meinung nach, nicht ihren Kunden helfen (möglichst billig) aus Verträgen auszusteigen?
[Shadow_Man] schrieb am
Coffin87 hat geschrieben:Den Quellcode von nem gesamten Spiel und *Musik-Dateien* per Fax schicken?!
LOL.. sehr merkwürdig das ganze.

Die kennen wahrscheinlich auch keine Post, geschweige denn E-Mails und schicken wahrscheinlich noch die Brieftauben los. :D
schrieb am

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