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Square Enix: Output soll erhöht, Kundenkontakt verbessert werden

Square Enix (Unternehmen) von Square Enix
Square Enix (Unternehmen) von Square Enix - Bildquelle: Square Enix
Nach einem enttäuschenden Geschäftsjahr mit einem Verlust von umgerechnet 104 Mio. Euro und dem Rücktritt Yoichi Wadas hat Square Enix jetzt dargelegt, wie der interne Umbruch angegangen werden soll. Der japanische Publisher nennt dabei drei strategiesche Initiativen.

Produktion optimieren, besser mit den Kunden kommunizieren

So will der Hersteller die Produktionen großer Spiele wie Tomb Raider grundlegend überdenken. Der Retailmarkt sei mittlerweile sehr fragil, auch sei der Wettbewerb immer stärker und die für die Erhaltung der Preisstabilität notwendigen Kosten sehr hoch. Der Zeitraum zwischen Investment und Ertrag sei zu groß, so das Fazit hier.

Man müsse nicht nur die Produktionsgeschwindigkeit erhöhen, sondern auch Geschäftsmodelle in Betracht ziehen, bei dem es schon "Umsatzmöglichkeiten" vor der Produktfertigstellung gebe. Damit dürfte sich der Publisher wohl auch auf Online/Free-to-play-Spiele beziehen, bei denen i.d.R. die offene Beta als Launch gilt und Spieler natürlich schon vorher in geschlossenen Beta- oder Alpha-Tests mitmischen können.

Großproduktionen seien nicht nur ein finanzielles Problem: Im Laufe der langen Produktionszeit müssten die Fans warten und könnten erst danach sehen, wie das Ergebnis eigentlich ist. Dieser Tage könne man aber behaupten: Es geradezu "unehrlich gegenüber den Kunden", sie so lange ohne oder nur mit ein paar Informationen warten zu lassen.

Square Enix müsse zu einem Geschäftsmodell übergehen, bei dem man mit seinen Kunden laufend in Kontakt steht und sicherstellt, dass man vermittelt, worum es in den Spielen geht, und dass sie den Ansprechen der Fans gerecht werden. Als Beispiel zieht Square Enix Kickstarter heran: Crowdfunding sei nicht nur eine neue Art der Finanzierung, sondern auch ein Weg, der Marketing und Entwicklung vereine, da Entwickler und Spieler hier häufig und ständig interagieren würden. Auch bei Steam Greenlight sei dies der Fall.

"We are also looking at what initiatives are possible from this perspective. What should we present to our customers before a game is finished, how can our customers enjoy this, and how do we connect this to profitability, is something we are thinking about implementing, and which can improve our asset turnover in the process. "

Mehr Mobile

Die zweite Initiative: Square Enix müsse endlich "Smart-Geräte" bedienen. Ob die Welt der Smartphones und Tablets langfristig mit der Welt der Konsolen verschmelzen werde, könne man noch nicht abschätzen. Angesichts der Verbreitung der mobilen Geräte sei es aber absolute Pflicht für einen großen Hersteller, auch diese zu berücksichtigen.


Bisher habe Square Enix größere Produktionen mit Singleplayer- und Story-Fokus vorwiegend für Konsolen und Handhelds entwickelt - auf iOS und Android habe man hingegen nur Remakes alter Spiele und Social/Multiplayer-Spiele veröffentlicht. Zukünftig will der Hersteller seine klassischen Stärken - Singleplayer & Story - auch abseits von Oldies auf jenen Geräten bemühen. Dabei müsse man aber auch über flexible Geschäftsmodelle nachdenken.

"It is critical to provide new titles where various revenue models such as pay-per-download, F2P, PDLC, and hybrids of them, are unified with the game design."

Mehr "Regionalität"


Last but not least: Square Enix habe sich in der Vergangenheit zu viel darauf konzentriert, große Spiele zu produzieren, die sich weltweit gut verkaufen sollten. Dies sei aber sehr schwierig. Gleichzeitig habe man aber die regionalen Besonderheiten bzw. Bedürfnisse der einzelnen Märkte vernachlässigt.

Der Hersteller werde auch weiterhin AAA-Titel in der Mache haben, die einen globalen Anspruch haben. Man stehe aber vor der Herausforderung, sich auch noch einen weiteren Typ des "Blockbuster-Spiels" auszudenken. Das Portfolio von Square Enix müsse berücksichtigen, dass es unterschiedliche Geschmäcker in den verschiedenen Märkten gebe und dafür auch angemessene Spiele entwickeln.

Kommentare

James Dean schrieb am
Das nächste Legacy of Kain wird wohl auch von Square Enix kommen. Ich möchte mich gerade irgendwo verkriechen und heulen ...
brent schrieb am
Coconutp3t3 hat geschrieben:Also Square Enix hat ein paar gute Titel produziert:
U.a. Deus Ex3
Tomb Raider war ja auch voll erfolgreich. Vielleicht haben sie den gesamten Gewinn für Werbung draufgehen lassen, das kann sein, aber verkauft hat es sich super (auch wenn ich es scheisse fand).
Kommt nicht auch das neue Thief von denen?
Gut im Sinne von Kritiken.
Marktwirtschaftlich haben sie Geld verpulvert. Ineffizientes Arbeiten bricht auch dem besten Produkt mal das Genick.
Asura schrieb am
Hironobu Sakaguchi freut sich :D
Ne jetzt mal im Ernst ich hoffe mittlerweile das SE zusammenbricht.
DancingStan schrieb am
vielleicht einfach mal die produktions und marketingkosten überdenken, statt so einen schrott wie spiele auf "smart" geräten oder erwerbbare alpha und betas für singlespieler in betracht zu ziehen.
Bei Multiplayerspielen wie Arma oder sandboxtiteln wie Minecraft macht das sinn, aber doch nicht bei storygetriebenen singleplayergames -.-.
Lasst beim nächsten Spiel einfach den sinnlosen MP-Part weg, haut nicht 20tausend "The last hours of blabla" videos raus und konzentriert euch einfach nur auf die qualität des eigentlichen spiels.
greenelve schrieb am
firestarter111 hat geschrieben:
greenelve hat geschrieben:Grausam. Square Enix sind also die Kosten für Spiele zu hoch und die Entwicklungszeiten dafür zu lang, bis es zu Geldeinnahmen kommt und denen fällt nichts anderes ein als Betas zu veröffentlichen oder Tatsachen so zu verdrehen, dass Spieler schon 2 Jahre vor Relase über ein Spiel informiert werden wollen? Irgendwann sinkt das Interesse und dann wird das Marketing einfach nur nervig. Oder die Ungeduld erhöht sich in solchen Maßen, dass das Spiel fast schon unfertig auf den Markt gebracht werden muss. :/
Insgesamt klingt es wie: Spiele sind Square Enix aktuell zu teuer bzw. sie verkaufen nicht genug um erneut ein Spiel über den kompletten Entwicklungszeitraum finanzieren zu können. Nicht das sie Pleite sind, aber die News wirkt als würde der Vorstand den Kurz ändern, bevor es zu spät ist. (siehe THQ)
edit: Könnte zwar langweilig werden, aber der Artikel passt sehr gut:
http://www.krawall.de/web/Spielemarkt/special/id,62591/
Ich tue mich schwer damit deine Quelle mal wirklich zu lesen, denn schon zu Beginn wird da von der Wii u und ihrem angeblichen Erfolg gesprochen. Nur komme ich leider aus der Zukunft und .... .
In dem Artikel wird lediglich gesagt das die Autorin des Magazins "Not Enough Shaders" an einen Erfolg der Wii U glaubt und ihn wichtig für die Industrie hält. Wenn allein dieser Glaube für dich zuviel ist, ist das ok. Kann man nicht ändern. Wir wissen ja das es nicht dieser Erfolg ist. Der zweite Punkte, warum sie ihn für wichtig hält wird auf den folgenden Seiten erklärt. Nintendo wird in den folgenden Abschnitten als Alternative näher besprochen, den derzeitigen Weg der Herstellungskosten für Spiele in den Griff zu bekommen, welcher Studios sehr schnell ans Ende bringen kann. Square Enix äußert...
schrieb am

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