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Sega - Ehemaliger Geschäftsführer: "Sie haben offenbar 20 Jahre lang die falschen Entscheidungen getroffen"

SEGA (Unternehmen) von SEGA
SEGA (Unternehmen) von SEGA - Bildquelle: SEGA
Der frühere Geschäftsführer von Sega Amerika, Tom Kalinske, vermutet in einem Interview mit GamesIndustry, dass viele falsche Entscheidungen zu der Entlassung von 300 Mitarbeitern (wir berichteten) geführt haben.

Im Januar kündigte Sega an, sich stärker auf Online-Spiele am PC sowie mobile Titel zu konzentrieren. Das Unternehmen erwarb daraufhin Demiurge sowie Beteiligungen an weiteren Studios, in denen mobile Spiele entstehen (wir berichteten).

Laut Kalinske, der von 1990 bis 1996 für Sega of America tätig war, hätte es nicht dazu kommen müssen. Der ehemalige CEO ist sogar davon überzeugt, dass Sega heute noch mit Sony und Microsoft konkurrieren könnte.

"Es war nicht unvermeidlich [die aktuelle Situation, Anm. d. Red.]. [...] Aber sie haben offenbar 20 Jahre lang die falschen Entscheidungen getroffen", so Kalinske.

Eine der ersten dieser Entscheidungen war laut Kalinske eine Absage an Sony: Er und andere Sega-Verantwortliche hätten sich einst mit Sony darauf geeinigt, eine gemeinsame Hardware zu entwickeln. Die Kosten der Hardware hätten geteilt werden sollen und beiden Herstellern hätte eine Plattform zur Veröffentlichung ihrer Spiele zur Verfügung gestanden. Die Verantwortlichen hätten dem Projekt allerdings kein grünes Licht erteilt - "was ich als eine der dümmsten Entscheidungen emfpand, die in der Wirtschaftsgeschichte je getroffen wurden."

Immerhin: Ein guter Name sei nicht leicht zu Grabe zu tragen. Dummheit könne zwar selbst einer Marke wie Atari großen Schaden zufügen, doch wie Kalinske sagt: "Ich hoffe, mit Sega passiert nicht das Gleiche."

Quelle: GamesIndustry

Kommentare

KalkGehirn schrieb am
Zum Master System kann ich net viel sagen aber!
Wulgaru hat geschrieben:Beim Mega Drive haben wir dann eine Konsole die nahezu zeitgleich mit dem Snes kam
Das Sega Mega Drive erschien am 29. Oktober 1988, das SNES am 21. November 1990 erstmalig.
Von zeitgleich kann hier bei einer Differenz von mehr als 2 Jahren sicherlich nicht gesprochen werden.
specs: Mega Drive
CPU: Motorola 68000 7,67 MHz
Speicher: 64 KB Video Ram
Farben: 64 gleichzeitig aus 512
SNES:
CPU: 3,57 MHz
Speicher: 64 KB Video Ram
Farben 256 gleichzeitig aus 4096
Der Mega Drive konnte mehr und größere Sprites und mehr Ebnen darstellen, sogar geometrische Muster.
Spiele laufen auch häufig etwas schneller und flüssiger auf dem Mega Drive welche für beide Systeme erschienen dank des schnelleren Prozessors.
Beim SNES hingegen sehen viele Spiele deutlich feiner in der Struktur aus geschuldet der größeren Farbpalette und natürlich hat das SNES den besseren Soundchip.
Habe auch schon gelesen das der SNES keine richtige 16 Bit Konsole wäre sondern eine aufgebohrter 8 Bit Konsole, so tituliert von Technikaffinen dieser Welt.
Wo der Mega Drive zu seinem erscheinen mit starker Hardware daherkam war das beim SNES doch eher Schmalbrüstig im wirken.
Balmung hat geschrieben:Segas Problem war nur immer ihre Geräte auch im Westen anständig vermarktet zu bekommen, in Japan liefen sie immer recht gut, da war der Saturn sogar erfolgreicher als das MegaDrive
Nirgend, aber wirklich auch nirgendswo anders lief das Geschäft für Sega beschissener als in Japan.
Ich geb dir zumindest in Sachen Saturn recht, ich Glaube sie konnten in etwa 1 Mio. Einheiten an den japanischen Markt ausliefern, gegenüber 5 - 6 Mio. verkauften PS1.
Trifft aber auch nur auf den Saturn zu.
Hauptmarkt waren USA/Europa.
Wulgaru...
Akabei schrieb am
Wie hier schon erwähnt hat Sega in den Neunzigern doch schon angefangen sein eigenes Grab zu schaufeln. Erst schmeisst man ohne großen Erfolg das Mega-CD auf den Markt, versucht später mit dem 32X ein sterbendes System am Leben zu erhalten und ersetzt es völlig überhastet nach nur einem halben Jahr durch den Saturn. Da freut sich schon mal der Handel, der die plötzlich veralteten Geräte für einen Ramschpreis verticken muss und der Kunde freut sich darüber, dass er sich jetzt zweimal im Jahr neue Hardware kaufen soll.
Bei den ganzen Entscheidungen wird der hier zitierte ehemalige Geschäftsführer von Sega USA mit Sicherheit nicht völlig unbeteiligt gewesen sein. Erinnert mich irgendwie an die Irrfahrt die Commodore in etwa zur selben Zeit hingelegt hat (CDTV, A500+, A600, A1200, CD32) und Sega hat damals wohl nur aufgrund der größeren Rücklagen überlebt. Mit Weitsicht hatte das jedenfalls nichts zu tun. Da muss der gute Mann jetzt nicht rumheulen, dass in den letzten zwanzig Jahren Fehler gemacht wurden (was eigenartigerweise ziemlich genau dem Zeitpunkt seiner Demission entspricht :roll: ).
Wulgaru schrieb am
DARK-THREAT hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben: Der Saturn dagegen ist ein Desaster. Da war nichts vorausgeplant, die Konsole war dermaßen am Markt vorbei geplant und schon veraltet als sie rauskam, dass man sich fragen muss was Sega da geritten hat. Hier haben wir imho dann auch den eigentlichen Knackpunkt in der Firmengeschichte, denn hier hat man viele Jahre an Entwicklung einfach verschenkt, sodass es dann als es zum DC kam, im Grunde keinerlei Raum für Fehler mehr gab.
Wenn die Saturn veraltet war, was war dann die Playstation, die zur selben Zeit rauskam? Hardwaretechnisch schaut die Saturn deutlich potenter aus. Bessere CPU, GPU, mehr Speicher, mehr Cache.
Was der Beinbruch war, war eben, dass Sony mit ordentlich Geld die Spiele entwickelte aber auch wegkaufte. Zum Beispiel mit Tomb Raider, welches es dann nach Teil 1 nicht mehr für die Saturn gab.
Sony hat mit seiner Playstation aber gezielt die Schwachstellen seiner Konsole kaschieren können und zudem das Glück gehabt, dass Nintendo auf Module setzte, wodurch die technische Überlegenheit des N64s nicht in dem Maße zum tragen kam.
Der Saturn war ja von vorne herein nahezu unmöglich für Entwickler als 3d-Konsole zu handhaben, egal was er rein theoretisch leisten konnte. Ist ganz interessant wenn man sich mal Artikel dazu durchliest, der Saturn ist eines der besten Beispiele dafür wie es der Konsolenhersteller schafft dritte Entwickler zu vergraulen. Für sich genommen ist ja keine Konsole schlecht, aber Sega selbst hat ja schnell eingesehen das der Saturn kaum reicht um sich behaupten zu können. Beim DC haben sie sich dann durch Sachen wie Shen Mue vergaloppiert, aber im Grunde war diese Konsole im Vergleich zum Saturn ungleich solider aufgestellt.
Balmung schrieb am
Naja, das 32X Modul für den MegaDrive hat sich ja auch nicht so gut verkauft (ich hatte es trotzdem für kurze Zeit und war geil ^^). Sega hatte schon einige Zusätze, die sich nicht so verkauften wie erhofft.
Aber die DreamCast war auf jeden Fall ihrer Zeit voraus. Segas Problem war nur immer ihre Geräte auch im Westen anständig vermarktet zu bekommen, in Japan liefen sie immer recht gut, da war der Saturn sogar erfolgreicher als das MegaDrive.
Das es aber Sega trotz 1 Jahr vor PS2 auf dem Markt mit der DreamCast nicht geschafft haben, obwohl die Technik besser war als die der PS2, ist schon eine Schande. Hatten alles in der Hand und dann versauen sie es derart. Allerdings versteht es auch Sony gut einen Hype um ihre Konsole zu machen und ihre eigentlich schwache Konsole als Leistungsmonster hin zu stellen. Selbst der GameCube war stärker als die PS2...
ZackeZells schrieb am
Ich finde eigentlich nicht das Sega seiner Zeit voraus war bzw. wenn wahrscheinlich nur auf dem Automatenmarkt.
Wenn ich an Sega denke, da fallen mir zuerst Automaten ein und dazu Spiele wie Shinobi, Battle Axe und so ein Rennspiel mit nem Ferrari.
Das Mega CD war auch ein großer Flop, zumindest bei uns. Kann mich da an 2-3 gute Spiele errinern, Eco, Shining Force und irgendetwas mit einem Kampfhubschrauber.
schrieb am

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