Warner Bros. Interactive Entertainment: Mangelnde Kennzeichnung bezahlter Youtube-Videos zu Shadows of Mordor sorgen für behördliche Verwarnung - 4Players.de

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Warner Bros.: Mangelnde Kennzeichnung bezahlter Youtube-Videos zu Shadows of Mordor sorgen für behördliche Verwarnung

Warner Bros. Interactive Entertainment (Unternehmen) von
Warner Bros. Interactive Entertainment (Unternehmen) von
Die US-amerikanische Handels-Behörde Federal Trade Commission (FTC) hat Warner Bros. eine Verwarnung verpasst: Grund dafür sind laut Gameinformer.com zahlreiche Videos bekannter Youtuber wie Felix Kjellberg (Pewdiepie), die vom Publisher für positive Berichterstattung für das Spiel Shadows of Mordor bezahlt worden seien, was aber nicht deutlich genug gekennzeichnet worden sei. Die Let's-plays der Kampagne mit insgesamt 5,5 Millionen Aufrufen hätten sich diversen Richtlinien des Publishers unterworfen, die z.B. voraussetzten, dass nur positiv über das Spiel gesprochen wird und keinerlei Bugs oder Glitches erwähnt werden. Erst nach Warners Abnahme seien die Endergebnisse online gegangen. Im Gegenzug hätten die Ersteller Bezahlungen im Bereich zwischen "hunderten bis tausenden" Dollar erhalten.

Die finanzielle Kooperation sei nur unzureichend gekennzeichnet worden: Warner habe seine Kooperationspartner sogar dazu aufgefordert, die Zusammenarbeit lediglich im unteren Teil der Videobeschreibung zu erwähnen, die erst per Mausklick aufgeklappt wird. Viele Zuschauer hätten also gar nichts von der Finanzspritze des Publishers erfahren. Vorerst hat die Verwarnung keine ernsten Auswirkungen, beim nächsten Vergehen könnten aber Bußgelder erhoben werden. Ein Warner-Repräsentant meldete sich per E-Mail bei Game Informer, um auf das Verhältnis des Unternehmens zu Tranparenz und "Sozialen Beeinflussern" einzugehen:

"Warner Bros. Home Entertainment bemüht sich stets, transparent gegenüber unseren Kunden und Fans aufzutreten, wenn wir mit "Social Influencers" zusammenarbeiten, und wir sind engagiert, die zutreffenden FTC-Richtlinien einzuhalten."

Quelle: Gameinformer.com; ftc.gov

Kommentare

Scipione schrieb am
Temeter  hat geschrieben:
Scipione hat geschrieben:
Temeter  hat geschrieben:
Was hat denn eine uninformierte Meinung mit irreführender, bezahlter Werbung zu tun?

Ich denk mal, es kommt zum einen darauf an was für ein mögliches Beispiel dir gerade durch den Kopf geht und zum anderen was genau man überhaupt vergleichen möchte. Auf den einen Aspekt zu beharren, dass hier ganz direkt eine Werbung nicht als solche gekennzeichnet wurde, ist imo ziemlich faul, unoriginell und konformistisch. Gezielte Irreführung oder absichtliches Nichterwähnen von relevanten Informationen, gibt es auch an zig anderen Stellen, und da wird niemandem auf die Finger gehauen. Das ist eine Willkür, die weder logisch noch moralisch, sondern nur mit plumpem "is numal so" zu begründen ist.

Nein, da ist ein ganz gewaltiger Unterschied, weil das hier kommerziell war, und sich sowohl die Youtuber als auch Warner selbst darauf eingelassen und Verträge unterzeichnet haben.
Anders gesagt, nur weil jemand dumm ist, macht ihn das nicht gleich kriminell. Denkst du nicht das ist ein bissl absurd das gleichzusetzen?

Ich verstehe schon, auf welchen Aspekt du dich beziehst.
Das ist mir aber, wie gesagt, zu simpel, zu vorgegeben und zu unkritisch. Ausserdem denke ich hier nicht an irgendeinen John Doe Blogger, der aus Ignoranz irgendwas ins Netz kritzelt, sondern von Leuten/Medien, die relativ gesehen eine ähnliche Reichweite haben wie der PewdiPups unter den LetsPlayern, und die auch sehr genau wissen welche Informationen sie gezielt weglassen.
Ich betrachte es eher so: Was genau ist denn hier passiert? Hier hat so ein Youtube-Internetz-Mensch in etwa so getan als würde ein Videospiel eine Wertung von 9.0 verdienen, obwohl er vielleicht in Wirklichkeit denkt, dass es nur eine 8.0 verdient hätte. Und er tat dies auf...
Nuracus schrieb am
Haben die ernsthaft ausgesagt, sie seien ?stets bemüht?, sich an die Regeln zu halten? xD Geil!
Temeter  schrieb am
Scipione hat geschrieben:
Temeter  hat geschrieben:
Scipione hat geschrieben:Naja, wie willst den Menschen denn auch verklickern, dass diese Art von Verarsche schlimm/schlecht/böse ist, und jene Art von Verarsche sei ok?
9 von 10 Bloggern und Co. erzählen doch nur Mist, sei es aus wirtschaftlichen, oder aus verqueren ideologischen Gründen. Eigentlich ist dieser Fall hier mit so nem kleinen Videospielchen noch eine ziemliche Lappalie. Aber dennoch, ich stehe auf dem Standpunkt, entweder man haut jedem auf die Finger, oder gar keinem

Was hat denn eine uninformierte Meinung mit irreführender, bezahlter Werbung zu tun?

Ich denk mal, es kommt zum einen darauf an was für ein mögliches Beispiel dir gerade durch den Kopf geht und zum anderen was genau man überhaupt vergleichen möchte. Auf den einen Aspekt zu beharren, dass hier ganz direkt eine Werbung nicht als solche gekennzeichnet wurde, ist imo ziemlich faul, unoriginell und konformistisch. Gezielte Irreführung oder absichtliches Nichterwähnen von relevanten Informationen, gibt es auch an zig anderen Stellen, und da wird niemandem auf die Finger gehauen. Das ist eine Willkür, die weder logisch noch moralisch, sondern nur mit plumpem "is numal so" zu begründen ist.

Nein, da ist ein ganz gewaltiger Unterschied, weil das hier kommerziell war, und sich sowohl die Youtuber als auch Warner selbst darauf eingelassen und Verträge unterzeichnet haben.
Anders gesagt, nur weil jemand dumm ist, macht ihn das nicht gleich kriminell. Denkst du nicht das ist ein bissl absurd das gleichzusetzen?
Dave Gaming schrieb am
Einigem kann man definitiv zustimmen: Auch ich habe schon ein paar Angebote bekommen, bei denen ich kurz geschaut hab, ob heute nicht doch der 1. April ist. Wenn ich mich sponsern lasse, will ich dahinter stehen können und vermerke das immer zutreffend und sage auch nochmal in entsprechenden Videos, dass etwas, was im Video verwendet wird, von XY gestellt wurde. Die Leute sind damit auch vollkommen d'accord und vielen Fällen bringt es sowohl dem Schaffer als auch dem Zuschauer etwas (Neues Equipment wie Software, PC-Komponenten, Lenkräder etc.).
Was die betreffenden Youtuber gemacht haben, hat jedoch nichts mit dem vorher Geschilderten zu tun. Gegen bezahlte Videos ist für mich nicht groß was einzuwenden, da ich es als legitim erachte, dass Publisher ihre Spiele bei Youtubern ebenso wie bei Zeitschriften oder in anderen Werbungen präsentieren wollen.
Allerdings sollte man als jemand mit über 50 Mio. Followern doch wenigstens so viel Gegenwehr zeigen können, dass man dem Publisher auferlegt, die Passage, nur gut über das Spiel zu berichten, zu streichen und entsprechende Promotion-Videos zu vermerken. Bei Pewdiepie steht da mittlerweile "sponsored bei Warner Bros." - Ich weiß nicht, was vorher dort stand.
Und sowas wie Glitches/Bugs fällt einem spätestens beim Spielen auf und wirkt sich zwar nicht auf die Verkaufszahlen des aktuellen Spiels aus, könnte aber für einen potenziellen Nachfolger schädlich sein. Insofern wird das Problem nur verlagert - wenn auch abgeschwächt.
Hier im Thread wird aber ein wenig zu stark pauschalisiert: Steckt bitte nicht alle Youtuber in eine Schublade, denn ich glaube, dass sich ziemlich viele - vor allem im Gaming-Bereich - nicht vor so etwas beugen. Mich stört dieser "Skandal" nicht groß: Das macht es denen, die transparent damit umgehen, leichter. :D
Aktuell und passend zum Thema eine Gesprächsrunde bei "Press Select" (garantiert unbezahlt :mrgreen: ):
Scipione schrieb am
Temeter  hat geschrieben:
Scipione hat geschrieben:Naja, wie willst den Menschen denn auch verklickern, dass diese Art von Verarsche schlimm/schlecht/böse ist, und jene Art von Verarsche sei ok?
9 von 10 Bloggern und Co. erzählen doch nur Mist, sei es aus wirtschaftlichen, oder aus verqueren ideologischen Gründen. Eigentlich ist dieser Fall hier mit so nem kleinen Videospielchen noch eine ziemliche Lappalie. Aber dennoch, ich stehe auf dem Standpunkt, entweder man haut jedem auf die Finger, oder gar keinem

Was hat denn eine uninformierte Meinung mit irreführender, bezahlter Werbung zu tun?

Ich denk mal, es kommt zum einen darauf an was für ein mögliches Beispiel dir gerade durch den Kopf geht und zum anderen was genau man überhaupt vergleichen möchte. Auf den einen Aspekt zu beharren, dass hier ganz direkt eine Werbung nicht als solche gekennzeichnet wurde, ist imo ziemlich faul, unoriginell und konformistisch. Gezielte Irreführung oder absichtliches Nichterwähnen von relevanten Informationen, gibt es auch an zig anderen Stellen, und da wird niemandem auf die Finger gehauen. Das ist eine Willkür, die weder logisch noch moralisch, sondern nur mit plumpem "is numal so" zu begründen ist.
schrieb am

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