Fallout: New Vegas: Ersteindruck: Reines Glücksspiel? - 4Players.de

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Rollenspiel
Publisher: Namco Bandai
Release:
22.10.2010
22.10.2010
22.03.2013
Test: Fallout: New Vegas
85

“Obsidian kann zwar nicht technisch, aber inhaltlich begeistern: Wer Fallout 3 mochte, wird auch in Vegas versinken!”

Test: Fallout: New Vegas
85

“Technisch nur etwas ansehnlicher als die Konsolen und als Rollenspiel genauso stark.”

Test: Fallout: New Vegas
85

“Trotz schwacher Technik: Klasse Rollenspiel in glaubwürdiger Endzeitwelt!”

Leserwertung: 76% [27]

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Fallout: New Vegas
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Ersteindruck: Fallout: New Vegas

Fallout: New Vegas (Rollenspiel) von Namco Bandai
Fallout: New Vegas (Rollenspiel) von Namco Bandai - Bildquelle: Namco Bandai

»Ein neues Spiel im Fallout-Universum« sollte es werden, »aber keine große Fortsetzung.« Und tatsächlich: Während der eigenständige Abstecher nach New Vegas in etwa so umfangreich sein soll wie Fallout 3, erkennen selbst Plutonium-gebräunte Wastelander erst auf den zweiten Blick Unterschiede zum »Hauptspiel«. Die Geschichte beginnt allerdings ganz anders - und mit ihr betritt auch ein neuer Protagonist die Bühne des postatomaren Amerikas.

Im Mittelpunkt steht die weitläufige Gegend um die ehemalige Glücksspielmetropole: Mal bezieht man im Maul eines großen Dinosaurier-Nachbaus namens Dinky einen Wachposten, ein andermal kann man in der Ferne schon die Reste des einst strahlenden Vegas Strips ausmachen. Verrottete Achterbahnschienen über einem Hotel erinnern als stumme Zeugen ebenso an die bunte Vergangenheit wie ein Spielautomat in Goodsprings - dem kleinen Ort, an dem der neue Held erwacht. Ein Doktor hilft dem bei einem Überfall beinahe Gestorbenen auf die Beine, testet seine oder ihre Persönlichkeit in einem kurzen Psycho-Quiz (»Was siehst du auf diesem Bild?«, »Woran denkst du bei diesem Wort?«) und schon ist die Einführung bestanden. Weil die meisten Spieler bereits mit Fallout 3 vertraut sind, fällt der Einstieg deutlich knapper aus als im Vorgänger. Wer will, justiert natürlich alle dabei entstandenen Charakterwerte manuell nach.



Bleibt die Frage, warum man beinahe getötet wurde und warum man von einem mysteriösen Roboter wiederbelebt wurde... Die Aufklärung des Mysteriums wird die erste Aufgabe des oder der Wiederauferstandenen sein. Währenddessen wird man sich bewusst, dass es in New Vegas geradezu brodelt, denn verschiedene Fraktionen ringen um die Vorherrschaft. Wichtig wird deshalb sein, wessen Vertrauen man sich erspielt und welche Aufträge und Einblicke sich so ergeben.

Wir sahen z.B. wie Chris Avellone von Entwickler Oblivion (Star Wars: Knights of the Old Republic 2 , Neverwinter Nights 2 ) dank seines guten Verhältnisses zu einer der Fraktionen an das Kontrollpult eines gigantischen Lasers schlich, der vom Orbit aus Unheil anrichtet. Dort hatte er die Wahl: Aktiviert er den Laser für die, die ihm Zugang verschafft hatten oder nutzt er ihn für seine eigenen Zwecke? Und "natürlich" hatte er ganz andere Pläne für die Superwaffe, was seine ehemaligen Verbündeten gar nicht gerne sahen. Doch gerade als deren Verstärkung dabei war, auf seine Position vorzurücken, tauchte ein riesiger Strahl die Umgebung in ein gleißendes Licht der Zerstörung... Einmal pro Tag wird man die Superwaffe nutzen können, um besonders brenzlige Situation zu überstehen.

Spielerisch wird sich trotz der Neuerungen allerdings wenig ändern; neue Fähigkeiten für Nahkämpfer und Schleicher unterstreichen allerdings das individuellere Vorgehen und sorgen für noch brachialere Gefechte. Schade, dass sich Gegner mit verletzten Gliedmaßen aber noch immer so verhalten, als hätten sie nur einen Kratzer abbekommen. Viel versprechend klingt hingegen der neue Hardcore-Schwierigkeitsgrad, denn der richtet sich an echte Beißer: Ohne Wasser wird man in der Einöde verdursten, Erste Hilfe-Mittel heilen den Körper nur langsam und jede Munition hat ein Gewicht. Wem das zu viel wird, der kann auch eine Schwierigkeitsstufe zurückschalten - kann das allerdings nicht wieder rückgangig machen. So verhindern die Entwickler, dass man sich z.B. um einen schwierigen Kampf drücken kann.



Vereinfacht wurde übrigens das Erteilen von Befehlen an Begleiter - sämtliche Funktionen, auch das Zuteilen von Ausrüstungsgegenständen, werden in Zukunft über ein komfortables Kreismenü abgerufen. Nicht zuletzt hat Oblivion auch die Gespräche erweitert, denn in New Vegas darf man besonders clevere Sprüche nicht nur mit einem hohen Sprachtalent reißen, sondern auch wenn man eine dazugehörige Fähigkeit beherrscht. So kann z.B. ein Pyrotechniker seinem Gegenüber selbst dann Dynamit abluchsen, wenn sein Charisma zum Himmel stinkt. Creative Director Avellone verschaffte sich damit einen Vorteil im Kampf gegen eine Bande, die schon eine Weile lang Unruhe in Goodsprings gestiftet hatte.

Der Himmel ist klarer und die Gebäude sind besser intakt, aber sonst gleicht der Abstecher an die Westküste dem Ausflug nach Washington sehr auffällig. Das heißt natürlich auch, dass Bethesdas Amerika noch immer zu den stimmungsvollsten Spielewelten gehört, denn wie gehabt gibt es jede Menge schräger Charaktere sowie eine riesige freie Welt - dazu kommt das kniffliges Spiel um die Gunst der verfeindeten Fraktionen. Veteranen freuen sich besonders auf die neue Hardcore-Schwierigkeit, Schleicher und Nahkämpfer über neue taktische Möglichkeiten und die zusätzlichen Dialogoptionen sind eine sinnvolle Ergänzung... Aber natürlich: Letztlich schwebt der schwere »Add-On«-Stempel recht bedrohlich über den Resten der ehemaligen Glücksspielhölle. Ob die Faszination Fallout dadurch einen Dämpfer erfährt, wird sich im Laufe der nächsten spielbaren Versionen zeigen.

Alles, was man sonst zu Fallout: New Vegas wissen müsst, ist in unseren First Facts nachzulesen.

Die ersten Impressionen sind hier zu finden.


Kommentare

silverarrow schrieb am
Fallout 3 ist bis jetzt wohl mein absolues lieblings (current gen) spiel, habe daran ca 50 std. gesessen, aber es haben auch noch 2 oder 3 missionen (von nebenquests gefehlt) das spiel war für mich komplett grandios, nie langweilig, nie schlecht. Ich bin zwar wahrhaftig keine Grafikhure, aber das schaut mir doch schon arg identisch aus, und das kann nicht sein bei ~2 jahren unterschied.
Auch von der Kulisse her schauts einfach zu gleich aus, aber ok, ich werds mir aufjedenfall holen, nur war F NV bei der ankündigung für mich noch ein Kandität zum Neukauf, so wie es jetzt ausschaut wirds wohl erst nächstes Jahr durch amazon bestellt....
Xris schrieb am
Ich weiß das es Morrowind auch für Konsole gab, ich habe es bewust nicht genant weil hier wenigstens der Umfang gestimmt hat. Und du hast nicht verstanden worauf der Post hinauswollte. Er besagt lediglich, das ein PC Spiel, auf Konsole geportet, ein geringerres Erlebniss darstellt. D.h. das selbe Spiel ist auf Konsole nicht mal halb so spassig wie auf dem PC. TES war schon immer ein Spiel das sehr stark durch seine Community erweitert und vor allem, gepatcht (Buggerfall läst grüßen) wurde. Dies ist aber auf Konsole nicht möglich.
Über Morrowind läst sich aber wenigstens sagen das man auch auf Konsole damit leben kann. Auch wenn man es auf Konsole sicher längst nicht solange gespielt hat. Auf dem PC erfreut sich Morrowind nach wie vor eine aktiven Community, genauso Oblivion. Letzteres ist dank Community beinahe ein anderes Spiel auf dem PC.
EDIT:
Übrigens, Oblivion hatte den PC als Mainplatofrm und ich denke nicht das man hier das Spiel für Konsoleros entwickelt hat. Die PS3 gab es Anfang 2006 noch nicht und die 360 war grade mal 3 Monate auf dem Markt und eher spärliche verbreitet.
Bei Fallout 3 schauts allerdings ander aus.
paulisurfer schrieb am
Xchris hat geschrieben:Gelangweilt hat mich F3 schon nach der Beth üblichen, belanglosen HQ. Die SQ's die die TES Reihe so stark gemacht haben, sind in F3 leider nicht auf dem selben Niveau.
Und wie schon erwähnt, wieder einmal kann ich von Anfang an beinahe die komplette Welt erforschen und treffe kaum auf Gegner die Probleme machen - übrigens, TES Morrowind hatte durchaus verschiedene Gebiete mit unterschiedlich starken Gegnern.
Auch hat man schnell alle Gegnerarten gesehen, was zumindest bei mir nach gefühlten 25 Stunden schon für eine gewisse Monotonie gesorgt hat. Da gibt es keinen Überraschungseffekt mehr. Hinzu kommt das nach Level Cap das Spiel beinahe zu einem Shooter verkommt, nicht dass das level und Skillsystem sonderlich anspruchsvoll oder gar motivierend wäre. Das V.A.T.S leidet unter Abnutzungserscheinungen, irgendwann hat man sich einfach satt gesehen und man trift so oder so jedes mal mit 100%.
Zu den 10 Euro plug-In's enthalte ich mich. Nicht gekauft weil miese Kritiken von den meisten Mags. Und in meinen Augen wurde hier der Rest vom Spiel nachgeliefert.
Beth hätte die Finger von Fallout lassen sollen....
Ich weiß nicht ob ich unter diesen Umständen noch auf den nächsten TES Teil warten will. Was Beth in letzte Zeit tut und macht gefällt mir überhaupt nicht. Ich könnte mir gut vorstellen das wir beim nächsten TES auf ein Construction Set und Mods verzichten dürfen, weil es ja schlieslich 10 Euro Plug-In's geben wird, die den Rest vom Spiel nachliefern.
Aber sobald eine alte legendäre PC Serie auf die Konsolen portiert wurde war das Ergebnis im bestfall ernüchternd (gerade weil die Spielermentalität eine völlig andere ist).

Absolut richtig. TES Oblivion ist dafür ein Paradebeispiel.
EDIT:
Achso, zum Topic:
Das erste, tatsächliche, Add-On zu F3 soll Vollpreis kosten? Activision ist nen Taschendieb, Beth nen...
Xris schrieb am
Gelangweilt hat mich F3 schon nach der Beth üblichen, belanglosen HQ. Die SQ's die die TES Reihe so stark gemacht haben, sind in F3 leider nicht auf dem selben Niveau.
Und wie schon erwähnt, wieder einmal kann ich von Anfang an beinahe die komplette Welt erforschen und treffe kaum auf Gegner die Probleme machen - übrigens, TES Morrowind hatte durchaus verschiedene Gebiete mit unterschiedlich starken Gegnern.
Auch hat man schnell alle Gegnerarten gesehen, was zumindest bei mir nach gefühlten 25 Stunden schon für eine gewisse Monotonie gesorgt hat. Da gibt es keinen Überraschungseffekt mehr. Hinzu kommt das nach Level Cap das Spiel beinahe zu einem Shooter verkommt, nicht dass das level und Skillsystem sonderlich anspruchsvoll oder gar motivierend wäre. Das V.A.T.S leidet unter Abnutzungserscheinungen, irgendwann hat man sich einfach satt gesehen und man trift so oder so jedes mal mit 100%.
Zu den 10 Euro plug-In's enthalte ich mich. Nicht gekauft weil miese Kritiken von den meisten Mags. Und in meinen Augen wurde hier der Rest vom Spiel nachgeliefert.
Beth hätte die Finger von Fallout lassen sollen....
Ich weiß nicht ob ich unter diesen Umständen noch auf den nächsten TES Teil warten will. Was Beth in letzte Zeit tut und macht gefällt mir überhaupt nicht. Ich könnte mir gut vorstellen das wir beim nächsten TES auf ein Construction Set und Mods verzichten dürfen, weil es ja schlieslich 10 Euro Plug-In's geben wird, die den Rest vom Spiel nachliefern.
Aber sobald eine alte legendäre PC Serie auf die Konsolen portiert wurde war das Ergebnis im bestfall ernüchternd (gerade weil die Spielermentalität eine völlig andere ist).

Absolut richtig. TES Oblivion ist dafür ein Paradebeispiel.
EDIT:
Achso, zum Topic:
Das erste, tatsächliche, Add-On zu F3 soll Vollpreis kosten? Activision ist nen Taschendieb, Beth nen Bankräuber.
Wo][rm schrieb am
Brian Pepperz hat geschrieben:Diesen gleichen Mist lese ich auch immer auf Falloutnow.
Dass die Konsolen aber auch genug Meilensteine auf den markt gebracht haben, um als gleichwertig gegenüber dem PC und anderen Heimcomputern der Vergangenheit zu sein, ist doch selbstverständlich.
Zelda, Alundra, NeedforSpeed, Mario, Sonic, Tekken usw. usf.
Anymore? :roll:

Sicher gibt es Meilensteine auf den Konsolen: Okami, etc. Das bestreite ich auch gar nicht. Aber sobald eine alte legendäre PC Serie auf die Konsolen portiert wurde war das Ergebnis im bestfall ernüchternd (gerade weil die Spielermentalität eine völlig andere ist).
PS: Kleine frage, Wo][rm:
Bist du es, Lexx? :lol:

nicht das ich wüsste :D
schrieb am

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