Kinect ist wie Shooter für Konsolen
Kudo Tsunoda, Kinect-Chef von Microsoft, sprach in einem Interview über Kinect
und versuchte Zusammenhänge zwischen Konsolen-Shootern und der anstehenden interaktiven Kamera bzw. der Bewegungssteuerung zu ziehen. So ist er der Ansicht, dass "die konsolenexklusive Entwicklung für das außergewöhnliche Resultat des Ego-Shooters Halo verantwortlich waren und mittlerweile kaum jemand mehr First-Person-Shooter auf dem PC spielt." Firmen wie Valve (Half-Life; Team Fortress 2), DICE (Battlefield-Reihe) oder id Software (Doom-Serie, Rage) und ihre erfolgreichen PC-Titel scheint er getrost zu ignorieren.
Nach dieser kontroversen Aussage holt er weiter aus und versucht den Bogen wieder zu Kinect zu spannen: "Zuerst wurden Ego-Shooter für PC entwickelt und diese wurden dann auf die Konsolen portiert. Und die Menschen sagen, die gleichen Dinge jetzt über Kinect [wie damals bei Shootern] - 'Es wird niemals schnell genug reagieren können' oder 'Ihr werdet niemals einen First-Person-Shooter auf einer Konsole hinbekommen; sie sind für Tastatur/Maus entwickelt worden und so sollen sie gespielt werden'. Und da diese existierenden Spiele einfach nur portiert wurden, machten sie auch nicht mehr Spaß als auf dem PC. Das ist selbstverständlich, denn sie wurden für PC entwickelt." Er überträgt somit die damalige Skepsis gegenüber der Konsolen-Shooter auf Kinect.
Laut Kudo Tsunoda dreht sich alles um die spezielle Spiele-Entwicklung direkt für die Konsole und er glaubt, dass es bei Kinect genauso sein wird wie bei den Shootern. "Wenn man ständig versucht ein für Controller entwickeltes Spiel auf Kinect zu konvertieren, dann wird das Ergebnis unbefriedigend sein, da es primär für Controller gemacht wurde. Wenn man sich die Zeit nimmt und etwas von Grund auf Neues entwickelt, etwas mit einer neuen Erfahrung, wird es mehr Spaß versprechen als zuvor."