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Take-Two: Zelnick: "Wollen nicht wegen Gebrauchtspielen rumheulen."

Take-Two Interactive (Unternehmen) von Take-Two Interactive
Take-Two Interactive (Unternehmen) von Take-Two Interactive - Bildquelle: Take-Two Interactive
In einem Vortrag auf der Cowen Technology, Media, and Telecom Conference kam Strauss Zelnick auch auf das Gebrauchtspielthema zu sprechen und kommentierte die Neuigkeiten der vergangenen Woche pragmatisch: "Wenn Microsoft einen Weg gefunden hat, um an gebrauchten Spielen mitzuverdienen, dann sollten wir zweifelsohne auch etwas davon abbekommen. Es gibt eigentlich keinen Grund, warum sie Geld bekommen sollten und wir nicht."

Take-Two selbst habe bisher grundsätzlich eine andere Meinung zum Umgang mit dem Second-Hand-Markt gehabt: "Anstatt rumzuheulen oder zu versuchen herauszufinden, wie man die Kunden für den Erwerb von Gebrauchtspielen bestrafen kann, haben wir uns gedacht, es sei besser, die Kunden zu erfreuen."

Der Publisher konzentriere sich darauf, die Qualität seiner Produkte zu erhöhen - was sich auch in den Durchschnittswertungen widerspiegeln würde. Auch versuche man, nach drei bis vier Wochen (oft kostenlose) Zusatzinhalte nachzulegen, so der Geschäftsführer des Unternehmens. Das sei nämlich der Zeitpunkt, an dem viele ihr Spiel verkaufen würden.

"Wenn du es schaffst, dass das Spiel acht Wochen bei einem Spieler bleibt, dann interessiert dich der Handel von Gebrauchtspielen fast gar nicht mehr, weil alles mit den ersten acht Wochen steht oder fällt."

Die Wichtigkeit der ersten zwei Monate zeigte sich auch in einer Studie, über die wir berichtet hatten. Die beiden Autoren hatten darin einen Markt ohne Gebrauchtspiele simuliert und waren zu dem Schluss genommen, dass der Verkauf bei gleichbleibenden Preisen zwar acht bis zehn Wochen nach dem Launch über das derzeitige Maß (zu einem vergleichbaren Zeitpunkt) steigen würde, nicht aber den zu erwartenden Absatzrückgang in der Zeit davor kompensieren würde.

"MMOs funktionieren im US-Markt nicht"

Zelnick legte außerdem dar, warum Take-Two zwar Online-Ableger von NBA 2K und Civilization für den Asien-Markt in der Mache hat, aber ansonsten von größeren Online-Unterfangen im westlichen Markt Abstand hält.

"Warum? Weil MMO-Spiele hier [in den USA] nicht funktionieren.

Ein paar unserer Konkurrenten haben da ihre sehr, sehr teure Lektion gelernt. Einer unserer Mitbewerber hat gerade bekannt gegeben, dass er ein MMO-Projekt in den USA neustartet. Wir schauen uns das an und fragen: Wieviele MMO-Spiele waren je erfolgreich in den USA? Zwei. World of Warcraft und EverQuest. Das ist eine ziemlich miese Quote."


In China hingegen würde es jederzeit 10 bis 20 erfolgreiche Online-Spiele geben. Deswegen habe man sich dort auch mit einem Publisher wie Tencent verbündet, vom Partner etwas über den Markt gelernt und diesem dafür etwas über die Entwicklung von Sportspielen beigebracht. NBA 2K Online sei nahezu ohne wirtschaftliches Risiko produziert worden.

Kommentare

gracjanski schrieb am
@bird.gif: Spiele doch mal Vanguard, da hast du auf jeden Fall interaktion, eine super Community und das Spiel ist auch nicht schlecht. Everquest 2 fand ich sogar noch besser
Kajetan schrieb am
neo|shark hat geschrieben:Warum dann also ausgerechnet bei der neuen Xbox?
Weil MS den Publishern gerne entgegenkommt, um im Gegenzug exklusive Deals zu erhalten, mit denen man die Kunden zum Kauf von Horst "überreden" möchte. MS will nichts weiter als das Teil en masse in die Haushalte zu drücken. Exklusiv-Titel (und wenn es nur zeitlich begrenzt ist) sind ein erprobtes Mittel zur Umsatzsteigerung.
neo|shark schrieb am
Es gibt eigentlich keinen Grund, warum sie Geld bekommen sollten und wir nicht.
Ich kenne da gleich zwei Grunde: Erstens wurde schon beim Erstkauf kassiert und zweitens wird auch nicht zu Ebay oder auf den Flohmarkt gegangen um dort Geld für den Weiterverkauf zu verlangen. Warum dann also ausgerechnet bei der neuen Xbox?
Alter Sack schrieb am
Player 1 hat geschrieben:Man kann Take Two nichts vorwerfen. Sie liefern wirklich so gut wie immer Qualität ab und reden nicht nur darüber. Wahrscheinlich sollte man es ihnen deshalb noch nicht einmal übel nehmen, dass sie sich opportunistisch platzieren ("Wenn, dann wollen wir mitverdienen."). Das ist auch deutlich milder, als das was man von EA odere Ubisoft mitbekommt. Aber ich kann diese Denke trotzdem nicht ab. Kein Stück weit. Am Gebrauchtmarkt sollte nur einer verdienen: Der Vorbesitzer, der sich das Produkt zum Vollpreis gekauft hat und für 50 - 70% wieder loswerden möchte. Ich lasse mir nicht aufschwatzen, dass irgendwas anderes rechtens wäre. Das ist es nicht, das war es nie und das wird es nie sein. Die Story mit dem "Lizenzerwerb" ist einfach nur Etikettenschwindel, um eine künstliche Zweitverwertung zu etablieren.
Das stimmt. Ich komme gar nicht darauf Spiele wie Borderlands oder XCOM zu verkaufen. Die landen immer mal wieder im Laufwerk weil sie einfach Spass machen. Da werden auch mal Zusatzinhalte gekauft weil sie einfach gut sind. Take Two ist für mich einfach der Beweis das wenn man sich auf Spiele konzentriert sich viele Themen einfach selbst erschlagen.
Cheraa schrieb am
Natürlich ist nach WoW jedes andere MMO gefloppt, denn warum sollte ich einen WoW Klon spielen, wenn ich auch das Original spielen kann?
Solo RPGs bestehen ja auch nicht nur aus Final Fantasy & Final Fantasy Klonen. Da gibt es neben FF auch ein The Witcher, ein Tales of... und ein Elders Scroll und alle spielen sie sich anders und haben meist auch einen anderen Fokus. Abwechslung eben.
Das muss der MMO Markt lernen. Keiner der mit WoW keinen Spass mehr hat geht zu einem WoW Klon, der will dann mal was anderes Spielen und vielleicht nach 4-5 Jahren auch mal wieder ein WoW ähnliches System spielen, weil es dann wieder was anderes wäre nach so langer Zeit.
schrieb am

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