Rock Band 3: E3-Eindruck: Party-Musiklehrer - 4Players.de

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Musikspiel
Entwickler: Harmonix
Release:
28.10.2010
28.10.2010
03.11.2010
03.11.2010
Test: Rock Band 3
90
 
Keine Wertung vorhanden
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E3-Eindruck: Rock Band 3

Rock Band 3 (Geschicklichkeit) von Electronic Arts / MTV Games
Rock Band 3 (Geschicklichkeit) von Electronic Arts / MTV Games - Bildquelle: Electronic Arts / MTV Games

Harmonix hat mit Titeln wie Amplitude das Rhythmus-Spiel zu neuen Ufern geführt und mit der Guitar Hero-Serie das moderne Musikspiel ins Wohnzimmer gebracht, bevor man mit Rock Band 2 das Partyspiel neu definiert hat. Doch auch wenn mit The Beatles Rock Band Harmoniegesang als neues Element hinzugefügt wurde und auch wenn man akustisch unter dem Strich nach wie vor der Konkurrenz zeigt, wo es langgeht, ist der Kampf um die Chartspitze mittlerweile enger als je zuvor. In einigen Punkten wie z.B. Partyspiel-Komfort liegt Activision mit Guitar Hero 5 sogar mittlerweile klar vorn und macht sich daran, diesen Vorsprung mit Guiter Hero Warriors of Rock auszubauen. Doch Harmonix ist nicht gewillt, kampflos aufzugeben - ganz im Gegenteil!

Here I go again

Sieben Harmonixer auf der Bühne. Drei, die sich auf den Harmoniegesang stürzen, der nach den Beatles- und Green Day-Ablegern auch in Rock Band 3 (RB3) zum Repertoire gehört. Dazu ein Drummer, ein Bassist, ein Gitarrist und einer, der das neue Instrument Keyboard bedient. Der Whitesnake-Song, einer von insgesamt über 80 Tracks, die in der finalen Version integriert sein sollen, könnte nicht besser ausgewählt sein. Denn nachdem es in den letzten Jahren schien, als ob Harmonix kampflos das Feld räumen würde, gibt man nun Vollgas und nimmt den Kampf an. Hinsichtlich Benutzerführung und Partyspielkomfort ist die Möglichkeit, jederzeit ein- und aussteigen zu können, zwar längst überfällig und gehört bei der Konkurrenz schon längst zum guten Ton, allerdings führt Harmonix sie zu neuen Ufern. Denn in RB3 ist sie nicht nur im Partymodus vorhanden, sondern überall und jederzeit verfügbar - gleichgültig ob im Startbildschirm, in der Karriere, im Online-Modus, im Offline-Partyspiel.



Wie sinnvoll dies in der Karriere ist, lässt sich allerdings noch nicht absehen, da dazu und zum neuen Charakter-Editor nur rudimentäre Informationen gegeben wurden und man in den kommenden Wochen und Monaten dazu Stellung nehmen möchte.
Sehr sinnvoll hingegen sind die neuen, ebenfalls längst überfälligen Sortiermöglichkeiten für die Songbibliothek. Man kann nach Schwierigkeitsgrad, Songlänge, Genre oder  Jahrzehnt selektieren, Kombinationen zur Einschränkung festlegen (Leichter Lovesong aus den 80ern), suchen, ob ein Song das Keyboard oder die neuen Pro-Modi unterstützt usw. Dies ist zwar nur ein kleines unbedeutend scheinendes Detail, doch bei einer Songbibliothek, die über den Rock Band-Store, die Add-On-Packs und Stand-Alone-Spiele wie AC/DC Live, The Beatles oder Green Day Zugriff auf gut 1500 Titel ermöglicht, ist man um jede auch noch so kleine Selektierung dankbar. Ebenfalls lang überfällig war die Möglichkeit, selbst erstellte Setlists speichern und mit Freunden teilen zu können.

The real deal


Doch das alles sind nur Detail-Features. Wichtig ist das Spielgefühl. Und das ist im normalen Modus (also mit fünf Linien auf dem Notenhighway bzw. vier am Schlagzeug) so gut wie eh und je, wobei sich auch der neue Keyboard-Controller nahtlos einfügt. Den wird man übrigens im Standardmodus im Zweifelsfall auch mit den Bundtasten der Plastikgitarren ersetzen können, wenn man nicht die Investition in die entsprechende Hardware oder einen MIDI-Adapter unternehmen will (für den Fall, dass man bereits ein MIDI-Keyboard besitzt).



Will man sich jedoch mit dem neuen Pro-Modus beschäftigen, der nicht nur für das Keyboard als  neues Instrument, sondern auch für Schlagzeug und Gitarre verfügbar sein wird, ist die Anschaffung neuer Hardware beinahe unvermeidlich. Beim Schlagzeug sind dann zusätzlich erhältliche Zymbeln nötig, bei den Saiteninstrumenten sogar ein komplett neues Gerät. Dies gibt es wahlweise als Plastikvariante mit Knöpfen in jedem Bund oder als voll funktionsfähige E-Gitarre, die man parallel bzw. alternativ auch in einen Verstärker einstöpseln kann.

Im Pro-Modus werden alle zur Verfügung stehenden Tasten/Saiten/Drumpads/Zymbeln angesprochen, wobei man auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad z.B. auf der Gitarre keinen Unterschied mehr zum Original spüren dürfte und RB3 sich so als perfekte Symbiose aus Partyspaß und interaktivem Musiklehrer  erweisen könnte. Ein weiteres Beispiel, das Harmonix in diesem Zusammenhang nannte, war der Keyboard-Part aus Queens Bohemian Rhapsody, die ebenfalls ein Bestandteil der Tracklist sein wird. Spielt, trainiert und lernt man hier auf Expert, wird man den Song akkurat an jedem Tasteninstrument nachspielen können.



Mit dem Ansatz, sich nicht nur als Musikspiel, sondern auch als realistische Musikerfahrung zu sehen, grenzt man sich nicht nur von der diesjährigen Konkurrenz aus dem Hause Activision ab, sondern schafft es zudem, ein eventuelles Miteinander der beiden Rhythmusgiganten zu ermöglichen.  

E3-Eindruck: sehr gut


Kommentare

gmp91 schrieb am
GoreFutzy hat geschrieben:
Man kann sich demnächst sogar eine voll funktionsfähige E-Gitarre kaufen, die man (und jetzt festhalten) WAHLWEISE AUCH an einen Verstärker stöpseln kann!!! Das ist der absolute MEGASHICE!
Warum ist das ein Megashice? Du bekommst eine echte Fender Squier aus HOLZ. DIE Einsteiger-Gitarre. Du lernst ein Lied in Rockband, weil da wirklich die echten Noten herunterkommen, stöpselst danach den Verstärker an (oder sogar gleichzeitig) und kannst das Lied. Soviel zum Thema spielend lernen. (is mir klar dass das mit einmal spielen nicht getan ist. Aber es ist eine andere Art der Motivation)
Das ist doch traurig, wer kauft sich sowas allen ernstes? Wer kauft sich so´n Billig-Imitat, anstatt sich ne richtige E-Gitarre zu besorgen und richtig Musik zu machen?
Billig IMITAT? Die Gitarre wird offiziell von Fender in den Vertrieb genommen und lizensiert. Sie ist in erster Linie eine voll funktionsfähige E-Gitarre mit einem zusätzlichen Pick-Up, der Midi-Signale an ein Spiel senden kann. Das ist eine RICHTIGE E-Gitarre. Und in dem Spiel lernt man Musik zu machen. Das Spiel soll dich nicht begrenzen im Schaffen, es soll dich einführen!!
Wer hat nicht Gitarre angefangen, um bekannte Riffs spielen zu können und ist dann erst draufgekommen damit eigenes zu machen?
Deine Sicht auf die Dinge ist mehr als beschränkt und Vorurteilbehaftet. Mittlerweile ist das ganze mehr als stupide Plastikinstrumente.
GoreFutzy schrieb am
Ich kann das gut verstehen, was du schreibst und es bringt mich stark zum Nachdenken. Vielleicht sollte ich das Ganze mit weniger Leidenschaft zur Musik betrachten und meine Werte nicht mit der Masse gleichsetzen.
Wenn ich lese, dass manch einer seine Begeisterung genau mit diesem Spiel findet, dann ist meine Meinung ja fast surreal.
Aber wenn mir jeder nur Missachtung an den Kopf wirft, bringt mich das nicht gerade zum Umdenken. Danke für deine Zeit :Daumenrechts:
Genau sowas in der Art benötigt das GoreFutzy-Hirn!
karaokefreak! schrieb am
GoreFutzy hat geschrieben:Gegen fehlendes Einfühlungsvermögen kann ich leider nichts bieten.
Und gegen fehlendem Verständnis kann ich dir nur raten, erneut zu lesen.
Ansonsten fasse ich das als Kompliment auf. :wink: Danke, dass du dich angepisst fühlst.
Ja, nimms ihm ned übel. Als Fan von Musikspielen wird man halt immer wieder angegiftet, da baut man eine art Schutzpanzer auf.
Ich spiele Rock Band kaum noch zuhause,. sondern überwiegend in einer Karaokebar. Und da ist es für uns eine art Karaoke 2.0, weil 4 Leute teilnehmen können, ganz ohne musikalisches Vorwissen.
Die Gitarren haben so gut wie nichts mit der echten Gitarre zu tun, die Drums aber schon , zumindest wenn man bei dem Vierspur Notentracks weiß, zwischen Becken und Toms / Snare zu unterscheiden. Das Spiel hat mich dazu gebracht, richtige Drumstunden zu nehmen, weil ich spielerisch eingeführt wurde.
Da ich selbst auch autodidaktisch in die Gitarre reingerutscht bin, muss ich sagen, dass ich die Idee von Rock Band 3 richtig gut finde.
Nicht jeder kann ein Instrument lernen. Es ist hart arbeit, zumal einfach nicht jeder musikalisch ist. Das schöne an Rock band ist halt, dass man mit wenigen Handgriffen Spaß an Musik haben kann, egal ob man musikalisch begabt ist, oder nicht.
Bei uns steht zum Beispiel der Ion Drum Rocker, ein volles E-Drumset, das mit dem Spiel funktioniert. Manche wissen vor ihrer ersten Rock Band Session gar nicht, dass sie dafür Talent oder zumindest Interesse aufbringen können. Und selbst wenn nicht, es hat halt den Charme von Hausmusik - man sitzt zusammen und "musiziert", wenn auch im Arcade-Modus nicht real.
Aber das ändert sich ja nun in Rock Band 3, wenn man ne echte Fender Strat anschließt und dann mit den Karaoke-Leuten dank Tab-Noten gemeinsam rockt.
letztendlich geht es...
GoreFutzy schrieb am
Gegen fehlendes Einfühlungsvermögen kann ich leider nichts bieten.
Und gegen fehlendem Verständnis kann ich dir nur raten, erneut zu lesen.
Ansonsten fasse ich das als Kompliment auf. :wink: Danke, dass du dich angepisst fühlst.
TitsMcghehey schrieb am
GoreFutzy hat geschrieben:Oh, das Treffen der außergewöhnlichen Persönlichkeiten. Jetzt bin ich also der Buhmann mit dem beschränkten Horizont und der gestörten Auffassungsgabe. Wie man es auch gerne hätte...^^
Tut mir auch Leid, dass euch meine Worte so reizen. Und viel mehr tut es mir Leid, dass viele anscheinend garkeine musikalischen Freunde haben. Ich denke mal das liegt am Umfeld, denn ich hab mehr als genügend musikalische Freunde und der Proberaum steht auch nur 400m weiter. Sorry, wenn ich da keinen guten Vergleich habe. :roll:
@BlackDevil
Aber nun sag mir mal was an einer echten E-Gitarre so viel besser ist!?
Keine Ahnung, aber kennst du den Unterschied zwischen einer Stange Sellerie und einem Schokomuffin? Ich nicht.... Die Relation kommt aber in etwa hin.
Die goldene Zeit des Rock und Metal ist vorbei, die guten Bands kamen in den 70er, 80er und 90ern raus, heute gibts doch nurnoch vereinzelnte gute Songs von Bands, die dann eh ihren Stil ändern weil die Plattenfirma es so will.
Bitte was? Klingt so, als ob du nur Viva guckst und garkeine andere Musik hörst als die, die es im Fernsehen gibt... Der Mainstream Schrott ist natürlich Käse, da stimme ich dir zu.
Die Leute die hier rummaulen wie scheisse Musikspiele sind und wie toll echte Insturmente sind, sind doch nur neidisch weil sie nunmal keinen Spaß bei solchen Spielen haben können oder nur sauer, da sie keine Freunde haben mit denen sie mal schnell ne Session schmeissen können.
Du lebst ja total auf einem anderen Stern. Wie kommt man denn darauf? Das ist doch verkehrte Welt hier.^^ Als ob ich alleine an meinem Schlagzeug zuhause sitze und Songs aus dem Netz versuche nachzuspielen....
schrieb am

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