gc-Eindruck: TERA

TERA (Rollenspiel) von Gameforge Berlin (EU) / En Mass Entertainment (US)
Bildquelle: Gameforge Berlin (EU) / En Mass Entertainment (US)
Auch TERA wird das Online-Rollenspiel-Rad nicht neu erfinden, sich aber dafür mit einem aktiven Kampfsystem von anderen Spielen - wie Star Wars: The Old Republic oder World of WarCraft - absetzen, denn die Gefechte sind dynamischer und wesentlich actionreicher. Auf der gamescom habe ich mit vier weiteren Mitspielern ein instanziertes Dungeon im Level-Bereich um die Stufe 45 angespielt. Die Gruppenaufteilung war hingegen allzu bekannt: Ein Tank, ein Heiler und drei Schadensverursacher.

Mitten im Dungeon

Ich übernahm die Rolle des Archers, also eines Bogenschützen (Schadensverursacher), der schrecklicherweise der putzigen Knuddelrasse angehörte. Nach kurzem Studium der Fähigkeiten und der Überraschung, dass offenbar jede Klasse über Mana verfügt, lief der Tank in dem finsteren Gemäuer los und schnappte sich die erste Gegner-Gruppe. Da der Tank direkt neben mir saß, konnte ich auf seinem Bildschirm/Interface sehen, dass alle Feinde, von denen er "Aggro hat" (also Gegner, die den Tank angreifen), entsprechend farblich markiert wurden - praktisch.

Wie jede andere Klasse auch, muss ein Tank die Gegner aktiv mit seinen Fähigkeiten beharkten, selbstständig ausweichen und kann nicht einfach seinen Gegenspieler einloggen bzw. markieren und dann die Aktionen durchklicken. Alles was im Fadenkreuz bzw. vor dem Tank steht, wird getroffen, alles andere nicht - gleiches gilt bei den meisten Flächenangriffen. Bei dem Bogenschützen ist es genauso. Ich ziele mit dem Fadenkreuz auf den Gegner und führe mit der linken Maustaste den Standardangriff aus, der zugleich Mana regeneriert, das für die anderen Spezialaktionen wie "Giftpfeil" oder den umwerfenden "Super-Rückschlag-Schuss" benötigt wird. Verfehle ich das Ziel mit einem Schuss, liegt das nicht an fehlenden statistischen Trefferwerten, sondern an mir, weil ich schlecht gezielt habe oder der Gegner wie von der Tarantel gestochen herumläuft.

Bei der ersten Gruppe bestehend aus normalen Feinden in dem Dungeon bricht erstmal Chaos aus, weil keiner der Schadensverursacher weiß, was er wirklich tut und deswegen sterben die Gegner nicht der Reihe nach, sondern gleichzeitig. Egal! Tank und Heiler machen das schon, denn sie kennen das Spiel bereits. Bei der nächsten Ansammlung funktioniert das Niederknüppeln besser und koordinierter. Nun wartet im nächsten Raum der erste Zwischenendgegner und hier sind die Schadensverursacher gefordert, denn es gilt spontanen Ansturmattacken des Riesenviechs auszuweichen und so ist man immer wieder gefordert, die Position zu wechseln und den Feind permanent im Auge zu behalten. Da Heiler ebenfalls aktiv ihr Ziel anvisieren müssen und nicht nur auf fallende Lebensbalken zielen, kann es schon mal sein, dass ein Tank, der gerade Ausweichmanöver unternimmt, nicht unbedingt leicht mit einem Heilzauber zu treffen ist. Bei Gruppenheilungen ist dies hingegen anders. Nach gefühlten drei bis vier Minuten kippt die mutierte Mischung aus einer Riesenkrabbe und einem Starship Troopers-Killerkäfer dann um und hinterlässt seine Beute.

Mit Kollisionsabfrage

Im Gegensatz zu vielen anderen Online-Rollenspielen wird Tera eine Kollisionsabfrage beinhalten - man wird also nicht immer durch andere Spieler hindurchgehen können. Die Kollisionsabfrage wird allerdings nicht in den Hauptstädten oder anderen stark belebten Bereichen zum Einsatz kommen, denn es wäre ziemlich blöd, wenn fünf Spieler eine Brücke dauerhaft blockieren könnten und keiner mehr vorbeikommen würde. Vielmehr kommt dieses Kollisionssystem in Spieler-gegen-Spieler-Gefechten und in den Dungeon-Abenteuern zum Einsatz. Ansonsten haben die Entwickler noch kurz die Server-Invasionen als neues Spielelement vorgestellt, konnten jedoch nicht ins Detail gehen und nur verraten, dass dies eine Mischung aus PvE- und PvP-Schlachten sein werden.

Wie schon beim letzten Anspielen hinterlässt Tera einen ziemlich guten Eindruck, denn dank das Kampfsystems fühlt sich das Spiel (im ersten Augenblick) nicht wie ein hinlänglich bekanntes Online-Rollenspiel an. Dennoch sind die bewährten bzw. klassischen MMO-Elemente wie Item- und Fähigkeits-Verbesserungen, Quests, Crafting, die Aufteilung in Tank/Heiler/Schaden etc. vorhanden. Das Kampfsystem macht also den Unterschied und der  Rest muss sich noch beweisen.

gc-Eindruck: gut

Kommentare

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  • mootality schrieb:
    naja Aion im Raid spielen ist nicht für Jedermann möglich, ansonsten kenne ich niemand der auf fliegende Pandabären steht.
    Ich wusste es immer, dass ich ein Auserwählter bin... ich hatte jedenfalls nie Probleme am Raid in Aion teil zu nehmen. ;)  [...]
    mootality schrieb:
    naja Aion im Raid spielen ist nicht für Jedermann möglich, ansonsten kenne ich niemand der auf fliegende Pandabären steht.
    Ich wusste es immer, dass ich ein Auserwählter bin... ich hatte jedenfalls nie Probleme am Raid in Aion teil zu nehmen. ;) Und fliegende Pandabären... naja, ist in der Tat grenzwertig und auch nichts was ich unbedingt gutheißen würde, zerstört schon ein bisschen die Fantasy Welt von Aion. Keine Ahnung was sich die Entwickler bei solchen Verwandlungsspeisen gedacht haben. Nutzen tun die Meisten das auch nur wegen den Bonies, die man so kriegt wenn man sie nutzt (mehr HP, mehr Schaden und so was). Aber wie gesagt, wenn es nach mir ginge würde ich so was auch nicht drin haben wollen. Eine Fantasy Welt sollte für sich schon ein bisschen autark bleiben. Da erschafft man Fantasy Kreaturen nur um am Ende mit Pandas, Eisbären, Pinguine und was es nicht noch alles in Aion von echten Tieren her gibt, die ganze Glaubwürdigkeit dieser Welt mit Füßen zu treten. Zitat:
    Mag sein das viele dieses Asiatische dem westlichen vorziehen, allerdings empfinde ich es als falsch das ein Schwert dreimal so groß ist wie der Charakter und dieser in Plattenrüstung(!) 20m weit Springen kann. Kann halt nicht jeder etwas mit Dragonball und Co anfangen.
    Naja, ich würde das eher als "Kann halt nicht jeder etwas mit Fantasy anfangen" betiteln, den Fantasy heißt nicht Mittelalter Setting mit Orks, Elfen und ähnlichem, sondern Fantasy kann alles sein und heißt es sind dem Ganzen keine Grenzen gesetzt. Komischerweise habe das die Asiaten besser verstanden als die Westler, die viel zu sehr auf dieses eine Fantasy Setting versteift sind und vergessen haben was Fantasy wirklich bedeutet.
  • du meinst die popori? also eine art naturvolk, die in diversen tiergestalten vertreten sind (ala waschbär, panda, hund,..) in diversen anderen (mmo)rpg's spielt man ja auch mit grünen orks, runden zwergen, kleinen goblins, etc.. von daher ist so nen popori auch kein großer unterschied zu  [...] du meinst die popori? also eine art naturvolk, die in diversen tiergestalten vertreten sind (ala waschbär, panda, hund,..) in diversen anderen (mmo)rpg's spielt man ja auch mit grünen orks, runden zwergen, kleinen goblins, etc.. von daher ist so nen popori auch kein großer unterschied zu sonstigen fantasy-gestalten. mitunter ist diese rasse dann auch bei den weiblichen spielern beliebt.. und letztendlich kann man ja auch froh sein, daß es bei der wahl der rasse doch einiges an auswahl gibt und man nicht nur auf menschen mit ner anderen hautfarbe/größeren ohren/etc angewiesen ist. zumal die popori in tera auch nicht am rumfliegen sind..
  • Dragonor schrieb:
    tjo, und was hat das ganze mit tera zu tun?
    Fliegende Teddybären
NEU AUF 4PLAYERS

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