Guitar Hero: Warriors of Rock: gc-Eindruck: Holt die Kriegsgitarre! - 4Players.de

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Musikspiel
Publisher: Activision
Release:
24.09.2010
24.09.2010
24.09.2010
Test: Guitar Hero: Warriors of Rock
85
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Leserwertung: 77% [8]

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gc-Eindruck: Guitar Hero - Warriors of Rock

"Is this the real life? Is this just fantasy?" singen nicht Freddie Mercury und Co., sondern Johnny Napalm, Axel Steele, Pandora sowie die neue Rockerin Echo Tesla. Ich schwinge zusammen mit einem anderen Besucher der gamescom die Gitarre, eine kleine Asiatin übernimmt den Bass, die anderen Journalisten in dem kleinen Präsentations-Kabuff grinsen breit, einige Lippen bewegen sich. Die virtuellen Virtuosen werfen sich in Queen-Posen, Köpfe werden zusammengeschlossen, Sänger und Gitarrist reiben ihre Rücken aneinander, die Pyrotechnik geht spätestens bei Brian Mays legendärem Solo mächtig ab. "Bohemian Rhapsody", einer der neuen Songs bei Guitar Hero: Warriors of Rock (WoR) hat sofort alle Sympathien auf seiner Seite.



Die beiden anwesenden Entwickler von Neversoft sind guter Dinge - was nicht nur an der Whiskey-Kollektion liegen dürfte, die hinter ihnen die Regale ziert. Sie präsentieren mit stolz geschwellter Brust den neuen Storymodus, der das Motto des Spieles verbreitet wie kein anderer: "Over The Top Fantasy Rock". Das bezieht sich vor allem auf die Geschichte, die in Sachen Abgedrehtheit deutlich in Richtung des Metal-Abenteuers Brütal Legend gehen soll. Begleitet von weisen Sprüchen aus dem gut bezungten Mund von KISS-Bassist Gene Simmons übernimmt man die Musikwaffen von acht Polygon-Rockern - der größte Teil davon aus der Serie bekannt, der einzige bislang enthüllte Neuzugang ist die Rockerin Echo Tesla. Jede Figur bekommt ein eigenes Kapitel mit einem knappen Dutzend Songs, die sich inhaltlich am Wesen des entsprechenden Schrammlers orientieren. Jeder davon hat ganz spezielle Eigenschaften, die für spielerische Abwechslung sorgen sollen: Johnny Napalms Multiplikator füllt sich z.B. schneller auf, Echo Tesla bekommt nach ihrer Verwandlung zu "Warrior Echo" nach zehn zusammenhängend getroffenen Noten 10% mehr Starpower, kann diese Anzeige also schneller auffüllen.

"Send shivers down my spine, body's aching all the time"

Die Verwandlung der normalen Gitarrenhelden zu Rock-Kriegern ist ein Kernpunkt der Story. Hat man eine bestimmte Anzahl Songs in einem Kapitel gemeistert und eine entsprechende Anzeige aufgefüllt, wird der Held/die Heldin transformiert - in ein teilweise sehr bizarres Metal-Biest! Danach spielt man noch die eine oder andere schwerere Zugabg, bevor es zum nächsten Rocker geht. Hat man die Story mit allen beendet, übernimmt man die Rolle des Rock-Halbgottes (einmal mehr gesprochen von Gene Simmons): Dieser kombiniert nicht nur alle Spezialkräfte der anderen Figuren, sondern es erwarten einen auch die härtesten Songs - die Entwickler versprechen sieben bis acht Tracks der Härtemarke "Through the Fire and Flames"! Generell soll WoR wieder zum Anspruch der ersten beiden Spiele der Serie zurück kehren, nachdem man zwischendurch teilweise sehr casualig wurde (was in Band Hero seinen Tiefpunkt fand). Auch die Musikauswahl orientiert sich eher am Freund schneller, dreckiger Gitarren - "Bohemian Rhapsody" soll eine der wenigen poppigen Ausnahmen sein. Das merkt man auch daran, dass die Entwickler bei der Wahl der Songs das Schrammeln in den Fokus setzten. Natürlich kann und soll man nach wie vor auch trommeln und singen, aber der Schwerpunkt liegt wieder auf Gitarre und Bass. Apropos Gitarre: Es gibt wieder eine neue, und die kommt, je nachdem wo man das Spiel kauft, in zwei Varianten daher - einmal als KISS-kompatible Axt, einmal im sytlischen Feuerdesign. Diese Außenhülle lässt sich abnehmen und tauschen, die gesamte Spielelektronik befindet sich dieses Mal im Klampfenhals. Das bedeutet auch, dass kein Platz mehr für das berüchtigte Touchpad war, das konsequenterweise entfernt wurde - und mal ehrlich, das hat eh noch nie einer wirklich gebraucht, oder?



Innerhalb der Story geht es nicht um möglichst hohe Scores oder das Gewinnen von vielen Fans, sondern einzig und allein um Sterne. Wie bei GH5 kann man mit normaler Spielweise bis zu sechs davon verdienen, aber da ist noch lange nicht Schluss - als Halbgott ist es möglich, unter Einsatz aller Extras und mit perfekter Expert-Spielweise bis zu 40 Sterne pro Lied einzusacken, die weitere Rocker und allerlei Boni freischalten. Jeder neue Rocker wird mit einer ausführlichen Echtzeit-Cutscene vorgestellt, auch die Verwandlung zum Rockbiest wird aufwändig visualisiert.

"Good-bye, everybody - I've got to go!"

Das zentrale Thema von Guitar Hero 5 war das gemeinsame Spielen, was seinen Höhepunkt im unverändert großartigen Party-Modus sowie teilweise sehr kreativen Multiplayermodi fand. Auch in WoR soll möglichst viel in der Gruppe gerockt werden - so kann man zusammenarbeiten, um möglichst viele Sterne zu verdienen. Es gibt auch spezielle Herausforderungen für jeden Song, jeweils 13 pro Lied. Die orientieren sich an ihren Kumpels aus GH5 und Band Hero, bieten aber einen größeren Variantenreichtum. Außerdem gibt es spezielle "Power Challenges", in denen die Spezialkräfte der Rocker zum Einsatz kommen. Online gesellt sich ein interessanter Kniff zum Spaß: Man kann einsehen, welche Herausforderungen die eigenen Freunde bereits gemeistert haben. Diese kann man nun gezielt ebenfalls angehen - überbietet man sie, darf man dem Besiegten auch noch eine hämische Nachricht zukommen lassen.

Will man einfach nur schrammeln, ist man im Quickplay-Modus wohl am besten aufgehoben: Hier kann man unter allen vorhandenen Songs wählen, wobei fleißig importiert werden darf. Alle bereits in GH5 und Band Hero verfügbaren Tracks können genutzt werden, ebenso alle bislang gekauften Lieder - macht summa summarum eine Liste mit mehr als 500 Einträgen. Da bei so einer Masse die Übersicht schwer zu wahren ist, wurde die Sortierfunktion komplett umgearbeitet; die Songs dürfen nach etlichen Parametern geordnet werden. Im schnellen Spiel steigt man außerdem mal wieder im Rang auf - das ist nicht nur für den Online-Vergleich wichtig, sondern schaltet auch Boni wie Konzeptgrafiken frei. Außerdem gibt es noch eine gute Nachricht für alle Starpower-Taktiker: Endlich wird angezeigt, an welcher Stelle des Songs man sich gerade befindet!

gc-Eindruck: sehr gut


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