BioShock Infinite: gc-Eindruck: Auf, auf und davon! - 4Players.de

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Science Fiction-Shooter
Entwickler: Irrational Games
Publisher: 2K Games
Release:
26.03.2013
kein Termin
26.03.2013
26.03.2013
16.09.2016
Q4 2014
06.09.2016
Test: BioShock Infinite
92

“Trotz des schärferen Bildes am PC erleben auch Konsolenspieler ein faszinierendes Abenteuer vor einer bildgewaltigen Kulisse!”

 
Keine Wertung vorhanden
Test: BioShock Infinite
92

“Rasante Action in luftiger Höhe, eine vielschichte Erzählung und eine bemerkenswerte Hauptfigur: ein Ausnahmespiel!”

Test: BioShock Infinite
92

“Trotz des schärferen Bildes am PC erleben auch Konsolenspieler ein faszinierendes Abenteuer vor einer bildgewaltigen Kulisse!”

 
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Leserwertung: 88% [18]

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BioShock Infinite
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gc-Eindruck: BioShock Infinite

BioShock Infinite (Shooter) von 2K Games
BioShock Infinite (Shooter) von 2K Games - Bildquelle: 2K Games

Steampunk statt Wirklichkeit

1880: Die Vereinigten Staaten sind vom Bürgerkrieg zerrüttet. Doch aus der Katastrophe entsteht ein neues Amerika. Die Jahre vergehen, Elektrizität wird nutzbar gemacht, ihre Energie speist neue Maschinen. Flugzeuge erobern den Himmel, Amerika nimmt am Wettlauf um die Eroberung von Kolonien teil. Aber die USA wollen nicht nur mitspielen. Sie wollen dem Rest der Welt ihre unvergleichliche Größe vor Augen halten. Zum Mond kann es zwar noch nicht gehen - hoch hinaus will das Land der unbegrenzten Möglichkeiten trotzdem. Und so bauen die besten Wissenschaftler eine Stadt namens Columbia.

Das Besondere an Columbia: Die Stadt schwebt in den Wolken. Ähnlich der Titanic gleitet das dekadente Bollwerk am Himmel entlang, getragen wird Columbia offenbar von riesigen  Heißluftballons. Als "eine Art Todesstern" beschreiben sie die Entwickler während der gamescom-Präsentation. Aber dann geschah etwas, das die Entwickler einen "gewaltigen Zwischenfall" nennen, aber nicht näher erläutern. Daraufhin verschwindet die Wolkenstadt jedenfalls - fortan erzählen lediglich Gerüchte noch von gelegentlichen Sichtungen. Und noch etwas ist passiert: Eine Dame namens Elizabeth wird seit ihrer Kindheit in Columbia festgehalten.



Das viktorianische Paradies?

1912, Auftritt Booker DeWitt: Der raubeinige Haudegen war einst Mitglied der Pinkertons, einer privaten Sicherheitstruppe, die damals u.a. zum Schutz Abraham Lincolns diente. Jetzt ist es also an Booker, Elizabeth aufzuspüren, was ihm scheinbar auch recht schnell gelingt. Denn in den gezeigten Spielszenen war er bereits mit der Lady unterwegs.

Zu Beginn der gc-Demo musste er seinen Weg aber noch alleine finden: Booker scheint in einer Straße zu erwachen, deren sorgfältig angeordnetes Pflaster einen gleichmäßigen Bogen zwischen engen Bürgersteinen spannen. Festes Gebälk stützt die sauberen Steine sauberer Wohnhäuser. Eiserne Verschläge schützen Türen und Rahmen. Booker macht einige Schritte in Richtung eines in gleißende Sonne getauchten Platzes, da stampfen ungewöhnlich mächtige Pferdehufen auf ihn zu. Sekunden später trottet ein mechanisches Pferd mit schweren Schritten an ihm vorbei. Ähnlich wie in Rapture wirkt das alles irgendwie vertraut - und ungemütlich fremd zur gleichen Zeit. Und ähnlich wie in Rapture wirken die Straßen Columbias auf den ersten Blick wie verlassen.

Aber die ausgestorbene Idylle lässt Booker nicht lange allein. Hoch über ihm beginnt plötzlich ein auf Heißlufballons schwebender Häuserkomplex zu torkeln und kippt so gefährlich zur Seite, dass die Spitze eines Kirchturms abbricht. Denn Columbia besteht nicht aus einem Stück. Vielmehr ist die Stadt aus zahlreichen Plattformen aufgebaut, die durch Gondeln miteinander verbunden sind. Die gußeiserne Glocke der Kirchturmspitze prallt direkt vor Booker aufs Pflaster. Die angespannte Stimmung  entlädt sich jetzt in teilweise verstörenden Bildern, wenn eine Frau seelenruhig die Schwelle ihrer Tür fegt - während ihr Haus lichterloh brennt. Booker betritt schließlich einen weiteren offenen Platz. Wo die Straße auf einen weißen Pavillon zuführt, sitzt ein Mann mit gesenktem Kopf auf einer Parkbank. Zu seinen Füßen hat sich ein Schwarm Raben versammelt. Man hört, wie sich ein Redner von dem Pavillon aus politisch-kämpferisch echauffiert. Seine Zuhörer sind leere weiße Bänke. Dahinter geht es in die Tiefe.

Die Vögel

Als Booker auftaucht, eskaliert die Situation: Der Redner zieht eine Waffe, der Rabenmann schält sich aus dem Hintergrund und dirigiert seine Vögel zum Angriff. Letzteren wirft der Entwickler kurzerhand über das Geländer - der Tropf verendet auf dem Dach einer Gondel. Dann zieht Booker seine Schrotflinte und zielt auf den Redner, der sich daraufhin zurückzieht. Genauer gesagt hängt er sich mit einem einfachen Haken an eine Art Achterbahnschiene und überbrückt im Handumdrehen mehrere hundert Meter. Die Animationen erinnern trotz einer laut Ankündigung neuen Technik frappierend an die der zwei BioShocks. Sobald er angekommen ist, dreht der Redner ein riesiges Kanonenrohr in Richtung Booker und feuert...



Selbst die gewaltige Linse des Scharfschützengewehrs erweist sich hier als wenig wirkungsvoll; dem ehemaligen Pinkerton bleibt nur die Flucht nach vorn. Per Telekinese "zieht" er deshalb den Haken des toten Rabenbeschwörers vom Dach der Gondel zu sich hoch und die E3-Präsentation schwebt binnen weniger Sekunden einen halben Rapture-Level nach unten. Weil das Kanonenrohr seines Feindes selbst aus unmittelbarer Nähe auf ihn feuert, flieht Booker in ein Restaurant direkt neben ihm. Schade, dass die ersten Spielszenen ein ähnlich verlassenes Columbia zeigen wie es der ansonsten namenlose Jack etwa 50 Jahre später unter Wasser vorfindet. Ich hatte mir erhofft, dass auch ein BioShock in einer lebendigen Welt spielen könnte, anstatt immer wieder verlassene Schiffe zu betreten. Als Booker in dem Restaurant ankommt, sieht es zunächst auch danach aus, denn die zahlreichen Gäste sitzen ruhig an ihren Plätzen. Sobald der Entwickler aber das Feuer auf den hereinstürmenden Redner eröffnet, stürzen sich Gäste und Barkeeper wie Fliegen auf den Protagonisten.

Kombokräfte

In den Kampfszenen zeigt sich, dass sich auch Booker DeWitt neben der Telekinese Elektrizität zunutze machen kann. So kommt es zu einem vertrauten Schlagabtausch, in dem mal gefeuert, mal mit übernatürlichen Kräften hantiert wird. Sind es solche Kräfte, wegen er Elizabeth zwölf Jahre lang in Columbia festgehalten wurde? Die Gesuchte steht Booker nämlich kurz darauf bei, als sie eine vielleicht zehn mal zehn Meter große Regenwolke über einer weiteren Gruppe Gegner beschwört. BioShock-Veteranen können es sich vielleicht denken: Während die Columbianer klitschnass geregnet werden, macht ein einziger Blitz ihrem Angriff ein jähes Ende.

Elizabeth bleibt an der Seite ihres... Retters? Sie wird ihn über große Strecken begleiten, wie mir der Lead Artist im Interview bestätigt. Man muss allerdings nicht ständig um ihr Leben fürchten. Stattdessen soll sie mit ihren mächtigen Kräften immer wieder ähnliche Möglichkeiten wie die der Regenwolke schaffen, die man nutzen oder ignorieren darf. U.a. kann sie Gegenstände aus der Umgebung zu einer heißen Kugel zusammenpressen, die Booker per Telekinese auf einen oder mehrere Feinde feuern könnte. Die Entwickler wollen das Zusammenspiel zwischen den Kräften der Natur noch stärker betonen - ein sinnvoller Gedanke! Immerhin kümmert sich BioShock-Vater Ken Levine um Infinite, während der zweite Teil bei 2K Marin entstand. Entsprechend gespannt bin ich darauf, wie er seine Welt spielerisch und inhaltlich erweitern will. Umso bedauerlicher ist es, dass es bislang nur das Versprechen gibt, dass sich die "Regeln des BioShock-Universums ändern werden." Ein großes und wichtiges Versprechen - dass während der Präsentation und im folgenden Interview aber lediglich durch den neuen Schauplatz, zwei weitere Kräfte und ein Scharfschützengewehr schwach angedeutet wurde.



Der große mechanische Vater?

Auf Nachfrage erfuhr ich immerhin, dass Columbia natürlich offener als Rapture sein und das Verhältnis aus freiem Erkunden und rotem Faden in etwa den Vorgängern gleichen werde. Ob das Abenteuer ähnlich wie BioShock bereits in Columbia oder mit der Suche nach der mysteriösen Wolkenstadt beginnt, wollte der Lead Artist aber ebenso wenig beantworten wie er den erzählerischen Zusammenhang zwischen den ersten beiden Teilen und Infinite erklären durfte. Als "Prequel" wollte er Infinite jedenfalls nicht beschreiben. Es gibt allerdings mehr Waffen und Fähigkeiten als zuvor - keine Informationen gibt es hingegen zur Charakterentwicklung und zum Aufrüsten der Waffen.

Die Präsentation endete schließlich mit einem Paukenschlag, als die beiden Flüchtlinge vor einer Brücke ankommen. Mit dicken Nieten beschlagene Stahlträger erstrecken sich dort über einen weiteren Abgrund, doch ein zwei Mann hoher mechanischer Kämpfer, dessen Kopf wie der eines ehemaligen Menschen wirkt, versperrt ihnen den Weg. Ein beinharter Kampf entbrennt, bevor Elizabeth erneut eine riesige Kugel erschafft, mit dem Booker die Brücke zum Einsturz bringt. Der Mechanoid klammert sich verzweifelt fest, doch sein Gewicht zieht ihn Stück für Stück in die Tiefe. Dann lässt das große Gesicht mit einer Mischung aus Entsetzen und Traurigkeit endlich los. Hat da jemand "Big Daddy!" gerufen? Noch nicht! Denn es war nicht der eiserne Frankenstein, vor dem sich Booker fürchten muss. Es war "das da", zeigt Elizabeth in die Ferne. Ein gigantischer mechanischer Adler fliegt dort heran und reißt einen Teil des Daches herunter, auf dem er sich niederlässt. Sein effektvoller Flug in die Kamera beendet aber wenige Sekunden später die Präsentation.

Ich bin mir sicher, dass BioShock Infinte das Zeug zu einem hervorragendem Abenteuer hat! Die Wolkenstadt Columbia sieht beeindruckend aus - die verklärte viktorianische Idylle in Verbindung mit vorschnellem industriellen Fortschritt wirkt einzigartig. Spielerisch ist ein Ausbau der Kräfte zudem nur logisch, zumal die Entwickler nicht nur auf die Menge an Fähigkeiten verweisen, sondern deren Zusammenspiel in den Vordergrund rücken. Nicht zuletzt sind auch die in der Präsentation gezeigten Ereignisse um den Spieler herum ein wichtiger Fortschritt im Vergleich zu den gelegentlichen Monologen der Rapture-Bewohner. Davon abgesehen zeigte 2K Infinite bis jetzt lediglich ein BioShock in einer anderen Zeit, einschließlich drei neuer Fähigkeiten und einer neuen Waffe. Zur Charakterentwicklung gibt es noch keinerlei Informationen, nicht einmal Andeutungen zu wichtigen spielerischen Änderungen erlauben sich die Entwickler und es ist schade, dass Columbia dem Anschein nach nur ein weiteres praktisch ausgestorbenes Denkmal für menschliches Scheitern ist. Ist es nicht langsam an der Zeit, innerhalb eines so imposanten Denkmals auch die Geschichte derjenigen zu erzählen, die sich nicht wie räudige Köter auf den Eindringling stürzen?

gc-Eindruck: gut

Zum BioShock Infinite-Trailer


Kommentare

Fuma schrieb am
Irgendwie kommt mir das alles so bekannt vor, is ja das gleiche wie teil 1 und 2 nur in der luft O-o weiß ned hätt gern mal was neues gehabt...
RPG-Gamer schrieb am
Sarnar hat geschrieben:
Bedameister hat geschrieben:Klingt ja schon vielversprechend. Aber erstaunlich dass man jetzt schon so viel von dem Spiel zu sehen bekommt obwohl es noch 2 Jahre dauert.
Man 2 Jahre wie halte ich das nur aus :o
Naja mit der Warterei hab ich mich schon abgefunden, denn es läuft doch immer gleich: Man freut sich, dass das Spiel endlich da ist und spielts an einem Abend gleich mal durch (bei mir zumindest so). Und wenns dann keinen anständigen Multiplayer hat, heißts nur: NEXT!^^
Echt?ich lege immer noch mehr Wert auf nen Singleplayer als auf enn MP:bei mir muss es ne gute story sein,wenn kein MP dabei ist,stört mich nicht.Wie zb bei lost odyssee
Jazzdude schrieb am
superboss hat geschrieben:Klingt doch durchaus interessant.
Aber bitte weniger( Oder besser Gar keine) von diesen nervigen Gegnern , die sich immer mit diesem Psycho Gequatsche ankündigen müssen. Und allgemein weniger Wahnsinn.
Ein bisschen verstörende Atmo ist ja cool...aber wenns zuviel wird, tu ich mir das nicht an.
Und Mehr Abwechslung wäre auch cool.
Genau deshalb hab ich Bioshock gespielt! Der Wahnsinn hat das Spiel schön von der anderen Masse abgehoben. Tut mir jetzt leid, aber ich hoffe, dass sie deiner Bitte nicht nachgehn ;)
Bioshock ohne Wahnsinn wäre wie GTA ohne Fahrzeuge!
Sarnar schrieb am
Bedameister hat geschrieben:Klingt ja schon vielversprechend. Aber erstaunlich dass man jetzt schon so viel von dem Spiel zu sehen bekommt obwohl es noch 2 Jahre dauert.
Man 2 Jahre wie halte ich das nur aus :o
Naja mit der Warterei hab ich mich schon abgefunden, denn es läuft doch immer gleich: Man freut sich, dass das Spiel endlich da ist und spielts an einem Abend gleich mal durch (bei mir zumindest so). Und wenns dann keinen anständigen Multiplayer hat, heißts nur: NEXT!^^
Bedameister schrieb am
Klingt ja schon vielversprechend. Aber erstaunlich dass man jetzt schon so viel von dem Spiel zu sehen bekommt obwohl es noch 2 Jahre dauert.
Man 2 Jahre wie halte ich das nur aus :o
schrieb am

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