BioShock Infinite: Inspiration und Beschützen - 4Players.de

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Science Fiction-Shooter
Entwickler: Irrational Games
Publisher: 2K Games
Release:
26.03.2013
kein Termin
26.03.2013
26.03.2013
16.09.2016
Q4 2014
06.09.2016
Test: BioShock Infinite
92
 
Keine Wertung vorhanden
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BioShock Infinite: Inspiration und Beschützen

BioShock Infinite (Shooter) von 2K Games
BioShock Infinite (Shooter) von 2K Games - Bildquelle: 2K Games
Ein Interview mit Ken Levine von Irrational Games wurde im PS.Blog veröffentlicht. Der Creative Director von BioShock sprach u.a. über das Beschützen von Charakteren als Hauptthema in BioShock-Spielen und äußerte sich ebenfalls zu den Inspirationen für BioShock Infinite.

PS.Blog: "Und doch scheint Beschützen ein Hauptthema in BioShock-Spielen zu sein. Ist das eine bewusste Design-Entscheidung?"

Ken Levine: "(...) Es gibt Big Daddies und Little Sisters und eine Art beschützende Beziehung. Bei BioShock Infinite ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass ihr nicht ständig Elizabeth eskortiert - sie kann allein auf sich aufpassen und ist eher eine Partnerin auf eurer Mission. Aber im Kampf zählt sie auf eure Erfahrung. Sie hat nie gekämpft, doch Booker hat eine harte Vergangenheit und viel Kampferfahrung.

Beschützen ist eine der nobelsten Taten, die wir füreinander tun können, und solche Beziehungen können in Spielform wundervoll sein. Seht euch nur den Moment an, wenn ihr in Ico zum ersten Mal das erste Mal Yordas Hand nehmt. In BioShock-Spielen erforschen wir gern diese Beziehungen, die gleichzeitig dunkle und helle Seiten haben können. Wenn ein Big Daddy eine Little Sister beschützt, beutet er sie auch aus, indem er sie ADAM sammeln lässt. Wenn Booker Elizabeth in BioShock Infinite findet, ist sie in diesem Turm mit Songbird eingesperrt, der ihre einzige Gesellschaft, aber auch ihr Gefängniswärter ist. Das sind die herausfordernden Beziehungen, in die wir hineingezogen werden."


(...)

PS.Blog: "BioShock wurde von Ayn Rands 'Atlas wirft die Welt' ab inspiriert. Gibt es in BioShock Infinite einen bestimmten philosophischen oder literarischen Einfluss?"

Ken Levine: "Ich lese viel über Geschichte. Mein Interesse für das 19. Jahrhundert wurde durch das Buch Der Teufel von Chicago von Erik Larson geweckt, das während der Weltausstellung von 1893 spielt. Für mich ist diese Zeit die umwälzendste der Geschichte, weil all diese Technologien ins Spiel kamen: Radio, Film, Elektrizität, Autos - die Massenproduktion im Allgemeinen. Daneben kam es zu sozialen Umwälzungen wie Wahlrecht, Arbeiterbewegungen, der Beginn der Bürgerrechtsbewegung - dieser ganze Aufruhr ließ einen spüren, dass die alte Ordnung stürzen würde.

Man muss sich nur ansehen, was in der Wissenschaft durch Heisenberg, Einstein und Max Planck geschah. Sie entdeckten, dass das Universum viel komplexer ist, als man dachte. Und bis zum heutigen Tag arbeiten wir noch an den Schlussfolgerungen aus ihren Entdeckungen.

Im ursprünglichen BioShock trafen wir auf Crick & Watson und deren Entdeckung der Genetik. In BioShock Infinite konzentrieren wir uns mehr auf die Welt der Physik, die wir durch Elizabeth, die ihr Universum manipulieren kann, ins Spiel bringen. Wir sehen uns immer die technologischen, wissenschaftlichen, sozialen und kulturellen Veränderungen an, die in jeder von uns behandelten historischen Periode stattfinden, und versuchen, diese in unsere Geschichten zu integrieren.

Ursprünglich konzipierten wir das Spiel als einen Kampf zwischen einer technologischen und einer technikfeindlichen Bewegung. Das funktionierte aber nicht, denn in der Realität konnten sich die Technikgegner nie wirklich durchsetzen. Und somit fehlte uns die Quelle der Inspiration. Herausgekommen ist schließlich der Konflikt zwischen den Founders, einer ultra-nationalistischen Gruppe, die die führende Macht in Columbia ist, und der Vox-Populi, einer internationalen Arbeiterbewegung, die gegen die Founders kämpft und alle reichen Leute aus ihrem Stadtteil vertreibt.

Der wirkliche Konflikt dieser Zeit - und vielleicht auch unser heutigen Zeit - ist die Kluft zwischen extremem linkem und rechtem Nationalismus auf der einen und einer anti-kapitalistischen Bewegung auf der anderen Seite. In unseren Spielen vertreten wir niemals eine bestimmte politische Richtung und versuchen, mehr Fragen zu stellen als zu beantworten. Wir zeigen die extremen Enden des Spektrums.

Probleme entstehen, wenn man der Realität nicht erlaubt, Einfluss auf die eigene Ideologie zu nehmen. Das trifft auch auf Andrew Ryan zu - wenn man nicht von seinem Buch hochschaut und sieht, was ringsherum geschieht, steckt man in Schwierigkeiten."


Das komplette Interview findet ihr hier.

Quelle: PS.Blog
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Kommentare

FreshG schrieb am
Ich bin sowas von gespannt drauf. Ich glaube das wird Story technisch ein Meilenstein der Gamingszene!
No Cars Go schrieb am
TheGame2493 hat geschrieben:Das in Bioshock wirklich so ein tiefer Sinn steckt, hätte ich gar nicht gedacht. Und das sich Ken Levine und sein Team soviel Gedanken über das Spiel machen, finde ich sehr bemerkenswert.
Dann schau dir bitte mal ein Let's Play der nur ersten Viertelstunde von BioShock an.
crewmate schrieb am
Hinter vielen Spielen, auch Mainstreamspielen, steht ein solcher Gedanke,
aber er wird meist im Produktionsprozess zum Fenster rausgeschmissen.
"Bei BioShock Infinite ist es wichtig, darauf hinzuweisen,
dass ihr nicht ständig Elizabeth eskortiert -
sie kann allein auf sich aufpassen
und ist eher eine Partnerin auf eurer Mission.
"
Ich hab gerade spontan Tischfeuerwerk angezündet, das Levine und company einfach so das Escort-Mission Problem lösen. War das so schwer, Spieleentwickler?
TheGame2493 schrieb am
Das in Bioshock wirklich so ein tiefer Sinn steckt, hätte ich gar nicht gedacht. Und das sich Ken Levine und sein Team soviel Gedanken über das Spiel machen, finde ich sehr bemerkenswert.
schrieb am

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