Ridge Racer: Unbounded: E3-Eindruck: Neues Erwachen? - 4Players.de

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Arcade-Racer
Publisher: Namco Bandai
Release:
30.03.2012
30.03.2012
30.03.2012
Test: Ridge Racer: Unbounded
58
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Leserwertung: 76% [1]

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Ridge Racer: Unbounded
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E3-Eindruck: Ridge Racer Unbounded

Ridge Racer: Unbounded (Rennspiel) von Namco Bandai
Ridge Racer: Unbounded (Rennspiel) von Namco Bandai - Bildquelle: Namco Bandai
Crash-Orgien, in denen man nicht nur die Fahrzeuge von Konkurrenten in ihre Einzelteile zerlegt, sondern auch die Umgebung gezielt zerstört. Trigger, mit denen man auf Knopfdruck ein kleines Chaos wie einstürzende Gebäude veranstalten oder gezielt Abkürzungen nutzen kann.

Auf die Plätze, fertig, Gas!
Auf die Plätze, fertig, Gas!
Das klingt vielleicht nach Burnout. Oder Split Second. Aber es klingt ganz bestimmt nicht nach Ridge Racer! Fans der Serie müssen sich auf einiges gefasst machen, denn der neue Entwickler Bugbear nutzt die Gunst der Stunde für ein radikales Umkrempeln und lässt dabei ganz offensichtlich seine Erfahrungen aus Flatout einfließen. Tatsächlich stellt sich schnell der Eindruck ein, als habe man die Offroad-Pisten einfach gegen die asphaltierten Straßen der fiktiven Metropole Shadow Bay ausgetauscht.

Füllte man in der Vergangenheit mit spektakulären Drifts noch die Nitro-Anzeige, wächst hier die Leiste für die Zerstörungs-Power. Ist sie gefüllt, lässt sie sich auf Knopfdruck entladen, indem man z.B. bewusst einen Brückenfeiler rammt oder direkten Verfolgern Fallen (z.B. in Form von getriggerten Trümmerfeldern) stellt. Insgesamt kämpfen acht Fahrer um den Sieg, wobei auch zivile Sonntagsfahrer auf der Strecke herumtuckern. Dabei besteht jeder der Boliden aus 50 Teilen, die u.a. verformt oder zerkratzt werden können. Der Schaden der fiktiven Autos bleibt jedoch rein kosmischer Natur.

Bugbear möchte auf jeden Fall den generellen Arcade-Touch der Serie beibehalten, aber den Spielablauf bewusst aggressiver gestalten. Gleichzeitig will man den Spieler so oft wie möglich von der normalen Straße herunter bringen, indem man den ihn bewusst durch Gebäude, Mauern oder andere Schauplätze abseits des Asphalts brettern lässt. Ein krasser Gegensatz zu den Vorgängern, in denen das Verlassen der Strecke in der Regel keine so gute Idee war.

Die Technik wirkt im jetzigen Pre-Alpha-Stadium solide: Das Geschehen läuft bereits recht flüssig, doch reicht die grafische Qualität noch nicht an Burnout Paradise oder Split Second heran. Beim HUD verfolgt man einen innovativen Ansatz im Stil von Splinter Cell: Conviction, der hier aber nur bedingt funktioniert: Informationen wie die aktuelle Position oder Punktzahlen werden nicht statisch auf dem Bildschirm angezeigt, sondern direkt in die Kulissen eingebettet. So steht z.B. an einer der nächsten Leitplanken eine Info wie "Position 2 von 8". Der Nachteil an dem System ist gerade in letzterem Fall allerdings, dass die Einblendung erst nach einem gewissen zeitlichen Abstand auf dem Bildschirm erscheint und deshalb teilweise schon gar nicht mehr aktuell ist.

Bremsen? Driften!
Bremsen? Driften!
Zu Plänen bezüglich des Mehrspielermodus hüllen sich die Entwickler derzeit noch in Schweigen. Allerdings scheinen sie nach Alternativen zu klassischen Online-Rennen Ausschau zu halten, weil ihrer Meinung nach bei direkten Duellen über das Internet zu schnell Frust entstehen kann, weil Racing-Experten für Gelegenheitsspieler quasi unbesiegbar sind. Lösung soll wohl ein System sein, das so ähnlich funktionieren wird wie EAs Autolog - auch eine Hotseat-Funktion ist denkbar, doch steht dahinter noch ein genau so großes Fragezeichen wie hinter einer Splitscreen-Option.

Für Stirnrunzeln sorgte die Ankündigung, dass Shadow Bay nicht der einzige Schauplatz von Unbounded sein wird. Stattdessen sollen über 1000 (!!!) weitere Städte bereist werden können. Im kurzen Preview-Trailer fiel allerdings auf, dass sich die Städte doch sehr ähnlich sahen und beim Laden mit dem Hinweis "kreiert von [Name]" versehen wurden. Das riecht für mich stark nach einem recht oberflächlichen Editor, der da anscheinend integriert sein wird - man wird sehen.

Unbounded scheint ein netter Arcade-Racer zu werden. Die Zerstörungs- und Triggerorgien wecken umgehend Erinnerungen an die ebenfalls destruktiv angehauchte Burnout-Serie oder Split Second, auch wenn man den genannten Beispielen momentan noch etwas hinterher fährt. Spaßig sieht es trotzdem aus. Doch über eines muss man sich im Klaren sein: Mit dem Ridge Racer, wie wir es kennen und lieben, hat das alles nichts zu tun! Fans, die eine klassische Fortsetzung erwarten, dürften deshalb aus allen Wolken fallen. Ich finde, dass sich das Gezeigte eher für eine neue Marke angeboten hätte, denn zur Ridge Racer-Reihe will es einfach nicht passen. Aber mit irgendetwas muss man die Käufer ja anlocken, auch wenn es nur der Name ist. Zumindest zeichnet sich ab, dass Namco Bandai gute Arcade Racer-Qualität bieten wird - auch wenn sie inhaltlich anders ausfällt wie erwartet.  

E3-Eindruck: gut

Kommentare

dcc schrieb am
Das Problem an solchen Spielen ist einfach, dass wenn man Ridge Racer liest, man auch gerne Ridge Racer hätte und nicht irgend ein anderes Spiel mit dem selben Namen....
roman2 schrieb am
Klingt doch alles nicht schlecht. Mit S/S hatte ich zumindest viel Spass, auch wenn ich das Fahrzeugverhalten (gerade bei Drifts) sehr gewoehnungsbeduerftig fand. Burnout Paradise beispielsweise war da deutlich intuitiver und kontrollierbarer.
Bin mal gespannt, wie sich der Titel entwickelt.
schrieb am

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