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Nintendo: Iwata über Free-to-Play & Spielewert

Nintendo (Unternehmen) von Nintendo
Nintendo (Unternehmen) von Nintendo - Bildquelle: Nintendo
Wie schon andere Vertreter des Unternehmens zuvor hatte Nintendo-Präsident Satoru Iwata auf der GDC 2011 betont, man müsse die Wertigkeit von Spielen bewahren. Indirekt hatte sich das Unternehmen dabei oft auch auf die Preise in Apples AppStore oder im Android Markt bezogen, ohne das Kind jedoch beim Namen zu nennen.

Im Rahmen der jüngsten Fragerunde blickt Iwata nochmal zurück und merkt an:

Nach der Rede könnte es leider das Missverständnis gegeben haben, dass es darum ging, dass Qualität wichtiger als Quantität ist, oder dass ich möglicherweise Social- und Mobile-Plattformen und die dafür verfügbaren Spiele kritisiert habe, was nicht meine Intention war. Meine Intention war es, den Entwicklern die Botschaft zu vermitteln, dass die Frage des Wertes, den ein Kunde einem Spiel beimisst, etwas ist, mit dem wir als Entwickler sehr vorsichtig umgehen sollten. Sollten wir das nicht, dann wird es sehr schwierig werden, die Branche weiterhin aufrechtzuerhalten.

Das Thema greift Iwata auch in einem anderen Interview auf:

Nintendo ist eine Firma, die versucht, den Gesamtwert von Spielen zu bewahren. Wenn Nintendo von den Kunden verlangt, mehr Geld zu zahlen als bei anderen Plattformen, dann ist es Nintendos Aufgabe, einen Gegenwert zu liefern, für den die Leute zu zahlen bereit sind. Um das zu machen, müssen wir einzigartig und unnachahmbar bleiben. Etwas Neues, etwas Spaßiges, etwas Überraschung.

Wenn wir einfach sagen würden, dass wir nur mehr Produkte verkaufen können, indem wir den Preis senken, dann sähe die Zukunft nicht sehr rosig aus und die gesamte Branche bricht zusammen. Wenn wir uns das gesamte Freemium-Prinzip [Free-to-play - Anm. d. Red.] anschauen, dann ist nicht immer so, dass alle damit glücklich sind. Nur manche wollen zahlen, während viele überhaupt nichts für Spiele zahlen. Nintendo ist daran nicht interessiert.


Sollte der Hersteller jemals etwas Vergleichbares anbieten wollen, dann würde man sich einen völlig neuen und einzigartigen Kontext ausdenken.  Nintendo wolle aber keine kostenlose Spiele anbieten, da der Wert von Software von den Kunden weiterhin geschätzt werden soll. Es gehe um die Wahrnehmung der Produkte durch den Kunden. Wenn man den Wert von Software zerstöre, dann könne sich die Branche davon nur schwerlich erholen. Natürlich gebe es einige erfolgreiche Beispiele für Werbung und Mikrotransaktionen - die Frage, ob das auch langfristig tragbar sei, könne er aber nicht beantworten. Er sei nicht willens, in jene Richtung zu gehen. NFree-to-play werde jetzt oft propagiert - nur weil viele Leute jetzt so denken würden, müsse das bei Nintendo aber noch lange nicht der Fall sein.

Zumindest bei Ubisoft dürfte man jene Anmerkungen etwas aufmerksamer verfolgen als anderswo: Der Publisher hatte auf der E3 auch eine Wii U-Version des einst für PC angekündigten Ghost Recon Online gezeigt und hofft eigentlich darauf, das dem Shooter zu Grunde liegende Free-to-play-Konzept auch in die Konsolenfassung hieven zu können. Man wisse, dass Nintendo modern sein will hinsichtlich verfügbarer Geschäftsmodelle. Zum jetzigen Zeitpunkt könne man aber noch nicht sagen, ob kostenlose Applikationen mit In-Game-Inhalten berücksichtigt werden.

Kommentare

crewmate schrieb am
Das Gefasel richtet sich nicht an Spieler, sondern an Investoren und Nintendo-Aktionäre, die in Free2Play einen Wachstumsmarkt sehen.
"Spieler" werden nicht aussterben, sie werden sich aber verändern. Die heranwachsenden Blagen, sagen wir die 8 jährigen, kennen nichts als das iphone und dessen Apps. Ich für meinen Teil erinnere mich nur wage an die zeit des Schnurtelefons. Sowas spielt auch eine Rolle. Ich freue mich auf die Preisdebatte, auch wenn sie wahrscheinlich nicht zu unseren Gunsten ausfällt. Die festpreise von 60ocken für eine Neuerscheinung ist veraltet. Kaum ein Spiel ist so viel Geld wert. Anderseits gibt es Spiele, die mMn ein kleines Vermögen wert sind.
JesusOfCool schrieb am
geht ja nicht darum, dass es alle tun. eine gewisse menge reicht schon aus um das ganze unwirtschaftlich zu gestalten.
wenn ich mir allerdings die verkaufszahlen zu spielen wie NSMBW und MKW anschau, dann braucht er so große angst wirklich nicht haben ^^'
SoulBlazer schrieb am
Ich finde es schon ein wenig lustig, wie ein Mann wie Iwata, so große Angst vor so kleinen Spielen haben kann :lol:
Glaubt er wirklich, das auf einmal alle Leute anfangen werden sich nur noch Minispiele für ihre Smartphones down zu loaden und die großen Spiele in den Regalen stehen bleiben? Und dadurch die gesammte Spieleindustrie zusammenbricht?
Das halte ich doch für äußerst unwahrscheinlich. Schade das er über seine Kunden, uns Spieler, so schlecht denkt. Wir sind ganz bestimmt nicht so Anspruchslos und können sehr wohl zwischen der Qualität von richtigen Spielen und Minispielen unterscheiden und genau darum geben wir auch so viel Geld für sie aus ^^
Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Wir Spieler werden schon nicht aussterben xD
greenelve schrieb am
Gentaro hat geschrieben:
Wenn wir einfach sagen würden, dass wir nur mehr Produkte verkaufen können, indem wir den Preis senken, dann sähe die Zukunft nicht sehr rosig aus und die gesamte Branche bricht zusammen.

Ist doch kein problem, kann man ausgleichen mit Altspiel-Recycling
Auf dem GameCube gabs Ocarina of Time noch umsonst zu nem spiel dazu, heute Zahlt man nochmal Vollpreis - wenn das die Zukunft ist,dann mal viel Spaß
Wobei der Zusatz von OoT bei Windwaker eine begrenzte Edition sein sollte. In Europa gabs das überall dazu :)
Wulgaru schrieb am
Crewmate hat geschrieben: Der Preisverfall der 3rd party Spiele ist für die kreativen ein Problem. Was springt denn dabei noch heraus. Gerade wenn ein Spiel das Geld wert ist.
Der ist ja auch bei den anderen Konsolen so vorhanden. Das ist ja der Sinn der Platinium-Reihe (und auch der Players-Choice): Preise auf einem immer noch recht hohem Niveau zu stabilisieren.
schrieb am

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