Nintendo: Wieder profitabel, aber unter den Erwartungen - 4Players.de

4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell. 4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell.
Unternehmen
Entwickler:
Publisher: Nintendo

Wie findest Du das Spiel?

Spielinfo Bilder Videos

Schnäppchen-Angebote

Stellenmarkt Jobbörse Jobware

Nachrichten

Folge uns

       

Nintendo: Wieder profitabel, aber unter den Erwartungen

Nintendo (Unternehmen) von Nintendo
Nintendo (Unternehmen) von Nintendo - Bildquelle: Nintendo
Vor einem Jahr hatte Nintendo erstmals seit 30 Jahren ein Geschäftsjahr mit einem Verlust abschließen müssen, den man insbesondere der ungeplanten Preissenkung des 3DS zu verdanken hatte. Das letzte Geschäftsjahr schlossen die Mannen um Satoru Iwata jetzt immerhin mit einem kleinen Gewinn von 7,1 Mrd. Yen ab, auch wenn man auf der operativen Ebene ein Minus von 36,4 Mrd. Yen (ca. 282 Mio Euro) hinnehmen musste. Der Umsatz betrug 635,4 Mrd. Yen (ca. 4,9 Mrd. Euro) und lag damit trotz einer neu veröffentlichten Konsole unter der Vorjahresmarke von 647,6 Mrd. Yen.

Damit lag das Unternehmen allerdings noch deutlich unter den ohnehin schon nach unten korrigierten Prognosen - Ende Januar war der eigentlich konservativ schätzende noch von einem Umsatz von 670 Mrd. Yen und einem Gewinn von 14 Mrd. Yen ausgegangen. Ursprünglich hatte man mal mit 820 Mrd. Yen und einem Gewinn von 20 Mrd. Yen kalkuliert.

Der 3DS und die Wii U hätten sich insgesamt schlechter verkauft als erwartet, so dann auch die Begründung. Die Heimkonsole wurde im letzten Quartal gerade mal 390.000 Mal verkauft und liegt jetzt bei einer Gesamthardwarebasis von 3,45 Mio. Exemplaren. Vor dem Verkaufsstart der Konsole war Nintendo noch davon ausgegangen, bis zum Ende des Geschäftsjahres am 30. März fünf Mio. Konsolen absetzen zu können. Der 3DS wanderte in den vergangenen drei Monaten 1,25 Mio. Mal über den Ladentisch und liegt jetzt bei insgesamt 31,09 Mio. Exemplaren. In den vergangenen 12 Monaten waren es 13,95 Mio. Einheiten. In Japan könne man recht zufrieden sein - in den westlichen Märkten sei der Absatz aber nicht so gut wie erhofft. Die Wii verkaufte sich 3,98 Mio. Mal.

Das Unternehmen nannte noch ein paar Softwarezahlen: New Super Mario Bros. 2 habe sich weltweit 6,42 Mio. Mal verkauft, Animal Crossing: New Leaf allein in Japan über drei Mio. Mal, Pokémon Black/White kommt mittlerweile auf 7,81 Mio. Einheiten. 

New Super Mario Bros. U und Nintendo Land verkauften sich 2,15 Mio. bzw. 2,6 Mio. Mal - letzteres wurde aber bekanntermaßen im Bundle mit der Premium Version der Konsole verkauft.

Hinsichtlich der Firmenstrategie gibt es keinerlei neuen Erkenntnisse: Wie schon in den Wochen und Monaten zuvor erklärt Nintendo die schwache Absatzperformance der Wii U mit dem aktuell mäßigen Softwareaufgebot. Durch die Veröffentlichung wichtiger Spiele wolle man dem System in diesem Jahr mehr Schwung verpassen und außerdem auch das Marketing verbessern, um die Kunden über "die überzeugende Natur unserer Hardware und unseren Service Miiverse" zu informieren. Durch Optimierungen in der Produktion will man außerdem endlich schwarze Zahlen mit der Hardware schreiben - derzeit nimmt Nintendo bei der Konsole einen kleinen Verlust in Kauf. Laut Reggie Fils-Aime ist man allerdings schon bei einem verkauften Spiel in der Gewinnzone.

Für das laufende Geschäftsjahr hat man sich mit einem Umsatz von 920 Mrd. Yen ein recht ambitioniertes Ziel gesetzt. Dabei geht man von einem Gewinn in Höhe von 55 Mrd. Yen aus.

Quelle: Nintendo Japan

Kommentare

Serious Lee schrieb am
Wenn der Vergleichswert da ist, oder eine Konsole potentielle Ausschlusskriterien an Bord hat wie kein HD (Wii) oder Always On (mutmaßlich neue XBox) kann und sollte man sich schon kritisch äussern. Kindergarten-Argumente wie "Meins ist besser als deins, weil ist meins" bringen aber niemanden weiter.
Kant ist tot! schrieb am
Keine Ahnung. Die Lust daran, ein System, welches man nicht besitzt, schlecht zu machen, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Egal ob das jetzt PS360 gegen Nintendo ist oder Playstation gegen XBOX, überall will der Eine dem Anderen erzählen, was denn alles so schlecht am Konkurrenten sei. Bei ganz krassen Fanboys könnte man wirklich meinen, sie hätten die Konsole selber gebaut, für die sie sich da rumstreiten.
Denkt man einen Schritt weiter, ist natürlich offensichtlich wie dumm das ist. Da wird sich doch tatsächlich vom Verbraucher Monopolismus gewünscht... :Vaterschlumpf:
Exedus schrieb am
Die Wii U bietet daneben halt noch was anderes, einzigartiges. Ich wünsche mir für die Entwicklung des Konsolenmarktes, dass sich alle gut verkaufen und nicht eine einzige zu dominierend wird.
So siehts aus, daher frage ich mich warum man denn noch eine konsole haben möchte die genau das gleiche bietet wie eine xbox oder PS
Kant ist tot! schrieb am
Eines muss ich mal klarstellen. Die Aussage, Monster Hunter sei Nische und kein Systemseller ist falsch. Die Wii U Verkäufe sind weltweit parallel zum Release von MH signifikant gestiegen. Ist natürlich trotzdem im Westen nicht so populär wie in Japan.
Die Aussage mit dem Mangel an westlichem Kram stimmt schon. Für mich persönlich ist das kein Problem, das ganze Gedöhns, das auf allen Plattformen erscheint kann ich auf'm PC spielen. Die Wii U bietet daneben halt noch was anderes, einzigartiges. Ich wünsche mir für die Entwicklung des Konsolenmarktes, dass sich alle gut verkaufen und nicht eine einzige zu dominierend wird.
Onekles schrieb am
GrinderFX hat geschrieben:Ja aber das liegt eindeutig nicht an ihrer PSX Sparte, denn diese ist die einzig lukrative im gesamten Unternehmen. Nur damit machen sie noch Gewinn.
Bei Kameras ist Sony Marktführer. Das Xperia Z verkauft sich auch blendend, besser als das HTC One. Ob das an Lieferschwierigkeiten bie HTC liegt oder nicht, sei dahingestellt. Darüber hinaus sind auch die Sparten Sony Music sowie Sony Pictures profitabel. Und es gibt noch etliche weitere Branchen. Sony geht es nicht so schlecht, wie es sich einige vorstellen oder wünschen. Es war auch nicht die PS3, die für den Einbruch verantwortlich war. Es waren einzig und allein die Fernseher. Sony verließ sich zu stark darauf und fuhr fast ein ganzes Jahrzehnt lang Verluste in Milliardenhöhe ein. Deshalb wurde Howard Stringer auch durch Kaz Hirai ersetzt, der die Fernsehsparte direkt komplett umgekrempelt hat. Sony baut noch Fernseher, beschränkt sich aber auf einige wenige Modelle, statt jede Woche ein neues Gerät rauszuhauen.
Der Aktienkurs von Sony geht derzeit beständig nach oben, sie machen derzeit alles richtig. Zwar gibt es natürlich noch Probleme, aber die werden die Japaner auch noch lösen.
Was Nintendo angeht: Kein Grund zur Sorge. Selbst wenn (man beachte den Konjunktiv) die Wii U floppen sollte, reißt der 3DS das locker raus, wie damals bei Cube und GBA. Es wird also auch weiterhin Spiele und Konsolen von Nintendo geben. Nintendo ist sowieso immer dann am besten, wenn sie unter Druck stehen. Das Gleiche gilt für Sony. Bei Microsoft weiß ich's nicht, die standen noch nie unter Druck.
schrieb am

Facebook

Google+