Nintendo: Iwata über Free-to-play, die Unaufrichtigkeit gegenüber den Kunden und die Gefahr des Wertverfalls - 4Players.de

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Nintendo - Satoru Iwata über Free-to-play, die Unaufrichtigkeit gegenüber den Kunden und die Gefahr des Wertverfalls

Nintendo (Unternehmen) von Nintendo
Nintendo (Unternehmen) von Nintendo - Bildquelle: Nintendo
Satoru Iwata (Präsident von Nintendo) sprach in einem Interview über das Free-to-play-Modell, die auf den mobilen Plattformen vorherrschende Gratis-Mentalität und die Unaufrichtigkeit gegenüber den Kunden in diesem Bereich - vor allem der Begriff "Free-to-play" ist ihm ein Dorn im Auge. Zugleich warnt er vor einem Wertverfall wie in der Musikindustrie.

Satoru Iwata: "Ich mag es nicht, den Begriff Free-to-play zu benutzen. Ich empfinde, dass diese Terminologie zu einem gewissen Grad unaufrichtig gegenüber dem Kunden ist, da das sogenannte Free-to-play besser als Free-to-Start beschrieben werden sollte. Die Sache, die mich im digitalen Zeitalter am meisten beunruhigt, ist, dass wenn unsere Bemühungen versagen, die Werte unserer Inhalte aufrechtzuerhalten, dann besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass diese Werte verfallen - wie es die Geschichte der Musikindustrie gezeigt hat. Andererseits habe ich nicht vor, mich dem Free-to-Start-Modell zu verweigern. In der Tat können wir diese Probleme überwinden, je nachdem, wie wir dieses Modell angehen."

Iwata geht vielmehr davon aus, dass es bestimmte Arten von Spielen geben würde, die entweder als Free-to-Start-Titel oder als klassisches Produkt im Einzelhandel funktionieren würden - auch Mischformen seien denkbar. Wenn man sagen würde, dass Free-to-Start die Zukunft und das Einzelhandel-Modell veraltet sei, dann sei diese Betrachtungsweise aber ziemlich einseitig, meint Iwata.

Nintendo wird noch in diesem Jahr das erste Smartphone-Spiel basierend auf ihren eigenen Marken veröffentlichen. Umsetzungen von bestehenden Konsolen- oder Handheldspielen sind nicht vorgesehen. Es sollen ausschließlich neue Titel für die Mobilgeräte entwickelt werden, die wiederum speziell auf diese Plattformen ausgerichtet sein sollen. Nintendo soll primär für Planung und Design der Mobile-Titel verantwortlich sein, die technischen (Server) und nutzerspezifischen Belange aber DeNA überlassen. Beide Unternehmen wollen zudem sicherstellen, dass die Qualität der Spiele ein "sehr hohes Niveau" erreiche.

Quelle: Time

Kommentare

Sir Richfield schrieb am
Tonkra04 hat geschrieben:
Sir Richfield hat geschrieben:
Tonkra04 hat geschrieben:Nein er meint damit, dass niemand mehr für musikstücke bezahlt. Sondern kostenlos konsumiert, du tölpel. Angefangen mit tauschbörsen,

Du meinst: Das Radio.)

Nein, denn Radio: lineares sendeprogramm
Spotifiy, youtube: on demand

Schon, aber für den Hörer ist Radio schon länger (vemeintlich) kostenlos, darauf wollte ich hinaus.
Und das Geheule um diese fiesen Schmarotzer eigentlich auch schon seit es... ich möchte wetten schon vor dem Buchdruck... Wobei die Musicassette hier näher dran ist.
Tonkra04 schrieb am
Sir Richfield hat geschrieben:
Tonkra04 hat geschrieben:Nein er meint damit, dass niemand mehr für musikstücke bezahlt. Sondern kostenlos konsumiert, du tölpel. Angefangen mit tauschbörsen,

Du meinst: Das Radio.
)

Nein, denn Radio: lineares sendeprogramm
Spotifiy, youtube: on demand
Sir Richfield schrieb am
Tonkra04 hat geschrieben:Nein er meint damit, dass niemand mehr für musikstücke bezahlt. Sondern kostenlos konsumiert, du tölpel. Angefangen mit tauschbörsen,

Du meinst: Das Radio.
Ansonsten ist das sehr spannend, was da gerade bei dem Theme Spotify so passiert.
Weil, da zahlen die Leute ja eigentlich auch für Musik. Und da hängen auch die Labels drin (Ich glaub Universal und so).
Aber: Die Leute nutzen dann ja auch Spotify, kaufen keine CDs mehr.
Grande catastrophe!
Ansonsten kann ich die Schauermär der Kostenlosmentalität echt nicht mehr hören.
Vor allem, wenn so getan wird, als sei das was Neues.
Warum muss es am Ende immer am Kunden ausgelassen werden, wenn man dem vom Anfang an beschissene* Angebote gemacht hat?
*entweder für die eigene Kalkulation (also: zu billig) oder für den Kunden (superduperunpraktikabel wie CDs, die im Auto nicht laufen.)
Tonkra04 schrieb am
The Antagonist hat geschrieben:Hmm...was genau meint Iwata mit dem Verfall der Musikindustrie? Hier wird doch wohl nicht eine plakative Kontinuität von Mozart & Co. zu Bieber & Co. gezogen? :wink:

Nein er meint damit, dass niemand mehr für musikstücke bezahlt. Sondern kostenlos konsumiert, du tölpel. Angefangen mit tauschbörsen, dann mit streamingseiten wie Youtube, die Mentalität für geleistete arbeit nix zu bezahlen. Diese Einstellung hat sich bei uns allen gefestigt, ich bezahl auch nix mehr für musik, ich schalte entweder doloop, spotify oder was auch immer an.
Und wie wir alle wissen, dass Musiker heutzutage kaum noch was mit der musik selbst.. als mit konzerten verdienen müssen. Kleine Künstler haben da das nachsehen.
Die Gewinne der Musikindustrie sind eklatant eingebrochen. Und wenn Steam und co. so weiter machen mit dumping preisen wird das ebenso für die gaming industrie geschehen. Werteverfall. Dann diese F2P Modelle, die alles andere als F2P sind.. den casual konsumenten suggerieren, sie bekommen ein tolles spielerlebnis für "lau".. und Spieleentwickler auf der anderen seite sich rechtfertigen müssen, warum sie für ein spiel dann geld verlangen. Das alles wird auch irgendwann folgen haben, heutzutage erscheinen gefühlt weniger spiele.. wenn dann nur die richtig großen schinken im Triple A bereich wie GTA mit millionen budget oder kleine indie pixel games, die sich für 3-5 euro verkaufen lassen und trotzdem gewinn erwirtschaften.
Der einzige Anbieter, der gegen dumping preise und werteverfall vorgeht ist Nintendo.
Nicht falsch verstehen, ich kaufe auch gern mal zum summer sale bei GOG und co. Aber die entwickler verdienen nichts an einem Spiel, dass für 2,70 Euro verramscht wird, wenn es millionen in der entwicklung gekostet hat. Die plattform (Steam etc.) selbst schon.
für uns wirkt es gut, dennoch ist es ein ruinöser wettbewerb, der langsam von statten...
TaLLa schrieb am
Iwata sollte mal weniger reden und mehr klotzen. Japaner verkommen in meinen Augen immer mehr zu Sabbelhubern.
schrieb am

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