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Nintendo: Wird neugieriger

Nintendo (Unternehmen) von Nintendo
Nintendo (Unternehmen) von Nintendo - Bildquelle: Nintendo

Nintendo gibt eine Änderung der bisherigen Datenschutzrichtlinien bekannt. Der Hersteller möchte zukünftig mehr über die Gewohnheiten der auf seinen Webseiten registrierten Nutzer erfahren. Mehr Informationen zu den erhobenen Daten und deren Verwendung kann man an dieser Stelle finden.

Beispielsweise möchte Nintendo so genannte Web-Beacons in den eigenen News-Emails und auf den Webseiten platzieren. Dabei handelt es sich um kleine, i.d.R. transparente Bilddateien, die in einem Dokument verlinkt werden. Sobald ein Nutzer eine Email öffnet, wird die entsprechende Datei von Nintendos Server geladen - es sei denn, man unterbindet die Darstellung von Grafiken. Der Hersteller weiß also, ob und wann die Emails eingesehen werden. Web-Beacons lassen sich natürlich individualisieren, um bestimmte Nutzergruppen unterscheiden zu können.

Registrierte Wii-Besitzer können ihren Wii Shop-Account auch mit ihrem Nintendo-Account verknüpfen. Dies ist die Voraussetzung für die Nutzung spezieller Features. So wird man beispielsweise Sterne, die man mit dem Kauf eines Spiels erhält, in Punkte umtauschen können, für die man Spiele im Wii Shop erwerben kann. Auch könnte man Sterne für dort gekaufte Spiele bekommen. Außerdem kann man über Nintendos Webseite auf die eigenen Statistiken aus Wii-Spielen zugreifen - Nintendo aber auch. Wer einwilligt, stimmt zu, dass Nintendo Daten darüber erhebt und speichert, "wie Sie Ihre Wii-Konsole und die Wii-Internet-Service nutzen, an welchen Produkten Sie interessiert sind und welche Spiele Sie spielen und/oder herunterladen.wie Sie Ihre Wii-Konsole und die Wii-Internet-Service nutzen, an welchen Produkten Sie interessiert sind und welche Spiele Sie spielen und/oder herunterladen." Wer es sich anders überlegt, kann Nintendo- und Wii-Account aber auch wieder trennen.

Die Daten über die Wii Shop-Nutzung werden bei Nintendo of America gespeichert. Für die allgemein erfassten Informationen gilt: diese stehen allen Nintendo-Abteilungen zur Verfügung, auch Nintendo of Japan. Es wird explizit darauf hingewiesen, dass "das Datenschutzniveau in Japan niedriger ist als das der EU."

Wie immer, wenn eine Firma gerne mehr über ihre Kunden wissen will, dient dies in erster Linie natürlich dazu, "zusätzliche Features auf unserer Webseite einbauen, unsere Produkte verbessern und diese auf die Bedürfnisse und Vorlieben unserer Nutzer ausrichten zu können." Wer seinen Account vor dem 8. Dezember 2006 eingerichtet hat, dürfte eine entsprechende Email in seiner Inbox vorfinden. Da bis dahin noch die alten Datenschutzrichtlinien galten, müssen alte Hasen nun den neuen Richtlinien bis zum 15. Juli zustimmen. Wer bis dahin nicht einwilligt, wird sich wohl von seinem Club Nintendo-Konto verabschieden müssen - bitter für eifrige Sternesammler, die ihre Daten nicht in diesem Maße für Marketingzwecke zur Verfügung stellen wollen.


Kommentare

Spunior schrieb am
Ich würde gerne wissen, wie viele Leute sich aufregen würden, wenn da oben Sony oder Microsoft stehen würde...

Da oben steht nur nicht Microsoft und Sony, weil die das in großen Teilen bereits machen. Ich empfehle mal das Durchlesen der jeweiligen Datenschutzbestimmungen. Auch bei denen wird u.a. das Surfverhalten erfasst, und die getrackten Daten dürfen an alle anderen Unternehmensbereiche sowie Dritte, die für sie arbeiten, weitergegeben werden. Im Gegensatz zu Nintendo wird da nichtmal auf die schwächeren Datenschutzregulierungen in anderen Regionen verwiesen.
johndoe-freename-103063 schrieb am
Ich würde gerne wissen, wie viele Leute sich aufregen würden, wenn da oben Sony oder Microsoft stehen würde... Nintendo darfs ja ;-)
E-G schrieb am
finde die überwachung jetzt nicht soo schlimm, solang es hilft bessere spiele zu entwickeln find ichs ok. allerdings finde ich nirgendwo auf der webseite wo man da was bestätigen muss
Derjeniege schrieb am
Über XBox Live kann Microsoft sehr genau verfolgen, welche Spiele auf der 360 von wem gespielt werden und wie weit die Spieler kommen. Soweit mir bekannt muß jeder 360-Titel das System unterstützen - so wird also nicht nur der Multiplayer überwacht (wie bei XBox-1) sondern auch der Singleplayer. Ferner hat Microsoft genug Know-How eingekauft, diese Daten auch auszuwerten - so arbeitet z.B. der Entwickler des Empfehlungssystem von Amazon jetzt bei Ms. Dagegen sind die Profile von Nintendo beim Lesen von EMails und Browsen im Shop ja wirklich lächerlich.
Deswegen fühle ich mich von Microsoft um einiges mehr überwacht. Seltsam, dass sich jetzt 4Players so auf Nintendo stürzt.
Blasebalken schrieb am
wie Sie Ihre Wii-Konsole und die Wii-Internet-Service nutzen, an welchen Produkten Sie interessiert sind und welche Spiele Sie spielen und/oder herunterladen.wie Sie Ihre Wii-Konsole und die Wii-Internet-Service nutzen, an welchen Produkten Sie interessiert sind und welche Spiele Sie spielen und/oder herunterladen.
Hat der Mann das wirklich so gesagt? Da hat sich wohl nen kleiner Fehlerteufel eingeschlichen :>
schrieb am

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