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Kickstarter: Fehlende Großprojekte und dadurch weniger Beiträge für Videospiele im ersten Halbjahr 2016; Brettspiele weiterhin stark vertreten

Kickstarter (Unternehmen) von
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Im ersten Halbjahr 2016 wurden ca. 8,2 Mio. Dollar für Projekte im Bereich Videospiele bei der Crowdfunding-Plattform Kickstarter ausgegeben. Laut einer Auswertung von ICO Partners ist dies ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den beiden Jahreshälfte 2015 (je ca. 20 Mio. Dollar) und 2014. Dafür ist die Anzahl der tatsächlich finanzierten Projekte in etwa gleich geblieben - bei ca. 200 pro Halbjahr (Ausnahme 2. Halbjahr 2014: ca. 220). Fast 800 Kickstarter-Kampagnen für Videospiele wurden in diesem Jahr gestartet und ungefähr 17 Prozent der Projekte erreichten ihr Finanzierungsziel. Knapp sieben Prozent der ausgeschriebenen Projekte erhielten gar keine finanzielle Unterstützung.

Screenshot - Kickstarter (PC)

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Der große Unterschied bei den "Pledge-Gesamtbeträgen" ist laut dem Bericht u.a. auf fehlenden Großprojekten oder Schwergewichten zurückführen, da der Anteil der Titel, die über 500.000 Dollar eingenommen haben, deutlich zurückgegangen ist. In diesem Jahr gab es z.B. nur das Online-Rollenspiel Chronicles of Elyria bei dem 1,36 Mio. Dollar zusammenkamen. Battalion 1944 schaffte 317.000 Pfund (ca. 450.000 Dollar). Das "Großprojekt" Blackroom von John Romero und Adrian Carmack (Ziel: 700.000 Dollar) wurde vor dem Ablauf der Kampagne abgebrochen, während Psychonauts 2 mit 3,83 Mio. Dollar auf einer anderen Plattform (Fig) finanziert wurde. System Shock (Remastered) ist erst Ende Juni an den Start gegangen und dürfte in den nächsten Tagen/Wochen die angepeilte Marke von 900.000 Dollar übertreffen. Generell ist das Kickstarter-Jahr 2016 noch kein Vergleich zu 2015, da dort u.a. The Bard's Tale 4 (1,5 Mio.), Crowfall (1,76 Mio.), Shenmue 3 (6,3 Mio.), Divinity: Original Sin 2 (2 Mio.), Battle Chasers: Nightwar (850.000 Dollar), BattleTech (2,7 Mio.) und Friday the 13th (820.000 Dollar) finanziert wurden.

Während die Gesamtsumme der Unterstützungsbeitrage bei Videospielen im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist, sieht es in der Kategorie Brettspiele (Tabletop Games) anders aus. In diesem Bereich ist die 50 Mio. Dollar Marke im ersten Halbjahr 2016 schon überschritten worden - inkl. Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. Fast 800 Projekte wurden erfolgreich finanziert. Nennenswert sind hierbei Dark Souls - The Board Game (ca. 5,41 Mio. Dollar) oder das aktuell laufende Massive Darkness (Dungeon Crawler ohne Game Master) von Cool Mini Or Not (über 2,3 Mio. Dollar).

Quelle: ICO Partners, Kickstarter, Polygon

Kommentare

EllieJoel schrieb am
Für Spiele wie Pillars of Eternity und Banner Saga z.b. bin ich sehr froh das es Kickstarter gibt. Leider wird der Ruf der Plattform von unseriösen Leuten wie Tim Schäfer oder den Typ von den MegaMan Spiel runtergezogen. Millionen einstecken und dann nen Haufen Müll abliefern. 1 schlechtes Projekt bleibt mehr in Erinnerung als 10 gute. Freu mich aber schon auf Yooka-Laylee auch ein Spiel das es ohne Kickstarter wohl nicht geben würde. 100x besser als der Einheitsbrei den man zu 99% von AAA Publishern bekommt wo sich jedes Spiel anfühlt wie schon mal gegessen ausgekotzt und wieder gegessen.
ZackeZells schrieb am
War der Gedanke von Kickstarten nicht - man hat eine Vision und will sie verwirklichen ohne den release Druck den ein Publisher auf einen ausüben wird?
Gibt doch einige Projekte die gut sind - Das Hauptprojekt wird noch liefern müssen.
Liesel Weppen schrieb am
Todesglubsch hat geschrieben:Dafür gibt's auch eine Plattform. Da musste aber mehr spenden als die 20? die bei Kickstarter üblich sind.

Nennt sich dann wohl Aktien. Und weil ich da mehr "spenden" muss, nutze ich das auch nicht, weil ich privat soviel Risikokapital nicht übrig habe.
Todesglubsch hat geschrieben:Ja, das ist eine Risikoinvestition. Du bekommst das Endprodukt am Schluss - in der Regel zu einem vergünstigten Preis.

Nein, es ist keine Risikoinvestition, es ist nur ein Riskio. Eine Investition zieht idR einen potentiellen Gewinn nachsich.
Eine sogenannte Investition ist das nur, wenn ich für 30? Backe und dann 2, 3 ,15 Jahre später das fertige 50?Spiel, sofern das überhaupt rauskommt, für meine anfänglichen 30? backing kriege, dann habe ich 20? gespart. Mehr ist das nicht.
Todesglubsch hat geschrieben:Wem das nicht reicht, der hat den Sinn der Plattform nicht verstanden.

Den Sinn der Platform habe ich sehr wohl verstanden. Ich bezweifle eher, dass viele Baker den Sinn nicht verstanden haben. Klar, wenn da der Ein-Mann-Indieentwickler daherkommt und eine gute Idee hat und 100.000? braucht, dann kann man da durchaus noch drüber reden. Vielleicht. Das ist aber auch dann nur guter Glaube.
Todesglubsch hat geschrieben:Kickstarter ist nicht dafür da, dass man selbst nen Reibach macht. Kickstarter dient als HILFE für Entwickler, damit diese ein Produkt auf den Markt bringen können, welches sie aufgrund mangels interessierter Investoren nicht realisieren können.

Also pure Risikofinanzierung, denn auch auf Kickstarter mit fertig finanziertem Ziel ist nicht garantiert, dass was brauchbares dabei rauskommt. Klar, mit so einer Investition kann man sein Geld auch versenken. Ein Risiko besteht, aber wenn ich schon ein...
Todesglubsch schrieb am
LePie hat geschrieben:
Todesglubsch hat geschrieben:Totalausfälle, bei denen trotz hohem Budget nur Murks rauskommt

Als "Totalausfall" würde ich eher Projekte bezeichnen, bei denen schlicht gar nichts rauskommt.

Nee, das Budget muss IMO noch einberechnet werden. Ein 5 Mio-Projekt bei dem nur Gülle rauskommt ist IMO schlimmer, als ein 15k-Projekt, welches gerade mal so seinen Betrag zusammenkratzen konnte und dann das Projekt canceln muss, weil man feststelle, dass der Minimalbetrag doch zu knapp kalkuliert war.
Ein Projekt mit hohem Budget, welches am Ende aber nichts liefert, DAS ist in der Tat schlimmer. Aber hatten wir sowas im Games-Bereich überhaupt? Bisher war's ja immer das Murks-Szenario.
LePie schrieb am
Todesglubsch hat geschrieben:Totalausfälle, bei denen trotz hohem Budget nur Murks rauskommt

Als "Totalausfall" würde ich eher Projekte bezeichnen, bei denen schlicht gar nichts rauskommt.
schrieb am

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