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Shadow of the Eternals: Dyack wehrt sich gegen Anschuldigungen

Shadow of the Eternals (Action) von
Shadow of the Eternals (Action) von - Bildquelle: Quantum Entanglement Entertainment
Seit ein paar Tagen ist Shadow of the Eternals auch auf Kickstarter zu finden. Mit Zusagen in Höhe von 80.000 Dollar hat Precursor Games bei einem Mindestziel von 1,35 Mio. Dollar aber einen eher langsamen Start hingelegt.

Als Klotz am Bein scheint sich u.a. die Vorgeschichte des kanadischen Studios zu erweisen. Dieses besteht derzeit zu 100 Prozent aus ehemaligen Angestellten von Silicon Knights (Too Human, Eternal Darkness), der Gründer und Präsident des Teams, Denis Dyack, ist zudem als Creative Director mit an Bord. Dessen Reputation galt spätestens seit einem Artikel angeschlagen, den Kotaku im vergangenen Jahr veröffentlicht hatte.

In einem Video (samt Thread) stellt sich Dyack nun den Fragen der Community und greift das Blog an. Dort habe man sich nur auf anonyme Quellen bezogen - verifizieren lasse sich nichts. Er habe damals einfach nicht reagiert, weil er nicht erwartet hatte, dass irgendjemand den "haltlosen Vorwürfen" glauben würde. Erst mit dem Auftakt der Crowdfunding-Kampagne sei klar geworden, welche Effekt der Artikel habe.

Man sei damals von Kotaku kontaktiert und um einen Kommentar gebeten worden, habe sich aber dagegen entschieden: Als erste nicht-anonyme Quelle hätte man das Feature noch aufgewertet und ihm mehr Glaubwürdigkeit verliehen.

Dyack zitiert dann eine E-Mail, die der Autor des Artikels, Andrew McMillen, an einen Angestellten von Silicon Knights geschickt hatte. Laut der "abgefangenen Botschaft" habe Wired die Veröffentlichung des Artikels abgelehnt, da es außer den Anschuldigungen ehemaliger Mitarbeiter keinerlei stichhaltige Beweise gebe.

Es sei absolut unwahr, dass Silicon Knights Ressourcen von X-Men: Destiny abgezweigt und für eigene Projekte verwendet habe. Ganz im Gegenteil: Das Studio selbst habe mehr Geld in das Projekt investiert, als man eigentlich bekommen habe. Man entschuldige sich für die Qualität des Resultats, aber Silicon Knights, Activision and Marvel hätten wirklich ihr Bestes gegeben. Manchmal "passt es jedoch einfach nicht." Dyack bedauert auch einige Äußerungen, die er zu jener Zeit getätigt hatte. Er habe seine Lektion gelernt und sei bei Precursor deswegen auch nur noch in den Kreativpart involviert, nicht in das Geschäftliche.

Es sei auch sehr unwahrscheinlich, dass jene Quellen bei Silicon Knights Zugang zu den Budgetinformationen hatten. Das Studio habe außerdem stets transparent mit seinen Partnern zusammengearbeitet. Dank Software von Perforce und Hansoft hätte Activision stets Zugang zu allen Daten gehabt und gewusst, welchen Stand das Projekt hat. Auch sei über die Software erfasst/dokumentiert worden, wer wie lange an welchen Sachen gearbeitet hat. Zudem habe es mehrere Buchprüfungen freundlicher, aber auch unfreundlicher Natur gegeben, die ein Fehlverhalten von Silicon Knights sofort aufgedeckt hätten, wenn es das denn gegeben hätte. (Der "unfreundliche" Part könnte sich möglicherweise auf die Anwälte von Epic Games beziehen. -Anm. d. Red.)

Dyack äußert sich auch über das Verhältnis zu Nintendo, welches nach wie vor sehr gut sei. Silicon Knights habe sich nicht wegen der Hardware und des Namens der Wii gegen eine weitere Zusammenarbeit entschieden - jene Informatione habe man zum damaligen Zeitpunkt gar nicht gehabt.

Die Behauptung, er habe sich von Nintendo unterdrückt/gegängelt gefühlt, sei einer der lächerlichsten Vorwürfe im Artikel. Die Wege der beiden Firmen hätten sich getrennt, weil die Art von Projekten, die das Studio machen wollte, nicht in das Portfolio des Herstellers gepasst hätten. 

Dyack wehrt sich auch gegen den Vorwurf, er habe Entwickler/Künstler als austauschbar angesehen. Silicon Knights habe seine Angestellten deutlich über dem regionalen Gehaltsdurchschnitt bezahlt. Wenn er Leute als austauschbar erachtet hätte, wäre er ja wohl sicher knausriger gewesen. Außerdem hätten viele Leute sehr lange bei Silicon Knights gearbeitet, einige davon seien auch bei Precursor tätig. Einen Exodus habe es nie gegeben.



Update: Kotakus Stephen Totilo hat mittlerweile eine Antwort verfasst. So verweist er u.a. darauf, dass Dyack zwei Behauptungen zu widerlegen versucht, die nie im ursprünglichen Artikel gemacht wurden, um diesen in ein schlechteres Licht zu rücken. Er habe vor der Veröffentlichung auch darauf bestanden, dass McMillen ihm gegenüber seine Quellen offenlegt, so der Chefredakteur des Blogs. Er habe sich später mit einigen von ihnen unterhalten und sich nicht nur blind auf die Angaben McMillens verlassen. Auch hätten die Rechtsvertreter Kotakus den Artikel abgesegnet.
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Kommentare

old z3r0 schrieb am
Der kann sagen was er will, dass wird nichts mehr mit dem Funding für Shadow of the Eternals.
Hätte er von Anfang an auf Kickstarter gesetzt, hätte ich's ihm zugetraut das Mindestziel zu erreichen, auch mit der "bedenklichen" Vergangenheit von SC, aber so...
Das hört sich jetzt leider zu sehr nach einer Rechtfertigung an, warum Precutsor Games es verdient hat, Geld für Shadow of the Eternals zu bekommen.
crewmate schrieb am
Wulgaru hat geschrieben:Der Komponist ist noch der selbe? Das hört man aber nicht wirklich. Wirkt sehr mainstreamig der bisherige Ost.
hab mich vertan. Der Komponist ist gar nicht in der Teamauflistung drin. Und der "Audio Director" ist auch erst seit Xmen Destiny am Start. Ken McCulloch ("Lore Keeper") Kevin Gordon (Artwork) und der Dennis (CCO) sind die einzigen mit Verbindungen zum Original die genannt sind. Der COO Shawn Jackson schmückt sich sogar mit Rainbow Six Vegas I&II.
http://www.precursorgames.com/team/
Tapetenmetzger schrieb am
Wulgaru hat geschrieben:Der Komponist ist noch der selbe? Das hört man aber nicht wirklich. Wirkt sehr mainstreamig der bisherige Ost.
Nope, ist nicht derselbe.
Bei Eternal Darkness war es Steve Henifin, bei Shadow of the Eternals ist es Giancarlo Feltrin.
Jimbei schrieb am
Nein, Dennis, das wird nichts mit Crowdfunding für dich. Ich glaube dir nicht, und die meisten anderen Menschen da draußen auch nicht. Shadow of the Eternals ist das ideale Fallbeispiel, wie wichtig Vertrauen bei Crowdfunding ist.
Aus meiner Sicht versucht er sich jetzt lediglich rauszureden. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man solch einen Artikel auf einer der einflussreichsten Spieleseiten so lange unkommentiert stehen lässt, wenn dort größtenteils Unwahrheiten drinstehen sollen.
Aber vor allem verstehe ich nicht, wie er sich jetzt irgendwie erhoffen konnte, jetzt noch Erfolg mit Crowdfunding haben zu können... Sonderlich realistisch scheint er ja nicht gerade zu denken.
Edit: Ach du meine Güte. Schaue mir gerade das Interview an. Der Mann scheint tatsächlich ein wenig weltfremd zu sein. :-/ In jedem Falle scheint er nicht sonderlich viel Umgang mit dem Internet zu haben.
Wulgaru schrieb am
Der Komponist ist noch der selbe? Das hört man aber nicht wirklich. Wirkt sehr mainstreamig der bisherige Ost.
schrieb am

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