Wolfenstein: The New Order: Warren Spector: "Solch ein Spiel braucht die Welt nicht", seine Klarstellung und allgemeine Shooter-Kritik - 4Players.de

4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell. 4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell.
Fantasy-Shooter
Entwickler: MachineGames
Release:
20.05.2014
20.05.2014
20.05.2014
20.05.2014
20.05.2014
Vorschau: Wolfenstein: The New Order
 
 
Test: Wolfenstein: The New Order
68

“Auch am PC ist Wolfenstein ein unterhaltsamer, aber zu durchschnittlicher Shooter ohne klare Regie und mit enttäuschender KI.”

Vorschau: Wolfenstein: The New Order
 
 
Test: Wolfenstein: The New Order
68

“Ein durchschnittliches, aber dennoch unterhaltsames Comeback für B.J. Blazkowicz in einem Shooter alter Schule.”

Test: Wolfenstein: The New Order
68

“Abgesehen von der etwas längeren Installation bewegt sich Wolfenstein auf der Xbox One auf Augenhöhe mit der PS4-Version.”

Leserwertung: 76% [8]

Wie findest Du das Spiel?

Spielinfo Bilder Videos

Wolfenstein: The New Order
Ab 15.99€
Jetzt kaufen

Schnäppchen-Angebote

Stellenmarkt Jobbörse Jobware

Nachrichten

Folge uns

       

Warren Spector über Wolfenstein: Solch ein Spiel braucht die Welt nicht!

Wolfenstein: The New Order (Shooter) von Bethesda Softworks
Wolfenstein: The New Order (Shooter) von Bethesda Softworks - Bildquelle: Bethesda Softworks
Warren Spector (Deus Ex, Thief) zeigte sich nicht wirklich erfreut über die Ankündigung von Wolfenstein: The New Order. Via Facebook fragte er, ob die Welt wirklich noch ein weiteres Wolfenstein-Spiel bzw. einen weiteren generisch düsteren, einfarbigen Shooter der Marke Töte-die-gigantischen-Nazi-Roboter bräuchte. Im gleichen Atemzug beantwortete er die Frage selbst: "Nein. Die Welt braucht es nicht. Mich ödet so etwas echt an!" Auch den Ankündigungstrailer kritisierte er. Einerseits stößt er sich an der generisch heiseren Flüsterstimme und andererseits an der Musikuntermalung: "Bitte hört auf, Jimi Hendrix zu benutzen, um damit die jugendlichen Männermachtfantasien zu untermalen."

In der Zwischenzeit entschuldigte er sich für seinen Beitrag. Er wollte den Entwicklern (MachineGames) nicht zu nahe treten, schließlich wüsste er, wie schwer es sei, ein Spiel zu entwickeln. Außerdem wüsste er nicht genug über Wolfenstein: The New Order, um es in der Schärfe kritisieren zu können. Verbittert wegen der Misserfolge seiner Micky-Epic-Spiele sei er allerdings nicht, besonders weil er die Spiele nicht als Enttäuschung ansieht.

Jedoch hält er an seiner grundlegenden Kritik fest. Seiner Meinung nach gibt es zu wenig Abwechslung und Innovation im Mainstream-Spielemarkt. Aber es war ein Fehler, dass er es an einem Entwickler-Studio (in diesem Fall MachineGames bzw. Bethesda) festgemacht hätte. Wolfenstein sei nur ein Beispiel dafür, denn es gibt (in seinen Augen) viel zu viele Shooter, die sich alle ähnlich anfühlen, aussehen und klingen. "Eigentlich ist es immer das gleiche Spiel in einem anderen Gewand", meint Spector.


Quelle: Facebook

Kommentare

Max Headroom schrieb am
@Wurmjunge:
Die Diskussion führt uns jetzt nur zu der Frage, ob unterschiedliche Wertigkeiten in der Kunst überhaupt möglich sind, eine Frage die ich für mich nur mit ja und nein beantworten kann.
Dies ist eine ziemlich knifflige Frage, die wirklich keine eindeutige Antwort haben kann, meiner Meinung nach. Einerseits lässt sich Kunst auf objektive Dinge runterbrechen wie etwa die Anzahl der Pixel, die Länge des Soundtracks, Levelanzahl usw. - dann sind wir bei der Technik angelangt. Andererseits hat man auch den Spielspaß, die individuell interpretierte Sache, der sich bekanntlich weder in Flaschen füllen, noch in Zentimeter messen lässt, denn jeder hat hierzu seine eigene Flasche und seinen eigenen Maßstab. Ein Dilemma, was wohl jeder Spieletester irgendwie zu meistern hat :mrgreen:
Nur in den seltensten Fällen geraten hier künstlerische und kommerzielle Interessen nicht miteinander in Konflikt.
Jep, denke ich auch. Im Bezug zur Spieleindustrie herrscht ein harter Kampf. Man kann zwar mit Indie-Games erfolgreich sein, doch seltenst ist man damit auch kommerziell erfolgreich. Meist ist es der Ruhm, der einem voraus eilt. Darauf kann man wohl nur dann "respektvoll" erfolgreich sein, wenn man viele unterschiedliche Erfolge vorweisen kann. Doch zumeist will der Geldgeber auf den gewinnbringenden Geschmacksgaul setzen und liefert lieber eine sichere Fortsetzung nach der anderen ab, bis die Kuh leergemolken ist. Mit dem gewonnenem Geld kann man ähnliche oder auch neue AAA-Titel in Planung geben, die möglichst viele liebgewonnene (=erfolgreiche) Elemente beinhaltet - nur um auf Nummer Sicher zu gehen ;)
SethSteiner schrieb am
Ich denke schon dass unterschiedliche Wertigkeiten möglich sind, immerhin ist Handwerk auch ein Teil der Kunst und da gibt es ja durchaus Abstufungen.
Ganz nett zum Thema Wolfenstein aber nicht Videospiele ist Raging Heroes, die in ihrem bald startenden Tabletop Kickstarter "Toughest Girls of the Galaxy" einen gleichnamigen Charakter herausbringen:
http://www.ragingheroes.com/blogs/news/ ... olfenstein
Wurmjunge schrieb am
@Max Headroom
Ich gebe dir schon in vielen Dingen Recht. Die Diskussion führt uns jetzt nur zu der Frage, ob unterschiedliche Wertigkeiten in der Kunst überhaupt möglich sind, eine Frage die ich für mich nur mit ja und nein beantworten kann. Nur in den seltensten Fällen geraten hier künstlerische und kommerzielle Interessen nicht miteinander in Konflikt.
Daß jemand, der sich tagtäglich von den beliebtesten Krawallsendern ordentlich das Hirn weichspülen läßt, am Ende nichts mehr mit Johann Sebastian Bach anfangen kann(will), ergibt sich ja praktisch von selbst, Geschmack bildet sich ja auch. Mir würde es jedoch außerordentlich schwerfallen, Bach auf einer Stufe mit Dieter Bohlen und dem Leierkastenmann vom Marktplatz zu sehen.
Da ist dann einfach der Punkt, an dem ich es festmachen würde, das Überwiegen eines kommerziellen Interesses. Bei so einer beliebig austauschbaren Popgroup aus dem Labor kommt künstlerischer Ausdruck doch bestenfalls noch als Abfallprodukt vor. Deshalb nehme ich mir einfach so frei heraus, zu sagen: noch mehr kommerzielles Interesse braucht die Welt nun wirklich nicht! - fertig. :)
sourcOr schrieb am
Sir Richfield hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:Dann lasst uns endlich in einem Shooter Bankster abknallen ...
Gibt's Isländische Spieleentwickler? Wenn ich mir die jüngste Vergangenheit so angucke scheinen die als einzige fähig zu sein, sowas zu machen. ;)
Klasse Idee für einen Genrehybriden: Fängt als Egoshooter an, in der Mitte gibt's die Mission "Kein Börsensprech", danach schwenkt das ganze um in eine Wirtschaftssim, in der man in aller Ruhe wieder einen Markt aufbauen kann, nachdem die börsennotierten Firmen gegen die Wand gefahren sind.
Priceless. Ich hab gut gelacht!
oppenheimer schrieb am
Sir Richfield hat geschrieben:Klasse Idee für einen Genrehybriden: Fängt als Egoshooter an, in der Mitte gibt's die Mission "Kein Börsensprech"
Ich kann nicht mehr. Academy Award.
schrieb am

Facebook

Google+