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Rockstar Games: Verklagt die BBC wegen inoffiziellem Doku-Drama über GTA

Rockstar Games (Unternehmen) von Rockstar Games
Rockstar Games (Unternehmen) von Rockstar Games - Bildquelle: Rockstar Games
Der britische Fernsehsender BBC plant ein 90-minütiges TV-Drama über Grand Theft Auto und die öffentlichen Kontroversen um die Spielserie. Die Produktion des Films "Game Changer" war aber offenbar nicht mit Entwickler Rockstar abgesprochen: Laut ign.com verklagt der Spielentwickler den Sender aufgrund von Copyright-Verletzungen. Der Film soll sich um den realen Konflikt zwischen Rockstar-Präsident Sam Houser und den bekannten Anwalt Jack Thompson drehen, der die GTA-Serie immer wieder medienwirksam kritisierte. Gespielt werden die beiden von Harry-Potter Darsteller Daniel Radcliffe sowie Bill Paxton. Der Dreh begann im April, der Film soll im Verlauf des Jahres im Rahmen eines Themenschwerpunkts zu Entwicklern und Programmierern gezeigt werden. Die BBC wollte sich gegenüber ign.com aufgrund des laufenden Verfahrens nicht äußern; das Statement von Rockstar lautet folgendermaßen:

"Take-Two Interactive hat ein Verfahren gegen die BBC aufgrund von Copyright-Verstößen gestartet, basierend auf ihrem momentan "Game Changer" genannten Film, weil er sich auf Rockstar Games' Grand-Theft-Auto-Videospielserie bezieht. Obwohl die Rechteinhaber im Filmtitel und dessen Promotion genannt werden, hat Rockstar nichts mit dem Projekt zu tun. Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass unsere Schutzmarken nicht durch die inoffizielle Darstellung angeblicher Ereignisse, die mit Rockstar Games zusammenhängen, missbraucht werden. Wir haben mehrfach versucht, das Thema mit der BBC zu klären, ohne aussagekräftige Lösung. Es ist unsere Pflicht, unsere intellektuellen Besitztümer zu beschützen und unglücklicherweise war in diesem Fall ein Rechtsstreit nötig."



Quelle: ign.com

Kommentare

Granfaloon schrieb am
Oh Mann, ich erinnere mich noch an die Dan-Houser-Interviews: GTA5 soll ein grundsätzlich antikapitalistisches Spiel sein, da man selbst ja auch so ein richtiger Antikapitalist sei:
Es ist unsere Pflicht, unsere intellektuellen Besitztümer zu beschützen und unglücklicherweise war in diesem Fall ein Rechtsstreit nötig."
Die machen 1,5 Milliarden mit dem Spiel und wenn das Spiel nicht XYZ6 heisst, sofort mit der Anwalts-Armada
drohen.
Pyoro-2 schrieb am
AtzenMiro hat geschrieben:Stell dir vor, du bist so ein Rechteinhaber, tolerierst kleinere Youtube-Vergehen und dann, wenn du wirklich auf dein Markenrecht bestehen willst kommt irgend so ein fuchsiger Anwalt an und bringt die tollerierten Fälle als Fallbeispiele an? Entweder oder, das ist die Devise.

Der Punkt hier sollte sein: ICH bin Recheinhaber. Wenn MIR utuber Wurst sind, und die BBC nicht, dann sollte das MEINE Entscheidung sein.
Die ursprüngliche Idee hinter dem Markenkram war sicher nid dämlich oder bösartig; das verhindert schließlich, dass jmd einfach nur tausend Marken anmeldet, damit's niemand anderes tut, und dann drauf rumhockt. Man muss sich aktiv darum kümmern. Aber in so'nem globalisierten multimedia Dorf funktioniert das einfach nid mehr richtig, und wie so vieles verpasst man eben sinnvolle Modernisierung ...
stefan251 schrieb am
Zudem muss man auch sagen, dass unser kontinentaleuropäisches Rechtssystem fast nicht auf Präzedenzfälle aufbaut, wie es in Amerika halt normal ist und diese Perversionen zulässt - sprich wenn einmal ein Richter etwas entschieden hat, sei es noch so obskur, können sich in späteren Verfahren die Parteien darauf berufen und sagen "Aber da war es doch so und so."
Das kann natürlich sowohl zum Nachteil (versuchter Absicherung eben wie in diesem Fall gegenüber allen möglichen und unmöglichen Präzedenzfälles) als auch zum Vorteil gereichen. Bei uns hingegen wird jedes Verfahren (fast) nur an den niedergeschriebenen Gesetzen entschieden, was halt die genau umgekehrten Vor- und Nachteile hat. Ein vergangenes möglicherweise mildes Urteil ist im Endeffekt irrelevant und man kann für dieselbe Tat mehr Strafe kriegen, wenn der Richter dies den Umständen entsprechend für richtig empfindet. Andererseits werden eben solche Abstrusitäten vermieden, da eh jeder Fall unabhängig entschieden wird und es weithin egal ist, ob mal früher etwas irgendwie entschieden wurde.
Wigggenz schrieb am
AtzenMiro hat geschrieben:Stell dir vor, du bist so ein Rechteinhaber, tolerierst kleinere Youtube-Vergehen und dann, wenn du wirklich auf dein Markenrecht bestehen willst kommt irgend so ein fuchsiger Anwalt an und bringt die tollerierten Fälle als Fallbeispiele an? Entweder oder, das ist die Devise.

Nö, ist es nicht.
Das ist nur die Devise wenn das System blind auf Präzedenzfälle vertraut und daher auf erneute materiellrechtliche Überprüfung verzichtet. Und wenn es an abstrakt-generellen Regelungen fehlt, die bei eben solchen Überprüfungen zu Grunde zu legen sind.
Beim Völkerrecht mag so eine Haltung in Ermangelung einer zuständigen supranationalen Rechtssetzungsgewalt mehr oder weniger die einzig denkbare sein, aber bei nationalem Recht führt ein starres System von verbindlichen Präzedenzfällen zu absurden Rechtslagen wie diese hier beim Markenrecht.
AtzenMiro schrieb am
stefan251 hat geschrieben:
NeoTiger hat geschrieben:Kleine Info dazu: Nach amerikanischem Recht sind die Inhaber von Urheberrechten dazu angehalten jeden noch so vagen Fall der Verletzung ihrer Urheberrechte vor Gericht zu bringen, selbst in Fällen, die sie selbst eigentlich gerne tolerieren würden.
Wenn sie es nicht tun, kann nämlich der Nächste, den sie zu guter Recht verklagen, sich auf diese Fälle als Präzedenzfälle berufen. Wer in den USA sein Urheberrecht nicht juristisch verteidigt, droht es zu verlieren.
Rockstar muss das also machen, ob sie es selbst wirklich wollen oder nicht. Sonst laufen sie Gefahr ihre Urheberrechte an GTA zu verlieren.

Wie verquer und krank sind die Rechtssysteme eigentlich geworden, dass SOWAS als normale Aktion betrachtet wird/werden muss...? Nur weil mal vor zig Jahren, als dieses System wohl noch irgendeinen tieferen Sinn hatte, (den ich ehrlich gesagt, auch nicht nachvollziehen kann) etwas nur Copyright-mäßig geschützt war, wenn man diesen Anspruch auch erhoben hat - in USA. Aus der Nicht-Weiterentwicklung von Gesetzen entstehen dann solche Auswüchse... Jeder klagt jeden...

Wieso verquer? Für mich hört es sich nur logisch an. Das ist doch genau der selbe Grund, warum die deutsche Regierung zum Beispiel sich nicht zu Reperationskosten für Griechenland bekennt, damit bloß niemand anderes in Zukunft noch mal die selben Ansprüche stellen kann. Es geht darum, Präzedenzfälle zu vermeiden.
Stell dir vor, du bist so ein Rechteinhaber, tolerierst kleinere Youtube-Vergehen und dann, wenn du wirklich auf dein Markenrecht bestehen willst kommt irgend so ein fuchsiger Anwalt an und bringt die tollerierten Fälle als Fallbeispiele an? Entweder oder, das ist die Devise.
schrieb am

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