Tekken 7: Fated Retribution: Producer wehrt sich gegen Sexismus-Vorwürfe: leichtfertige Kritiker sollten kulturelle Unterschiede respektieren - 4Players.de

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Q1 2017
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Tekken 7: Producer wehrt sich gegen Sexismus-Vorwürfe: leichtfertige Kritiker sollten kulturelle Unterschiede respektieren

Tekken 7: Fated Retribution (Action) von Bandai Namco Entertainment
Tekken 7: Fated Retribution (Action) von Bandai Namco Entertainment - Bildquelle: Bandai Namco Entertainment
In einem Interview mit Eurogamer.net wehrt sich der Producer von Tekken 7, Katsuhiro Harada, gegen die in seinen Augen ungerechtfertigte Kritik am Design mancher Charaktere in seinem Prügelspiel. Nachdem er Beschwerden über die angeblich sexistische Darstellung junger Frauen im Badeanzug erhalten habe, bittet er seine Kritiker, kulturelle Unterschiede zu respektieren. Des Weiteren sollte man das Design nicht leichtfertig kommentieren, ohne den Kontext zu beachten:

"Die Badeanzüge sind ein gutes Beispiel. Leute, die das Spiel nicht einmal spielen - sie hören vielleicht, dass es Badeanzüge darin gibt, und dann sagen sie: 'Woah, ihr habt da diese Mädchen in sexy Schwimmkleidung, was stimmt mit euch nicht? Ihr seid solche männlichen Chauvinisten, etc.' Was sie aber nicht wissen, ist, dass das in den Spielhallen startete und es Jahreszeiten-Specials sind, so wie man sie auch für Weihnachten, Halloween oder dergleichen produziert. Und es sind ja nicht nur die Frauen. Roboter haben sie, Kuma, Panda und die männlichen Charaktere haben Badekleidung. Es ist überhaupt nicht so, dass wir die weiblichen Charaktere sexualisieren wollen. Aber sie machen sich nicht die Mühe, sich darüber zu informieren, bevor sie es kritisieren. Daher ist das ziemlich frustrierend."

Diese Frustration schlug offenbar auch auf Twitter durch: Wie Eurogamer berichtet, ließ Harada sich dort im Juli zu einer recht flapsigen Antwort hinreißen, als er gefragt wurde, ob die Badeanzug-Inhalte auch im Westen veröffentlicht würden. Seine Antwort darauf habe kurz und bündig gelautet: "Fragt doch die SJWs eures Landes. HAHAHAHAHA." Später entschuldigte er sich bei einem weiblichen Serien-Fan, der sich über den Tweet ärgerte (und löschte den ursprünglichen Tweet):



Im weiteren Verlauf des Interviews gibt Harada zu bedenken, dass Kritiker auch kulturelle Unterschiede beachten sollten:

"Eine Sache, die vielleicht unheimlich an manchen Einwänden dieser schlecht informierten Kritiker ist, ist, dass es einen Charakter namens Ganryu gibt. Er ist ein Sumo-Wrestler. Aber jemand, der kein Sumo kennt, könnte einfach sagen: 'Da ist dieser Typ in einer Unterhose, das ist unangemessen.' Aber es ist ein wichtiger Teil der japanischen Kultur. Wenn man einfach so kritisiert, ohne das zu wissen, bewegt sich die Kritik in eine gefährliche Richtung."


Gegenüber Polygon.com erklärte Namco Bandai gestern, dass es noch keine offizielle Entscheidung dazu gebe, ob die Figuren in Badekleidung auch in die Konsolen-Fassungen für Japan und die USA gelangen. In den japanischen Spielhallen ist die Originalfassung bereits erschienen. Das Beat'em-Up soll hierzulande Anfang 2017 für PlayStation 4, Xbox One und PC erscheinen.

Letztes aktuelles Video: gamescom-Trailer 2016


Kommentare

dod91 schrieb am
im grunde ist es so: zieht sich eine schwangere aus, steht sie für alle werdenden mütter. zieht sich eine reife frau aus, steht sie für alle reifen frauen. outet sich ein promi/sportler(in), steht er/sie für die regenbogenbewegung. kommt aber jetzt ein spiel und irgendjemand stört sich, wird einfach die sexsismus/diskriminierungs debatte gestartet. dabei geht es im grunde, so sehe ich es jedenfalls, nicht mehr um sexsismus oder diskriminierung, sondern darum was entwickler dürfen und was nicht. das spiel auf das die debatte abzielt wird dann gar nicht mehr beachtet. im fall von Tekken 7 oder aber auch DOA wird einfach mal weggelassen, das die damen fröhlich mit kloppen. es geht doch schon so weit, das entwickler frauen in spielen gar nicht mehr in betracht ziehen für stärkere rollen, nur um mögliche debatten zu vermeiden, man((n) oder frau?) könnte sich ja am rock stören. die entwickler und aber auch die publisher werden damit in sippenhaft genommen und am ende in ihrer kreativität eingeschränkt, da eine frau, ihre rolle und ihre optik sofort als anlass genommen werden, den oft männlichen entwicklern was zu unterstellen. so wird mit aussagen wie "sexsistisch","diskriminierend" oder gar "homophob " anstellen einer echten debatte über die kreativlosigkeit der entwickler, genau das gegenteil erreicht und gute spiele mit frauenhauptrollen mangelware bleiben.
SethSteiner schrieb am
Appache hat geschrieben:
SethSteiner hat geschrieben:Äh? Was hat das eine mit dem anderen zutun? Es ist gut Schwule und Lesben in Videospielen zu haben oder starke Frauen oder Schwarze, allgemein eben Vielfalt, weil es das Erlebnis bereichert. Es ist eine bessere Darstellung unserer Welt und es macht die Welten in Videospielen sowohl authentischer als auch vielfältiger. Genauso ist es gut, wenn Prinzessin Zelda nicht gerettet wird, weil die Damsel in Distress ein zum Kotzen ausgelutschtes Szenario ist. Dagegen ist die Behauptung der Diskriminierung, wenn eine Frau im Bikini zusehen ist, kompletter Blödsinn und zeigt ein deutlich mangelndes Verständnis davon auf, was Sexismus eigentlich ist. Besonders schlimm wird es, wenn Dinge kritisiert werden, obwohl sie auf beide Geschlechter zutreffen, wie die Möglichkeit der Tötung bei Hitman in Sarkeesians Video. Du setzt hier zwei völlig verschiedene Dinge gleich, wobei das eine positiv ist, weil es Spiele bereichert und größer macht und das andere was fehlendes Verständnis aufzeigt und für Homogenisierung sorgt.

Das kann man sehr wohl unter einer Gesamtüberschrift packen! Und, nix gegen dich, aber das ist deine Meinung. Ich hab da eben keinen Bock drauf. Ich will sowas in Videospielen nicht haben. Ich hab mir da noch nieeeeee Gedanken gemacht, bevor das im Internetz thematisiert wurde
Das darf ich doch für mich so sehen, oder nicht?
im Übrigen darf Prinzessin Zelda in meiner Welt sehr wohl gerettet werden, da ich Computerspiele spiele, um eine Geschichte zu erleben (sei sie noch so kitschig) und nicht einen moral-konformen Tripple-A Hollywoodstreifen nachspielen möchte.

Nein, man kann es nicht unter einer Geaamtüberschrift packen und ich habe erklärt wieso das so ist. Daher ist das auch keine Meinung sondern ein Fakt, basierend auf Logik. Mehr und weniger sind zwei unterschiedliche Dinge. Du darfst...
Asturaetus schrieb am
Temeter  hat geschrieben:
ronny_83 hat geschrieben:
Temeter  hat geschrieben:Meine Güte, wie emotional manche Leute immer bei nackter Haut werden, und das dort komplett andere Maßstäbe angesetzt werden müssen.

Ich werd nicht emotional bei nackter Haut, sondern wenn mich User für dumm verkaufen wollen. Wenn die Japaner nach solchem Zeug schreien, haben sie es auch nicht anders verdient. Sollen die Entwickler stolz drauf sein, Badeanzüge bereitzustellen, um die Fans glücklich zu machen.

Was für eine moralische Verkommenheit :Blauesauge:

Noch viel schlimmer: Moralisch verkommen. Und Spaß dran! :lol:
Temeter  schrieb am
ronny_83 hat geschrieben:
Temeter  hat geschrieben:Meine Güte, wie emotional manche Leute immer bei nackter Haut werden, und das dort komplett andere Maßstäbe angesetzt werden müssen.

Ich werd nicht emotional bei nackter Haut, sondern wenn mich User für dumm verkaufen wollen. Wenn die Japaner nach solchem Zeug schreien, haben sie es auch nicht anders verdient. Sollen die Entwickler stolz drauf sein, Badeanzüge bereitzustellen, um die Fans glücklich zu machen.

Was für eine moralische Verkommenheit :Blauesauge:
Appache schrieb am
SethSteiner hat geschrieben:Äh? Was hat das eine mit dem anderen zutun? Es ist gut Schwule und Lesben in Videospielen zu haben oder starke Frauen oder Schwarze, allgemein eben Vielfalt, weil es das Erlebnis bereichert. Es ist eine bessere Darstellung unserer Welt und es macht die Welten in Videospielen sowohl authentischer als auch vielfältiger. Genauso ist es gut, wenn Prinzessin Zelda nicht gerettet wird, weil die Damsel in Distress ein zum Kotzen ausgelutschtes Szenario ist. Dagegen ist die Behauptung der Diskriminierung, wenn eine Frau im Bikini zusehen ist, kompletter Blödsinn und zeigt ein deutlich mangelndes Verständnis davon auf, was Sexismus eigentlich ist. Besonders schlimm wird es, wenn Dinge kritisiert werden, obwohl sie auf beide Geschlechter zutreffen, wie die Möglichkeit der Tötung bei Hitman in Sarkeesians Video. Du setzt hier zwei völlig verschiedene Dinge gleich, wobei das eine positiv ist, weil es Spiele bereichert und größer macht und das andere was fehlendes Verständnis aufzeigt und für Homogenisierung sorgt.

Das kann man sehr wohl unter einer Gesamtüberschrift packen! Und, nix gegen dich, aber das ist deine Meinung. Ich hab da eben keinen Bock drauf. Ich will sowas in Videospielen nicht haben. Ich hab mir da noch nieeeeee Gedanken gemacht, bevor das im Internetz thematisiert wurde
Das darf ich doch für mich so sehen, oder nicht?
im Übrigen darf Prinzessin Zelda in meiner Welt sehr wohl gerettet werden, da ich Computerspiele spiele, um eine Geschichte zu erleben (sei sie noch so kitschig) und nicht einen moral-konformen Tripple-A Hollywoodstreifen nachspielen möchte.
schrieb am

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