Thimbleweed Park: Ron Gilbert schreibt über Budgetplanung und Kosten - 4Players.de

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2D-Adventure
Entwickler: Terrible Toybox
Publisher: Terrible Toybox
Release:
2017
2017
2017
30.03.2017
30.03.2017
30.03.2017
30.03.2017

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Thimbleweed Park: Ron Gilbert schreibt über Budgetplanung und Kosten

Thimbleweed Park (Adventure) von Terrible Toybox
Thimbleweed Park (Adventure) von Terrible Toybox - Bildquelle: Terrible Toybox
In einem sehr langen und ausführlichen Beitrag hat Ron Gilbert, seines Zeichens ehemaliger LucasArts-Veteran und u.a. verantwortlich für Klassiker wie Maniac Mansion und The Secret of Monkey Island, in einem Blog-Beitrag über das Budget und Kosten bei der Entwicklung von Thimbleweed Park geschrieben.

Dem Team um den Designer wurden via Kickstarter 626.250 Dollar zugesagt, damit es ein neues Adventure im alten Stil entwickelt. Das hört sich nach einen durchaus attraktiven Budget an, doch als Gilbert in einem Podcast sagte, dass er sich bei der Spieleentwicklung eigentlich immer Sorgen um die Finanzierung mache, entstanden schnell Schlussfolgerungen, dass das Studio unter Geldproblemen leide und die Weiterentwicklung von Thimbleweed Park gefährdet sei.

Das ist laut Gilbert nicht der Fall. Allerdings betont er, dass 500.000 Dollar auf dem Bankkonto zunächst sehr beruhigend aussehen können. Doch trotzdem müsse man mit diesem Betrag so umgehen, als wären es nur 5000 oder sogar nur 500 Dollar. Denn man sollte sich laut Gilbert immer klar machen, dass am Ende jeder einzelne Dollar zählt. Zu Lucasfilm Zeiten sei dies noch anders gewesen: Wurde dort mal das Budget um 20 Prozent überschritten, gab es zwar ein klärendes Gespräch, aber niemand musste um seinen Job bangen. Jetzt, bei seiner eigenen Firma, sei dies anders. Wenn hier das eigene Geld und Budget aufgebraucht ist, kann man die Leute nicht mehr bezahlen. Und wer nicht länger bezahlt wird, der arbeitet in der Regel auch nicht länger mit.

Deshalb plant Gilbert zunächst grob, wie viele Leute er sich mit dem angesetzten Budget für welchen Zeitraum leisten kann. Erst danach beginnt er mit seiner eigentlichen Arbeit als Spieldesigner und startet die Vorproduktion. Erst danach bekommt man einen besseren Überblick über den noch bevorstehenden Arbeitsaufwand und schnurrt die Budgetplanung fester. Gleichzeitig legt man im Zeitplan die Marschroute fest, wer wann was und wie lange macht. Um sich ein Bild davon zu machen, wie so ein Budgetplan aussieht, hat Gilbert den folgenden Screenshot veröffentlicht:




Gilbert möchte damit nicht nur eine größtmögliche Transparenz, sondern auch einen Einblick in die wirtschaftlichen Aspekte der Spiele-Entwicklung bieten. Laut eigener Aussage arbeiten sowohl er als auch Gary Winnick für Peanuts, müssen aber essen und ihre Miete zahlen. Auch bei Rest des Teams gibt er zu, dass sie als Mitarbeiter eines großen Studios wahrscheinlich deutlich mehr verdienen würden. Wichtig sei aber, dass man sie für ihre Arbeit entlohne und sich nicht auf Angebote von Leuten einlässt, die sogar ohne Bezahlung zum Projekt beitragen würden.

"It's important to have team members that can work as professionals and you pay people that are professionals. You should respect people's time and talent and pay them for their work. It's what the Kickstarter money was for after all."


Darüber hinaus führt Gilbert aus, dass die Bezahlung von Testern / Bug-Jägern für ihn eigentlich immer gut investiertes Geld ist. Ursprünglich waren nur drei Leute für die Qualitätssicherung vorgesehen, doch entschied sich Gilbert, für die Xbox-One-Umsetzung das Budget für einen weiteren Tester zu bewilligen.

Zusätzlich führt er in seinem Beitrag weitere Kostenfresser auf, angefangen bei Komponisten über Sprachaufnahmen bis hin zu Marketing und PR bei Messeauftritten. Doch so gut der Plan auch sein mag: "Budgets sind lebende Dokumente", meint Gilbert und merkt an, dass es immer wieder spontane Anpassungen oder Änderungen geben kann. Derzeit verschlingt Thimbleweed Park, das laut Gilbert eher ein kleines Projekt ist, zwischen 20.000 und 30.000 Dollar pro Monat. Deshalb wird er auch immer skeptisch bei anderen Kickstarter-Projekten, die zwar nur um ein geringes Mindest-Budget bitten, aber gleichzeitig eine Anzahl an Mitarbeitern aufführen, die drei Seiten füllen.

"Es gibt viele Wege, das Budget zu machen. Und ich bin mir sicher, dass es auch bessere Wege gibt, aber für mich hat es so immer funktioniert."

Letztes aktuelles Video: Coming to Xbox One


Quelle: Thimbleweed Park Blog

Kommentare

superboss schrieb am
bei den Bildern kommen sofort soviele Erinnerungen hoch..zuerst dachte ich das würde seine alten Klassiker leicht aufgehübscht zegen.
crewmate schrieb am
adventureFAN hat geschrieben:Ja mein Gott, ihr macht euch auch die Mühe über mich zu meckern.
Bleibt mal locker.
Hab übrigens auch nicht behauptet das es eine schlechte oder belanglose Nachrichten sein soll.
ICH finde den Zahlenschmuh langweilig. #DealWithIt
Du hast schon recht. Ich kann mich auch nicht davon freisprechen, gelegentlich mal in diese Richtung abzudriften.
adventureFAN schrieb am
Ja mein Gott, ihr macht euch auch die Mühe über mich zu meckern.
Bleibt mal locker.
Hab übrigens auch nicht behauptet das es eine schlechte oder belanglose Nachrichten sein soll.
ICH finde den Zahlenschmuh langweilig. #DealWithIt
crewmate schrieb am
Nein, aber ein Grund, warum die Newskommentare nerven.
Denn schlechte oder belanglose Nachrichten sind das zur Abwechslung mal nicht.
adventureFAN schrieb am
Ja, nur bin ich nicht der Nabel der Welt ;D
Du projizierst meine Langweile auf die gesamte Spielerschaft und das ist falsch.
Hab ich ja auch nicht gemacht.
schrieb am

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