Street Fighter 5: Spieler beschweren sich über "Nackt-Zensur", Produzent Yoshinori Ono reagiert - 4Players.de

4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell. 4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell.
Beat-em up
Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
Release:
16.02.2016
16.02.2016
Vorschau: Street Fighter 5
 
 
Test: Street Fighter 5
77

“Die Kampfmechanik ist über jeden Zweifel erhaben, doch die gegenwärtige Inhaltsarmut macht dem vermeintlichen Prügelkönig ebenso zu schaffen wie die Serverprobleme.”

Wie findest Du das Spiel?

Spielinfo Bilder Videos

Street Fighter 5
Ab 34.99€
Jetzt kaufen

Schnäppchen-Angebote

Stellenmarkt Jobbörse Jobware

Nachrichten

Folge uns

       

Street Fighter 5: Spieler wehren sich mit Petition gegen "Nackt-Zensur", Produzent Yoshinori Ono reagiert

Street Fighter 5 (Action) von Capcom
Street Fighter 5 (Action) von Capcom - Bildquelle: DualShockers
Aktualisierung vom 9. Dezember 2015, 11:26 Uhr:

Inzwischen hat Produzent Yoshinori Ono in einem UOL-Interview (via NeoGAF) zur Thematik Stellung genommen, wie die Kollegen von DualShockers melden. Demnach habe man die besagte Poklatsch-Zensur nicht aufgrund externer Einflüsse vorgenommen, sondern man sei studiointern darauf gekommen, diese Änderungen vorzunehmen, um zum einen eine möglichst große Anzahl an Spielern zu erreichen und zum anderen nichts im Spiel zu haben, das bei jemanden Unbehagen auslösen könnte. Zwar könne man vermutlich nicht alles, das als anstößig empfunden werden könnte, entfernen. Das Ziel sei allerdings die Zahl möglicher Anstößigkeiten so gering wie möglich zu halten, damit jeder das Spiel ohne Bedenken genießen könne. Da man dieses Mal auch Spieler erreichen wolle, die noch nie zuvor ein Kampfspiel angerührt haben, könne man nichts im Spiel belassen, das von Leuten als nicht akzetapel angesehen werden könnte, so Ono.

Ursprüngliche Meldung vom 10. November 2015, 10:25 Uhr:

Die Kämpferin Mika schlägt sich im Prügelspiel Street Fighter 5 bei ihrer Siegespose auf den spärlich bedeckten Hintern. Allerdings hat Capcom die Animation bzw. die Kameraführung mittlerweile überarbeitet, so dass der Moment, in der ihre Hand auf die Backen klatscht, durch eine leichte Erhöhung nicht mehr abgebildet wird.

Und diese kleine Änderung ist laut PC Gamesn Grund für den Aufschrei einiger Fans, die Capcom mit einer Petition auf Change.org dazu bewegen wollen, diese "Nackt-Zensur" wieder rückgängig zu machen.

"Wir wollen die Zensur in dieser Form nicht akzeptieren und wir möchten keine zensierten Spiele erwerben", heißt es in der Petition. "Der Inhalt muss unzensiert bleiben und seine originale Form beibehalten, wenn das Spiel veröffentlicht wird. Dies sollte auch für alle aktuellen Inhalte der Beta-Fassung gelten, bei denen ihr Unternehmen eventuell beabsichtigt, eine Zensur vorzunehmen - warum auch immer."

Bisher unterstützen 1147 Personen die Petition, die Kameraeinstellung wieder ein Stückchen weiter nach unten zu verschieben.

Letztes aktuelles Video: Trailer zur Paris Games Week


Quelle: PC Gamesn / DualShockers / UOL / NeoGAF

Kommentare

Sharkie schrieb am
Sir Richfield hat geschrieben: Denn diese Änderungen werden ja gemacht, damit man es in den USA nicht mit einem Mob wütender Hausfrauen zu tun bekommt, die eine Verrohung der Sitten sehen. (Deren Version des "besorgten Bürgers" quasi.)
Die Macht eines solchen Mobs ist nicht zu verachten und wenn meine Geschichtskenntnisse da nicht auf falschen Quellen beruhen der Grund für das eher alberne Piepen und Verwischeffekte im US (Free) TV...
(Die Vorläufer des Shitstorms...).
Natürlich ist die "Angst" hier nicht, dass diese wütenden Hausfrauen sich für $X in einen Flieger setzen und die Capcom Zentrale belagern.
Die "Angst" ist rein wirtschaftlich.
Ich vermute ja, es wird hier allenfalls(!) um das Erreichen eines niedrigeren Altersfreigabe-Ratings (wohlgemerkt in Ländern, in denen ein Popoklatscher für ein solches Rating relevant ist) gehen. Eine Praxis, die im Filmbereich gang und gäbe ist. Nicht falsch verstehen: Ich halte diese Praxis für kunstfeindlich, bedauernswert und lächerlich, möchte sie also sicher nicht verteidigen, sondern vielmehr auf ihre Banalität hinweisen.
Ja, die "Angst" ist rein wirtschaftlich. Darin volle Zustimmung. Glaubt wirklich jemand, dass dieser Popoklatscher irgendeine US-Hausfrau auf die Palme gebracht, geschweige denn zu Protesten motiviert hätte? Glaubt jemand daran, dass Sarkeesian (Erster!) am Beispiel des Klatschers Sexismus in Street Fighter 5 angeprangert hätte, dieses Unterfangen nun aber in Ermangelung geeigneten Belegmaterials abblasen muss? Glaubt irgendwer, das Wegfallen der Animation würde angesichts gewisser einschlägiger Kostüme, Soundeffekte, Kameraschwenks und, nun ja, anderer Animationen das Urteil irgendeiner Person auf diesem Erdball ändern bezüglich der Frage, ob sie Street Fighter 5 nun "anstößig" findet oder nicht?
Sir Richfield hat geschrieben: Und DAS ist die Stelle, an der der Begriff "Zensur" ins Spiel...
Sir Richfield schrieb am
Usul hat geschrieben:Aber hier sagt der Urheber des Werks, daß die Änderungen nicht auf Druck von außen vorgenommen wurden, sondern nach reiflicher Überlegung und letztendlich für wirtschaftliche Zwecke. Es will mir nicht wirklich einleuchten, wie man hier weiterhin von Zensur sprechen kann.
Tun wir ja nicht, wir reden hier ja korrekterweise von der SELBSTZensur, die der Zensur (Änderungen durch Dritte kurz vor der Veröffentlichung) zuvorkommt, indem sie die Änderungen vornimmt, bevor andere es können.
Der Druck von Außen steht doch in Herrn Onos Worten sehr deutlich da: Die "Furcht", (zu) anstößig zu sein.
Bevor also jemand anderes sagt "SO senden wir das nicht!", bzw der von mir angeführte Mob kommt, nimmt man sich lieber selber im Vorfeld zurück.
Auf diesen Unterschied: "Nee, das gefiel mir nicht, das habe ich wieder rausgenommen" gegen "Hmm, ich glaube, das könnte manchen nicht gefallen" habe ich auch schon hingewiesen.
An der Stelle wird es für mich ja so... ich sage mal lächerlich.
Man ist sich sehr klar, was man da auf den Bildschirm zaubert und ein Stück weit verteidigt man das dann ja auch.
Und dann ändert man solche (Im Vergleich und in meinen Augen) Lächerlichkeiten, nachdem man lang und breit nachgedacht hat, was jetzt davon problematisch sein könnte.
Am "Kern" des Problems ändert man dann aber eigentlich nix, die Texturen und Animationen sind gleich.
Ich weiß halt gerade nicht, was ich da komischer finden soll:
Dass man das für die Lösung hält
Dass das für manche ein (echtes) Problem darstellt (hätte darstellen können)
Dass man das so dämlich kommuniziert
Dass man sich so drüber echauffiert
Dass sich ein TechRed und ein Übersetzer um Terme streiten statt um Inhalte
...
Usul schrieb am
Sir Richfield hat geschrieben:Oder um es mit einer Umkehrung deiner Worte zu sagen: Nur weil einem die Änderungen egal sind, kann es trotzdem Zensur sein. (Und zwar im Wortsinne, Usul. ;) )
Was genau ist denn der Wortsinn von "Zensur" deiner Meinung nach?
Ich habe versucht, eine Definition von "Zensur" zu vermitteln (mit der ich, wie gesagt, nicht alleine stehe... ganz gleich, ob jemand lapidar sagt "Falsch! Auch wenn du mir widersprichst!"). Wenn man alle Änderungen, die auf äußere Einflüsse zurückgehgen, an einem Werk durch den Urheber dieses Werkes als Zensur auffassen wollten, wäre dieser Begriff "Zensur" ein ziemlich beliebiger und nichtssagender.
Ungeachtet dessen ist nichts dagegen einzuwenden, auch alle anderen Arten von Änderungen als Zensur (in der u.a. von mir vorgebrachten Definition) zu kritisieren, wenn man damit nicht einverstanden ist.
Aber hier sagt der Urheber des Werks, daß die Änderungen nicht auf Druck von außen vorgenommen wurden, sondern nach reiflicher Überlegung und letztendlich für wirtschaftliche Zwecke. Es will mir nicht wirklich einleuchten, wie man hier weiterhin von Zensur sprechen kann.
Sir Richfield schrieb am
Das heißt bei mir Strukturierte Terminologie. ;)
schrieb am

Facebook

Google+