Street Fighter 5: "Sicherheitsupdate" im September-Patch öffnete Hintertür für Dritte und brachte weitere Probleme; Capcom reagierte mit Rollback-Patch - 4Players.de

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Beat-em up
Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
Release:
16.02.2016
16.02.2016
Vorschau: Street Fighter 5
 
 
Test: Street Fighter 5
77

“Die Kampfmechanik ist über jeden Zweifel erhaben, doch die gegenwärtige Inhaltsarmut macht dem vermeintlichen Prügelkönig ebenso zu schaffen wie die Serverprobleme.”

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Street Fighter 5: "Sicherheitsupdate" im September-Patch öffnete Hintertür für Dritte und brachte weitere Probleme; Capcom reagierte mit Rollback-Patch

Street Fighter 5 (Action) von Capcom
Street Fighter 5 (Action) von Capcom - Bildquelle: Capcom
Mit dem September-Update hat Capcom auf dem PC eine neue Anti-Crack-Methode implementiert, die einige Nutzer davon abhalten sollte, die ausführbare Datei von Street Fighter 5 zu hacken. Auch Cheater, die mit illegalen Machenschaften (Speicher-Adressen-Hacks) an die Ingame-Währung "Fight Money" gelangen wollten, sollten durch dieses clientseitige Sicherheitsupdate ausgesperrt werden. Allerdings sorgte genau dieses Update dafür, dass viele Leute das Prügelspiel überhaupt nicht mehr starten konnten, was zunächst auf Probleme mit der Anti-Viren-Software geschoben wurde. Danach fanden aber mehrere Spieler heraus (u.a. durch ungewöhnliche Windows-Meldungen beim Spielstart; Spiel erfordert "Kernel Access"), dass mit dem Update eine sys-Datei in das Windows-Verzeichnis kopiert wurde, die eigentlich das Spiel schützen sollte, aber eine mögliche Hintertür in das System für Dritte offen ließ. In diversen Berichten ist von einem Rootkit die Rede, auf das die Viren-Scanner entsprechend ansprangen. Es folgte viel Kritik von PC-Spielern. In der Zwischenzeit hat Capcom aber reagiert und das Sicherheitsupdate als Bestandteil des September-Updates via Rollback-Patch zurückgezogen.  

Zu dem clientseitigen Sichterheitsupdate schrieb Capcom am 22. September: "As a part of the new content and system update releasing later today, we're also rolling out an updated anti-crack solution (note: not DRM) that prevents certain users from hacking the executable. The solution also prevents memory address hack that are commonly used for cheating and illicitly obtaining in-game currency and other entitlements that haven’t been purchased yet.

The anti-crack solution does not require online connectivity in order to play the game in offline mode; however, players will be required to click-confirm each time they boot up the game. This step allows 'handshake' to take place between the executable and the dependent driver prior to launch."



Quellen: Polygon; Steam #1, #2; Reddit

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Kommentare

8BitLegend schrieb am
Wirklich schade drum. Capcom hat den Tiefflug leider bewusst riskiert, um bei Erfolg ein für sich lukratives Geschäftsmodell etablieren zu können und bei einem Misserfolg das Risiko gering zu halten. Das ist so ambitionslos, da fühle ich mich als potentieller Kunde einfach nicht wertgeschätzt.
Ich denke die Street Fighter Marke ist mittlerweile stärker als Capcom selbst. Ich wüsste aber auch nicht bei wem sie im Falle einer Insolvenz anschließend gut aufgehoben wäre. Persönlich interessiert mich eigentlich auch nur noch ein Reboot mit neuer Spielmechanik und neuem Look. SFIV war m.E. ein würdiger Abschluss des klassischen Konzepts.
NewRaven schrieb am
ChrisJumper hat geschrieben:Ja wenn Steam den Grafikkarten-Treiber aktualisiert. Aber auch bei diversen Spielen die sich eben nicht installierten ließen ohne Administrative Rechte, wie beispielsweise Arma 2.
Gut möglich das sich da einiges getan hat. Aber es ist halt wie bei allem, entweder man vertraut der Quelle oder man vertraut ihr nicht. Beim Kauf von SF5 stand nicht dabei mit welchen Rechten sie ausgeführt werden. Es wäre ein starkes Stück wenn deswegen jetzt das Programm diese nachträglich fordert. Andererseits sind Anti-Cheat Programme Pflicht, wenn man unbedingt online spielen möchten. Genau wie die aktuellste Version des Spieles.
Demnach müsste man hier einfach der Capcom.sys im Windows Verzeichnis dem Virenscanner die nötigen Rechte einräumen, denn mit dem selben Vertrauen dem man Steam oder Windows entgegen bringt das da nichts schief läuft, bleibt einem bei Capcom halt auch keine andere Wahl.

Gut, in diesem Fall war es dann schlicht der Grafikkartentreiber (wobei die seit geraumer Zeit eigentlich auch keinen Neustart mehr verlangen). Und wenn eine Anwendung unter Steam zur Installation oder zum Updaten Admin-Rechte braucht, so liegt das immer am Installationsort. Sehr wohl kommt es allerdings bei manchen Spielen vor, dass sie zum Ausführen Admin-Rechte brauchen... aber das ist ja nichts, was man Steam anlasten könnte.
Adminstrative Rechte und das Laden eines Kernelmoduls bzw. Kerneltreibers sind außerdem auch nochmal zwei verschiedene paar Schuhe... insbesondere auch, was die Sicherheitsbedenken angeht. Der Kerneltreiber kann nämlich, einmal installiert (deshalb braucht man dafür eben auch Admin-Rechte) in der Tat, sofern er wirklich böse Absichten verfolgt, absolut alles an deinem System tun - und zwar ohne das du das bemerken würdest (jedenfalls nicht, wenn du nicht gezielt darauf achtest). Eine Anwendung, die "nur" administrative Rechte braucht, wird diese immer...
ChrisJumper schrieb am
NewRaven hat geschrieben:Musstest du deinen PC schonmal nach der Steam-Installation oder nach einem Update neu starten?
Ja wenn Steam den Grafikkarten-Treiber aktualisiert. Aber auch bei diversen Spielen die sich eben nicht installierten ließen ohne Administrative Rechte, wie beispielsweise Arma 2.
Gut möglich das sich da einiges getan hat. Aber es ist halt wie bei allem, entweder man vertraut der Quelle oder man vertraut ihr nicht. Beim Kauf von SF5 stand nicht dabei mit welchen Rechten sie ausgeführt werden. Es wäre ein starkes Stück wenn deswegen jetzt das Programm diese nachträglich fordert. Andererseits sind Anti-Cheat Programme Pflicht, wenn man unbedingt online spielen möchten. Genau wie die aktuellste Version des Spieles.
Demnach müsste man hier einfach der Capcom.sys im Windows Verzeichnis dem Virenscanner die nötigen Rechte einräumen, denn mit dem selben Vertrauen dem man Steam oder Windows entgegen bringt das da nichts schief läuft, bleibt einem bei Capcom halt auch keine andere Wahl.
Die einzigen Anwendungen, die wirklich legitim Rechte anfordern dürfen, Bereiche des Kernels zu modifizieren, zu überwachen oder ähnliches, sind neben Treibern natürlich, Sicherheitsanwendungen (Antimalware, Firewall u.s.w.).
Da stimme ich dir aber natürlich grundsätzlich zu.
NewRaven schrieb am
ChrisJumper hat geschrieben:
Aber es ist nur eine Frage der Zeit bis sie das ordentlich hin bekommen und genau wie Steam oder nahezu jeder Treiber unter Windows, entsprechende Kernel-Rechte einfordert.

Ich hab dazu jetzt mal ein paar technische Fragen. Erstens, was genau sind "Kernel-Rechte"? Und zweitens inwiefern modifiziert Steam denn deinen Kernel-Stack? Das Treiber das tun, ist recht normal, denn die müssen ja geladen werden (etwas ähnliches wie ein Treiber dürfte es auch im Falle von SF5 gewesen sein... nämlich etwa die Methode, die damals SecureRom als Kopierschutz verwendet hat... deshalb auch das Kopieren einer (Treiber-)Datei ins Windowsverzeichnis... das kommt einem Rootkit schon in der Tat sehr nahe), aber Steam? Musstest du deinen PC schonmal nach der Steam-Installation oder nach einem Update neu starten? Hat Windows dir verweigert, den kompletten Steam-Ordner zu löschen, weil Dateien in Benutzung waren, obwohl Steam nicht geladen war? Irgendwelche Hintergrundprozesse oder sonst irgendwas von Steam bemerkt, wenn Steam nicht gestartet war? Also ich nicht... Steam arbeitet brav auf Nutzerebene, da gibts keine Kernel-Injections, da gibts keine mitgeladenen Modultreiber (außer du nutzt einen Steam-Controller oder Steam-Link) - Steam ist und verhält sich wie eine ganz normale Nutzeranwendung - und fordert selbst bei VAC-Verbindungen keine höheren Rechte ein). Der einzige Moment, wo du Steam höhere Rechte einräumen musst, ist, wenn Spiele irgendwelche Runtimes installieren müssen oder aber, wenn du Spiele in UAC-geschützte Verzeichnisse installieren möchtest. Die einzigen Anwendungen, die wirklich legitim Rechte anfordern dürfen, Bereiche des Kernels zu modifizieren, zu überwachen oder ähnliches, sind neben Treibern natürlich, Sicherheitsanwendungen (Antimalware, Firewall u.s.w.). Steam tut das nicht, Battle.net tut das nicht, Origin tut das nicht, uPlay tut das nicht, GoG Galaxy...
ChrisJumper schrieb am
Nino-san hat geschrieben:Eigentlich ist absolut alles seltsam an Street Fighter V.

Sehr viele wahre Worte. Aber anhand der Lage von Capcom.. ich vergleiche sie gerne mit Konami. Es ist mir unbegreiflich wie so ein Unternehmen eigentlich so an die Wand fahren konnte über die Jahre, aber aktuell scheinen sie andere Interessen zu haben als "gute Vidospiele zu entwickeln". Entweder man akzeptiert das, oder man hofft das sie irgendwann auf ihre Wurzeln zurück kommen.
So ganz glaube ich einfach nicht mehr dran. Die Zeiten sind vorbei und ich hoffe nur noch das ihre Medien dritte junge Programmierer und Studios inspirieren. Doch insgeheim hat SF5 etwas das den ersten Spielen sehr nahe kommt. Selbst wenn es nur ein 60% Spiel bleibt wünsche ich ihnen alles gute bei der Entwicklung. Der Rest ist wirklich ugly. Doch der Rest ist auch fast so solide wie die ersten Games.Beispiel RE 1 und das 4 Remake. Ich trotzdem froh das es entwickelt wurde.
Hoffe aber insgeheim andere Kultur-Schmieden schaffen würdige Nachfolger.
schrieb am

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