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EGM über Publisherblockaden

In einem Editorial in der der neuesten Ausgabe der Electronic Gaming Monthly spricht Dan Hsu über das Verhältnis des Magazins zu einigen Publishern, mit denen man sich derzeit etwas weniger gut zu verstehen scheint.

Früher, so der Chefredaktuer der Publikation, hätten die Spielehersteller keine Werbung mehr geschaltet, "um ein Magazin für unvorteilhafte Artikel abzustrafen." Heutzutage würde sie einen allerdings auch von der Berichterstattung ausschließen wollen.

"Das ist eine interessante Situaton: Zeigt uns die Spiele nicht, dann können wir auch nichts Schlechtes über sie schreiben. Zeigt ihr uns die Spiele nicht, dann können wir allerdings auch nichts Gutes über sie schreiben."

Spielehersteller hätten schon seit jeher Probleme mit den Tests des mittlerweile 19 Jahre alten Magazins gehabt. Seit er 2001 das Ruder übernahm, hatte sich Hsu allerdings auch dafür stark gemacht, die Previews spürbar kritischer zu gestalten - die wären bis dahin eher umformulierte Pressemitteilungen der Publisher gewesen. Hsu forderte mehr Offenheit und Meinung von seinen Redakteuren ein. Ein Kurs, der von den Lesern bisher hervorragend aufgenommen wurde, bei den Herstellern naturgemäß nur für wenig Begeisterung sorgte.

"Nachdem derzeitigen Stand der Dinge könnt ihr zu folgenden Dingen weniger oder keine Berichterstattung erwarten: Alles was mit Mortal Kombat zu tun hat (sie mochten unsere Reviews nicht), alles von Sonys Sportspieldivision (aus dem gleichen Grund) und, seit Neuestem, alles von Ubisoft (hier war wohl die Berichterstattung über Assassin's Creed der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte)."

Man werde die Produkte jener Firmen genauso wie alle anderen Spiele behandeln und über sie berichten, so gut wie das möglich ist - mit oder ohne deren Unterstützung; aus den genannten Gründen kann es aber sein, dass EGM und 1UP nicht so viel bieten können wie andere Magazine.

Bereits Anfang 2007 hatte einer der Redakteure in seinem Blog erwähnt, dass man bei Midway keine Testmuster mehr erhalte. Anm. d. R.: Assassin's Creed wurde in der Januar-Ausgabe der EGM von drei Redakteuren mit 7.0, 6.0 und 4.5 bewertet und war auch schon in den Previews schlechter weggekommen als in anderen Magazinen.
Autor: Julian Dasgupta
Quelle: Februarausgabe EGM
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Kommentare

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  • Bily84 schrieb:
    Habe mir den 4p test zur gemüte gezogen. Und ich war sehr unzufrieden, nicht wegen der wertung. Die wertung konnte mich da noch nicht stören da ich das game weder bestellt nocht angespielt hatte. Aber ich konnte die ansichten und meinungen der 4p redakteure zu
     [...]
    Bily84 schrieb:
    Habe mir den 4p test zur gemüte gezogen. Und ich war sehr unzufrieden, nicht wegen der wertung. Die wertung konnte mich da noch nicht stören da ich das game weder bestellt nocht angespielt hatte. Aber ich konnte die ansichten und meinungen der 4p redakteure zu diesem test nicht teilen.
    Du konntest Ansichten und Meinungen nicht teilen? Natürlich konntest du es nicht, du hast es ja auch noch nicht gespielt gehabt. :roll:
  • Bily84 schrieb:
    Denn wie gesagt, oft sind die begründungen bzw argumente der 4p Tester einfach nicht nachvollziehbar/relevant für mich.
    Immerhin schreiben die 4p-Tester Begründungen für ihre Wertung. Bei vielen Tests die man heutzutage liest scheint es sich um  [...]
    Bily84 schrieb:
    Denn wie gesagt, oft sind die begründungen bzw argumente der 4p Tester einfach nicht nachvollziehbar/relevant für mich.
    Immerhin schreiben die 4p-Tester Begründungen für ihre Wertung. Bei vielen Tests die man heutzutage liest scheint es sich um vom Publisher vorformulierte Werbetexte zu handeln. AC wurde deshalb so schlecht in der EGM bewertet weil es viele Bugs und zudem haufenweise sich wiederholende öde Quests hat. Klar gibt es Leute die trotzdem Spass an dem Spiel haben können. Für mich ist bei einem Testbericht die Endnote völlig uninteressant. Ich will das im Tests alle guten Seiten aber vor allem auch alle Kritikpunkte eines Spiels beschrieben werden. Dadurch kann sich der Leser dann selbst eine Meinung bilden ob diese genannten Spielemängel für ihn auch so eklatant sind oder nicht. Ein Testbericht der nur aus Lobhuldigungen besteht und die Kritikpunkte, aus welchen Gründen auch immer, nicht erwähnt nützt mir gar nichts. Ich habe AC schnell wieder zur Seite gepackt. Warum? Nicht wegen der vielfach öden Missionen sondern wegen der Grafik. Die ist hübsch, ohne Frage, aber das Tearing in der Xbox-Version (die PS3-Version kenne ich nicht) war ja schauerlich. Wenn die Xbox solche Grafik nicht mit Vsync schafft dann muss die Grafik halt runtergeschraubt werden, aber auf Teufel komm raus diese Grafik in die Box zu pressen und dafür Ruckler und Tearing in Kauf nehmen? Ich habe meine Xbox-AC wieder verkauft und werde mir die PC-Version zulegen, die neben der verbesserter Grafik auf meinem PC auf jedenfall mit Vsync laufen wird.
  • Jeder wie er es braucht....