Dave Perry zeigt Gaikai-Dienst

von Julian Dasgupta,
Allgemein (Sonstiges) von 4Players
Bildquelle: 4Players
Als OnLive auf der Game Developers Conference 2009 von sich reden machte, zeigte sich David Perry etwas neidisch - er selbst arbeite an einem vergleichbaren Angebot, das er auf der E3 vorstellen wollte. Aufgrund einiger Patente, die man noch nicht best├Ątigt bekomme hatte, war dann allerdings nichts vom Gaikai genannten Dienst auf der Messe in Los Angeles zu sehen.

Auf seiner eigenen Webseite stellt Perry den Stream-Dienst jetzt per Video vor. Ähnlich wie bei OnLive gilt auch hier: Die Spiele selbst werden auf den Servern ausgeführt, der Nutzer bekommt nur das Videosignal serviert und schickt seinerseits die Steuerungssignale ab. Dadurch dürften sowohl Gaikai als auch OnLive auf eher schwachbrünstigen Rechnern funktionieren - die müssten nur potent genug für den Videostream und an einen Breitbandanschluss angebunden sein.

In der Demo zeigt Perry, wie Spiele wie Spore, Mario Kart 64, Need for Speed: ProStreet und - nat├╝rlich - World of WarCraft ├╝ber Gaikai laufen. Als Plattform f├╝r das Video und den Input dient ein einfacher Browser, in diesem Fall Firefox - im Gegensatz zu OnLive m├╝sse man auch kein Plug-In installieren, so Perry, der diesen Aspekt zuvor schon mehrfach betont hatte. Der Server, den man f├╝r das Video verwendet hatte, sei eher mittelm├Ą├čig ausgestattet gewesen. Dank virtueller Server k├Ânne man mehrere Spiele pro Rechner ausf├╝hren, um Kosten zu sparen. Auf dem E3-Demo-Ger├Ąt habe man "sieben Call of Duty-Spiele" gleichzeitig laufen lassen.

Im Falle der Demo stand der Server knapp 1300 km vom Client entfernt, der Ping habe 21 Millisekunden betragen. Final peile man einen Wert von 10 Millisekunden an. Die Rechner seien ├╝ber ein regul├Ąres Datencenter angebunden - man habe nicht geschummelt. Man habe Gaikai "f├╝r den echten Internet-Alltag" angelegt - die Codecs w├╝rden von Spiel zu Spiel unterschiedlich eingesetzt und w├Ąren au├čerdem auf die jeweils vorhandene Hardware beim Nutzer abgestimmt. Bei den meisten Spielen w├╝rde der Datenstrom unterhalb der Grenze von einem Megabit (pro Sekunde) bleiben. Einen weiteren, mit einem Smiley versehenen, Seitenhieb auf OnLive kann sich Perry auch nicht verkneifen:

"Wir behaupten nicht, 5000 Seiten voller Patente zu haben, wir haben auch nicht sieben Jahre daf├╝r ben├Âtigt, und wir behaupten auch nicht, eine 1-Millisekunde-Verschl├╝sselung und spezielle Chips zu haben. Wie ihr seht, brauchen wir das nicht, und so werden unsere Kosten auch deutlich niedriger sein."

Man habe Gaikai auf der GDC hinter verschlossenen T├╝ren pr├Ąsentiert, auf der E3 h├Ątten man den Dienst dann auch den gr├Â├čeren Publishern vorgef├╝hrt. Einen Launchzeitraum nennt Perry noch nicht; wer in Kalifornien wohnhaft ist, kann sich aber derzeit auf der offiziellen Webseite f├╝r einen geschlossenen Betatest abmelden.



Quelle: Edge Online



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