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Dreamcast: "Kein Erfolg ohne uns"

Gestern jährte sich der US-Verkaufsstart der Dreamcast zum zehnten Mal. Angesichts des Jubiläums blickte nicht nur der einstige Präsident von Sega of America, Peter Moore, zurück, auch zahlreiche US-Magazine erinnerten sich das letzte Hardwareunterfangen des Unternehmens.

Den wohl umfangreichsten und interessantesten Artikel schrieben die Kollegen von Gamasutra danieder. Dort wird u.a. die Konzeptionsphase der Konsole beleuchtet, die nicht optimal verlief. Sega hatte zwei konkurrierende Teams an den Start geschickt, die jeweils Prototypen des damals noch namenlosen Systems entwickeln sollten. Einer davon basierte auf dem PowerVR-Grafikchip, der andere machte sich einen Ableger des Voodoo 3-Chips von 3Dfx zu Nutze.

Mit dem Börsengang der Grafikkartenspezialisten gelangten allerdings Pläne der kommenden Konsole an die Öffentlichkeit - das Sega-Management habe getobt und als Konsequenz dessen die Verträge aufgekündigt - und sich so auch gegen die dem Vernehmen nach technologisch potentere der beiden Versionen entschieden. Bing Gordon, seinerzeit Chief Creative Officer bei Electronic Arts, kommentiert das folgendermaßen:

"Sie sagten, sie hätten 3Dfx in Betracht gezogen, sich aber dagegen entschieden. Sie entschieden sich für einen anderen 3D-Chip, von wir damals überhaupt zum ersten Mal hörten, und sie entschieden sich für einen merkwürdigen Prozessor. Wir haben das gesehen und uns gefragt: 'Warum haben sie diese Entscheidungen getroffen? Es muss eine politische Sache sein, denn diese Entscheidungen sind dumm.'"

Bernie Stolar, damals Chef von Sega of America, merkt seinerseits an:

"Ich hatte das Gefühl, wir hätten die 3Dfx-Version verwenden sollen. Japan wollte die japanische Version, und Japan setzte sich durch. Ich habe diese Diskussion verloren."

Auch der Streit zwischen EA und Sega wird bei Gamasutra thematisiert - der Liebesentzug des größten Drittherstellers und das daraus resultierende Fehlen bekannter Marken wie FIFA oder Madden wird häufig als einer der Gründe für das Scheitern der Dreamcast angesehen. Die Tatsache, dass EA Anteile an 3Dfx hielt, habe keine Rolle gespielt, so Gordon.

"Wenn Sega einen direkten Konkurrenten von 3Dfx auserwählt hätte, wäre das kein Problem gewesen. Aber sie haben jemanden auserkoren, von dem wir noch nie etwas gehört hatten. Da war irgendjemand mit irgendjemandem in einem japanischen Country-Club befreundet."

Trotz der Hardwareauswahl und Segas Unentschiedenheit bezüglich der Integrierung eines Modems - EA hatte dies schon länger nahegelegt - sei man immer noch gewillt gewesen, den Hersteller zu unterstützen. Die finanziellen Rahmenbedingungen hätten das Fass dann aber zum Überlaufen gebracht, heißt es mit Verweis auf die Drittherstellerabgaben, die bei Spielen fällig werden.

"Da gab es dieses Bestreben bei Sega, wo man damals Probleme mit dem Cashflow hatte, und sie konnten es sich nicht leisten, uns die Lizenz zu geben, die EA eigentlich in den fünf Jahren zuvor genossen hatte. Also hat EA quasi gesagt: 'Ohne uns könnt ihr keinen Erfolg haben.' Und Sega sagte: 'Klar können wir das. Wir sind Sega.'"

Beide Unternehmen hätten bis dahin beste Beziehungen gehabt, führt Gordon aus, schließlich hatte man dem Mega Drive viel zu verdanken gehabt. Aufgrund der vorherigen Unentschiedenheit Segas, der herausfordernden Hardware und jenes Streits habe EA sich dann aber gegen eine Unterstützung der Dreamcast entschieden.

Bernie Stolar schildert jenen Umstand allerdings etwas anders - er selbst habe schließlich mit dem damaligen EA-CEO Larry Probst Verhandlungen geführt.

"Ich dachte, er würde mich um geringere Lizenzabgaben bitten. Ich hätte ihnen zweifelsohne geringere Lizenzabgaben bewilligt."

EA habe allerdings der unangefochtene und einzige Sportspielanbieter auf der Dreamcast sein wollen. Das habe allerdings überhaupt nicht in Stolars Konzept gepasst - kurz zuvor hatte Sega die Spieleschmiede Visual Concepts geschluckt und ließ dort bereits an der 2K-Serie arbeiten.

"Ich sagte: 'Larry, ich erzähl dir mal was. In Sachen Dritthersteller könnte ich dir da ja noch zustimmen. Aber ich werde das nicht aus First-Party-Sicht garantieren. Ich habe Visual Concepts für zehn Mio. Dollar gekauft. Also könnt ihr mit Visual Concepts konkurrieren. Es wird Sporttitel von Visual Concepts geben, es wird Sporttitel von EA geben, und sonst nichts."

Probst habe sich jedoch auch darauf nicht einlassen wollen. Daraufhin habe er (Stolar) entgegnet: "Vergiss es einfach, Ende der Geschichte." Darum, und um nichts anderes, sei es letztendlich gegangen.

Sega Japan habe später nochmal versucht, EA mit niedrigeren Abgaben umzustimmen - dort sei man aber hartnäckig geblieben.

Kommentare

breakibuu schrieb am
ProtestTheHero hat geschrieben:Die Dreamcast war ihrer Zeit voraus, die Welt war noch nicht dafür bereit. Genau deswegen ging sie unter.
...die Dreamcast ging unter weil es bis auf Sonic keine bekannten Franchises gab. Egal wie gut die Spiele letztendlich waren, wer keine bekannten Marken (oder nen dicken Geldbeutel wie Microsoft) hat, der hat halt keinen Erfolg.
FrancesTheMute schrieb am
Die Dreamcast war ihrer Zeit voraus, die Welt war noch nicht dafür bereit. Genau deswegen ging sie unter.
EvilNobody schrieb am
Also ich war ja total Underground und hatte nen 3DO von Panasonic. :lol:
Ne, Dremacast war schon hammergeil, ich erinnere mich auch noch mit Freuden an Shadowman oder Sonic Adventure.
Jimbei schrieb am
sethdiabolos hat geschrieben:Nintendo ist eh in der nächsten Generation futsch...^^
Bild
GermanLongplays schrieb am
Evilbiss hat geschrieben:jo dafür hatte das Snes die besseren games und wir haben alle MegaDrive besitzer ausgelacht mit ihren bescheuerten igel in seinem Grottenspiel
ich kenne kaum jemand der n MD hatte.
später MegaCD oder dieses 32x haben sich dann aber in den arsch gebissen das sie sich diesen teuren dreck gekauft haben
Jeder Casual hat Mario gespielt und jeder Core-Gamer eben Sonic....:)
War viel schwerer und ich hatte damals meine ganzen Sommerferien am ersten Sonic gesessen, während Mario mit dem LariFari erst 5 Jahre später faszinieren konnte. War einfach viel zu einfach.
Würde mich über eine neue Sega-Konsole freuen...Nintendo ist eh in der nächsten Generation futsch...^^
schrieb am

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