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Piraterie: Die Ländercharts

Per Pressemitteilung meldet sich die Entertainment Software Association (ESA) zu Wort und äußert sich mal wieder zum Thema Softwarepiraterie.

Im Rahmen einer Untersuchung der International Intellectual Property Association (IIPA) habe man das Download-Verhalten bzgl. 230 ausgewählter Spiele von Mitgliedern des US-Branchenverbands in Peer-2-Peer-Programmen verfolgt. (Reine Download-Anbieter ohne Share-Mechanismus wurden nicht berücksichtigt.) Im abgelaufenen Jahr habe man so insgesamt 144 Mio. Verbindungen gezählt, die im Zusammenhang mit einem illegalen Zugriff auf jene Produkte standen.

78 Mio. davon entfielen auf fünf Länder: Italien (30 Mio.), China, Spanien, Brasilien und Frankreich. Zum Vergleich: Laut jener Zählart gab es in den USA 5,6 Mio. Zugriffe. 

Der Verband verweist dann wie üblich auf Schäden, die durch Piraterie verursacht werden, und legt dem Amt des US-Handelsvertreters nahe, Italien, China, Brasilien sowie Kanada weiterhin auf der offiziellen 'Watch-List' zu behalten. Auch sei es ratsam, Spanien zu jener Liste hinzuzufügen und dort aktiv zu werden, "um die spanische Kreativindustrie zu schützen."

Das wäre allerdings nichts Neues: Über die jüngsten Wikileaks-Dokumente war durchgesickert, dass ein Entwurf für ein Copyright-Gesetz in Spanien zumindest in Teilen mehr oder weniger aus US-Federn stammte. Jener Entwurf wurde Ende 2010 allerdings abgelehnt.
Autor: Julian Dasgupta
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Kommentare

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  • Ich dachte immer Russland wäre bei sowas ganz weit vorn. :Kratz:
  • dcc
    Alles Schwellenländer...und China erst. Mit einem Monatslohn von 20? würde ich auch nix kaufen. Und wie viele haben den Download wieder abgebrochen / neu gestartet, weil z.B. der Downloadspeed low/nicht vorhanden ist? Mit Abzug dieser Faktoren bleibt nicht viel übrig, was solche  [...] Alles Schwellenländer...und China erst. Mit einem Monatslohn von 20? würde ich auch nix kaufen. Und wie viele haben den Download wieder abgebrochen / neu gestartet, weil z.B. der Downloadspeed low/nicht vorhanden ist? Mit Abzug dieser Faktoren bleibt nicht viel übrig, was solche Kopierschutzmaßnahmen rechtfertigen würde.
  • Minando schrieb:
    Sind das jetzt 144 Mio wegen Piraterie nicht gekaufte Titel oder 144 Mio Leute die sich nur ein Bild von der Lage machen wollten, um später die Originale zu kaufen ? Selbstverständlich letzteres. Schliesslich GIBT es gar keine Raubkopien. Das sind alles nur
     [...]
    Minando schrieb:
    Sind das jetzt 144 Mio wegen Piraterie nicht gekaufte Titel oder 144 Mio Leute die sich nur ein Bild von der Lage machen wollten, um später die Originale zu kaufen ? Selbstverständlich letzteres. Schliesslich GIBT es gar keine Raubkopien. Das sind alles nur Ichgucksmirmalanvielleichtkaufichsjairgendwann-Kopien, und das tut doch keinem weh.
    Ich ignoriere Ironie und angrenzende moralische Diskussion und gib dir nur noch eine dritte Möglichkeit: Nach meiner Erfahrung gibts auch eine Menge Leute, die Spiele runterladen, die sie nie kaufen würden (Also auch nicht als Budget z.B.).