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Gamestop: Sagt Onlive den Kampf an

Originalartikel vom 25. August

Erst in der vergangenen Woche hatte sich Gamestop im Rahmen der GDC Europe 2011 zu seinen Plänen im Digitalbereich geäußert. Angesichts der Tatsache, dass die mittlerweile zum Unternehmen gehörende Download-Plattform Impulse zu Stardock-Zeiten noch Spiele boykottiert hatte, die auf Steamworks setzten, hatten wir bei Steve Nix nachgehakt und wollten wissen, wie Gamestop denn zukünftig verfahren werde. Man wolle in dieser Hinsicht "neutral wie die Schweiz" sein und Spiele zulassen, die sich andere Plattformen wie Steamworks oder Origin zu Nutze machen, schließlich sei man daran interessiert, möglichst viel Software anbieten zu können.

Nicht gar so neutral wie die Schweiz ist der Konzern, der pro Jahr knapp zehn Mrd. Dollar Umsatz macht, aber nicht, wenn gewisse Konkurrenten ins Spiel kommen. 

Wer sich in den USA die PC-Fassung von Deus Ex: Human Revolution im Handel geholt hat, dürfte sich beim Öffnen der Packung etwas gewundert haben: Die umfasste neben der DVD nämlich noch einen Onlive-Coupon, der es den Nutzern ermöglicht, den jüngsten Serienableger zusätzlich auch noch über den Stream-Dienst zu konsumieren. Gegenüber Joystiq bezeichnete Steve Perlman jene Aktion dann auch als 'Cloud trifft Retail 1.0'. Dies sei erst der Anfang - im nächsten Schritt (2.0) könne der Spieler vielleicht auch Spielstände übergreifend nutzen.

Wahrlich entgeistert war man angesichts jener Umstände bei Gamestop: Das Unternehmen wies seine Angestellten in den USA in einer internen Email prompt an, die Onlive-Gutscheine "sofort aus der Packung zu entfernen und zu entsorgen." Man wolle nicht, dass die Coupons zukünftig bei den Kunden ankommen. Der Rund ist recht ersichtlich: Neben Impulse hatte der Konzern vor einigen Monaten auch Spawn Labs erworben und ist derzeit dabei, ein eigenes Stream-Angebot auf die Beine zu stellen. Dementsprechend heißt es dannn auch auf Anfrage von Gamespy:

"Square Enix hat den Coupon eines Konkurrenten zu unseren Deus Ex: HR-Produkt hinzugefügt, ohne dass wir darüber informiert wurden, und wir haben diese Coupons entfernt und entsorgt."

Gegenüber Gamasutra ließ man noch verlauten, dass man natürlich kein Interesse daran habe, das Produkt eines Konkurrenten zu bewerben.

Bei Square Enix hatte man wohl mit Ärger gerechnet - es dürfte kaum Zufall gewesen sein, dass der Publisher die Beilage weder auf der Packung noch irgendwie anderweitig im Vorfeld des Verkaufsstarts erwähnt oder gar beworben hatte.

Inwieweit sich Gamestop mit der Aktion auf juristisch gesehen dünnes Eis begibt, ist nicht ganz klar. Der Onlive-Coupon sei kein essentieller Bestandteil des Spiels, der unbedingt benötigt wird, so ein Analyst bei Wired. Allerdings könnte sich Gamestop so in die zwischen Square Enix und Onlive bestehenden Verträge eingemischt haben. Sollte es aber wiederum Promotionsabkommen zwischen dem Publisher und dem Händler geben, die derartige Ansinnen untersagen, seien Square Enix die Hände gebunden. Dass Kunden den Konzern verklagen, sei eher unwahrscheinlich, da es sich nicht um einen per Packung oder Werbung angepriesenes Feature von Deus Ex: Human Revolution handelt.

Angesichts der Wellen, die jener Vorgang mittlerweile schlug, hat Gamestop seine Angestellten jetzt per Email darüber informiert, dass die PC-Version (Standardfassung) des Titels komplett aus den Regalen entfernt werden und an den Distributor zurückgeschickt werden soll - in Übereinkunft mit Square Enix, wie es da heißt.

Die hiesige Fassung bzw. hiesige Filialen dürften kaum betroffen sein - in Deutschland ist Onlive bis dato nicht offiziell verfügbar.

Update 27. August: Auf eine größere Auseinandersetzung mit dem Großabnehmer will es Square Enix nicht ankommen lassen. In einer Mitteilung bestätigt der Publisher, Gamestop sei vorher nicht darüber informiert worden, dass der Onlive-Coupon dem Spiel beiligen wird. Man respektiere das Recht der Handelskette, das letzte Wort hinsichtlich der Inhalte der Produkte zu haben, die dort verkauft werden, und diese den internen Richtlinien entsprechend "anpassen" zu können.

Reichlich süffisant klingt allerdings eine abschließende Empfehlung: Die Spieler, die die PC-Version von Deus Ex: Human Revolution ohne zusätzliche Coupons kaufen möchten, sollen doch am besten zu Gamestop gehen.

Dort bemüht man sich mittlerweile um Schadensbegrenzung und bestätigt den Vorgang in einer Email an US-Kunden, verweist aber nochmal auf die Situation (Werbung für einen Konkurrenten) und die Tatsache, dass man nicht über den Gutschein informiert worden war. Der Konzern bedauert wohlgemerkt nicht seinen Aktionismus, sondern nur den Umstand, dass "unsere Kunden zwischen die Fronten" eines kleinen Streits von Gamestop und Square Enix geraten seien. US-Käufer der PC-Version von Deus Ex: Human Revolution erhalten gegen Vorlage der Email und des Kaufbelegs eine Wiedergutmachung in Form eines Einkaufsgutscheins in Höhe von 50 Dollar sowie der Offerte, beim Erwerb von zwei Gebrauchtspielen ein drittes kostenlos zu erhalten. Man wolle sich so das Vertrauen der Kunden wieder verdienen.

Kommentare

Serious Lee schrieb am
Spunior hat geschrieben:Über die moralisch-ethische Komponente des Vorgehens kann gern gestritten werden, nicht aber über die juristische. Gamestop ist kein kleiner Hobbyladen, sondern der größte Einzelabnehmer der meisten Publisher. Es gibt keine Pre-Order-Aktion, in die sie nicht eingebunden sind. (Vorbestellmaßnahmen sind ja letztendlich nichts als gegenseitige Gefälligkeiten zwischen Handel und Hersteller.)
Ihr könnt mal davon ausgehen, dass die Verträge zwischen den beiden Parteien ziemlich explizit vorsehen, dass Gamestop im Vorfeld darüber informiert wird, was konkret in der Packung drin ist - bis hin zum klitzekleinsten Flyer. Wenn Square Enix jetzt etwas reinpackt, was nicht angekündigt wurde, dann verstoßen sie aus Sicht des Händlers gegen die Vertriebsvereinbarung und liefern ein Produkt, was nicht bestellt wurde.
...und die Amigos von der Presse schreiben auch nur nen Zweiseiter dazu, wenn der Anzeigenpreis stimmt. Alles andere verstößt gegen die "Promotionvereinbarung"...
Sylarx schrieb am
djsmirnof hat geschrieben:Für mich ist das reinste abzocke.
Ich möchte wenn dann schon ein Spiel was ich neu kaufe auch Orginal verpackt haben.
Offen ist es für mich dann nur noch gebraucht und ich würde nicht denn vollen Preis dafür zahlen wollen.
Das ist bei Gamestop generell zu bemängeln ,die Shops in meiner Nähe packen immer die Spiele aus und lagern sie in diesen tollen Hüllen.
Die Disc haben dann meistens Flecken etc. , beschwert man sich dann fangen sie zu polieren und verschmieren die Discs noch mehr.
Für unverschweißte Ware bezahl ich keinesfalls Apothekenpreise.
KOK schrieb am
Worrelix hat geschrieben:
KOK hat geschrieben:Gamestop hat Preorders von Deus Ex verkauft, Kunden von Gamestop erwarten, daß Gamestop Deus Ex für sie hat.
Hier den Verkauf von Deus Ex seitens Gamestop nur zu erlauben, wenn sie den nicht vereinbarten Gutschein mit verkaufen etwas engstirnig.
Ob du auch so denken würdest, wenn bei einer Special Edition die Bonus Inhalte fehlen würden ...?
Der Gutschein ist ein Mehrwert, der den Käufern vorenthalten wurde.
In jedem Falle trägt Gamestop den Schaden, nur weil SE einen Betrug versucht hat?
Das ist doch kein Betrug. Wo hätten die denn "Vermögen beschädigt"?
1. Der Gutschein war weder auf der Verpackung, sonst irgendwo vermerkt. Der Kunde hat den Gutschein gar nicht erwartet. Die Problematik hier sollte also nicht das Fehlen des Gutscheins sein, sondern der Umstand, das die PC-Version vor Verkauf an den Kunden geöffnet wurde. Darüber kann man diskutieren, aber nicht über ein Gutschein, der an sich nichts in der Verpackung zu suchen hatte.
2. "Vermögen beschädigt" in Form von weniger Umsatz und Kundenverlust. Egal, für welchen Ihrer zwei Punkte sich Gamestop entschieden hätte, sie wären bei beiden Punkten der Leidtragende gewesen und das nur, weil SE selbstständig ein Gutschein in die Verpackung geschmuggelt hat. Das Wort "geschmuggelt" ist in dem Falle auch richtig angewandt.
djsmirnof schrieb am
Für mich ist das reinste abzocke.
Ich möchte wenn dann schon ein Spiel was ich neu kaufe auch Orginal verpackt haben.
Offen ist es für mich dann nur noch gebraucht und ich würde nicht denn vollen Preis dafür zahlen wollen.
Worrelix schrieb am
KOK hat geschrieben:Gamestop hat Preorders von Deus Ex verkauft, Kunden von Gamestop erwarten, daß Gamestop Deus Ex für sie hat.
Hier den Verkauf von Deus Ex seitens Gamestop nur zu erlauben, wenn sie den nicht vereinbarten Gutschein mit verkaufen etwas engstirnig.
Ob du auch so denken würdest, wenn bei einer Special Edition die Bonus Inhalte fehlen würden ...?
Der Gutschein ist ein Mehrwert, der den Käufern vorenthalten wurde.
In jedem Falle trägt Gamestop den Schaden, nur weil SE einen Betrug versucht hat?
Das ist doch kein Betrug. Wo hätten die denn "Vermögen beschädigt"?
schrieb am

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