Allgemein: 2. Politiker-LAN: Kaum Interesse bei den Volksvertretern; Philipp Rösler als "Spieler der ersten Stunde" lobt Games-Industrie - 4Players.de

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2. Politiker-LAN: Kaum Interesse bei den Volksvertretern

Am vergangenen Mittwoch fand die "zweite Politiker-LAN" im Bundestag statt und stieß offenbar auf wenig Interesse bei den Politikern. Die von den Abgeordneten Dorothee Bär (CSU), Jimmy Schulz (FDP) und Manuel Höferlin (FDP) initiierte Veranstaltung sollte die Spielebranche als Wirtschaftszweig und die Anwendungsmöglichkeiten der Spieletechnologien in anderen Bereichen präsentieren. Als Aussteller auf der Fraktionsebene im Reichstag waren u.a. Electronic Arts, Ubisoft sowie viele andere Unternehmen vertreten. Doch aufgrund der schwachen Resonanz bauten viele Aussteller ihre Stände vorzeitig ab oder spielten eine Partie FIFA. "150 Mitglieder des Deutschen Bundestages sollen vor Ort gewesen sein. Die meisten aber nur kurz", heißt es bei Die Welt.

Zeit Online berichtet wie folgt: "Manche Firmenvertreter geben sich kaum Mühe, ihre Enttäuschung zu verbergen. Das wäre 'nicht prickelnd' gewesen, zumindest 'ein Grundinteresse der Politik' hätte man schon erwartet, heißt es bei Tricat. (...) Man will weg vom Image der reinen Unterhaltungsindustrie und will sich der Politik als ernster Partner anbieten. Die aber hat kein Interesse. Andere Firmen äußern sich dazu diplomatischer, doch ein begeistertes Fazit ist nirgendwo zu hören. Außer bei Jimmy Schulz: Der Mit-Veranstalter sagt am Ende, er sei 'total zufrieden'."

Einer der wenigen Politiker, die dort vorbeischauten, war der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie: Dr. Philipp Rösler (FDP). Er lächelte nicht nur in die Kameras, sondern hielt auch eine Rede. Er bezeichnete sich selbst als "Gamer der ersten Stunde" und unterstrich die kulturelle Bedeutung der Spiele. Zugleich seien Games-Technologien ein entscheidender Faktor für den derzeitigen Leistungsstandard der heutigen Computersysteme.

Laut GamesIndustry.biz sagte Rösler vor Abgeordneten, Industrie- und Medienvertretern: "Was technisch jetzt möglich ist, ist vor allem deswegen zustande gekommen, weil es überhaupt eine Gamerszene gegeben hat (...) Denn wenn wir ganz ehrlich sind, dann sind viele technische Innovationen im Bereich des Computers von den Gamern vorangetrieben worden. Für eine normale Büroanwendung braucht man keine unbegrenzte Rechenpower. Der Wunsch bei den Konsumenten nach leistungsfähigen Rechnern ist vor allem entstanden, weil es deswegen immer auch bessere Spiele gab. Das hat dazu geführt, dass wir jetzt eine Infrastruktur und eine Hardwaresituation haben, auf die man in allen Teilen und allen Bereichen der Wirtschaft aufbauen kann. Wir erkennen jetzt, dass die gleichen Engines nicht nur für Spiele genutzt werden können, sondern auch für Konstruktionen im 3D-Bereich bis hin zur weiteren Automatisierung."

Zur kulturellen Relevanz erklärte der Minister: "Wir reden ja nicht umsonst von Kultur- und Kreativwirtschaft (...) Wenn Sie Menschen glücklich machen, auch durch Spiele, unterscheiden Sie sich in nichts von anderen Bereichen, die wir auch in der Kreativ- und Kulturszene erleben."

Quelle: Zeit Online, Die Welt, GamesIndustry

Kommentare

SethSteiner schrieb am
Seit nie muss ein Gesetz eine wissenschaftliche Grundlage haben, nur wenn es keine hat, dann ist deren Zweck zweifelhaft, vorausgesetzt es gibt überhaupt einen abseits von bloßen Spekulationen. Man sollte nun Mal grundsätzlich annehmen, dass in einer Diskussion Argumente ausgetauscht werden und am Ende dann ein Gesetz aufgrund dieser Argumente entsteht. Das ist der Idealzustand und natürlich ist das nicht der Fall, nicht umsonst war Deutschland nach dem Krieg noch immer ein sklavistisches System, weil Frauen als Menschen zweiter Klasse galten. Politik ist nicht gezwungen, Entscheidungen aufgrund einer wissenschaftlichen Basis zu fällen. Aber diese Entscheidungen sind dann kaum damit zu verteidigen, dass man halt zum Teil darauf verzichtet. Gerade eine Demokratie sollte anders als ein totalitäres System handeln.
Ich sagte gar nicht, dass eine Regelung beim Thema Alkohol besser ist als eine andere. Was ich sagte war, dass sich die Länder in diesem Fall einig darin sind Alkohol zu reglementieren, weil Alkohol einen nachweislichen Schaden verursacht und das mit Berücksichtung all der Aspekte, die man auch bei Videospielen und anderen Medien berücksichtigen muss. Zur Feststellung, welches System am sinnvollsten ist, habe ich auf die Wissenschaft gedeutet, dass die am besten geeignet ist dies festzustellen.
Sozialisation ist in dieser Geschichte nun Mal uninteressant, weil wir ein oder mehrere Postulate haben und die nicht zutreffen. Wir reden von den ersten 18 oder 21 Lebensjahren, in denen Kinder selbst ja sozialisiert werden, unter anderem durch Medien. Wir sprechen also nicht von Menschen über diesem Alter, bei denen die Sozialisation bereits abgeschlossen ist. Selbstverständlich bestimmen die am Ende die Gesetze aber ihr Glaube sollte irrelevant sein, Fakten sollten zählen. Man kann ein Gesetz eben nicht damit verteidigen, dass jemand halt konservativ ist. Wenn dieser jemand was behauptet, hat er es gefälligst zu belegen und wenn er das nicht tut,...
Wulgaru schrieb am
Seit wann muss ein Gesetz eine wissenschaftlich fundierte Grundlage haben? Das ist glaube ich eher selten der Fall. Wenn du es so willst, ist unsere Rechtssystem und auch jedes andere eher durch ausprobieren entstanden. Gesetze ergeben manchmal nach einer Zeit keinen Sinn mehr oder sogar erst mit der Zeit und müssen noch häufiger reformiert werden.
Das Alkoholbeispiel versuchst du jetzt als etwas anderes darzustellen, weil der Schaden deutlich sichtbarer ist, aber das stimmt so einfach nicht. Wer hier die bessere Regelung hat, ist kaum feststellbar und es ist auch nicht so das jeder Jugendliche in eine Alkoholsucht abgleitet, weil er schon mit 16 trinken kann...überhaupt wäre in diesem Falle eine Prohibition doch das effektivste Gesetz oder? :wink:
Was du hier für ein Gesetz anwendest ist von Land zu Land unterschiedlich und damit rein logisch gedacht völlig willkürlich. Warum? Weil jedes Gesetz sich in jedem Land unterschiedlich entwickelt, selbst wenn es einen identischen Startpunkt hat.
Vielleicht ist der Mensch immer Mensch, aber solange wir in Nationalstaaten leben, ist die Sozialisation völlig unterschiedlich und dabei sind deren jeweilige sozialen und regionalen Unterschiede noch nicht einmal eingerechnet. Deutsche halten Datenschutz und Sozialstaat für wichtige Themen. Amerikaner Freiheit und niedrige Steuern (mal ganz simpel runtergebrochen). Dementsprechend fallen Gesetze aus...welches ist die wissenschaftlich fundiertere Gesetzgebung? Keine.
Ich selbst habe schon einmal betont das Reformbedarf bei der BpjM besteht und auch bei der allgemeinen Handhabung von Videospielen als Kulturgut, was sich dann auch auf die Kriterien der USK auswirken würde. Aber die Abschaffung all dieser Elemente ist nicht konstruktiv. Sozialisation geschieht auch durch Medien jeglicher Art, heute sogar stärker als früher und daher kann mir niemand...
SethSteiner schrieb am
Wulgaru hat geschrieben:Das Fundament eines Jugendmedienschutzgesetzes ist das Jugendschutzgesetz welches sich vom Kinderschutzgesetz insofern unterscheidet, dass es eher eine moralische Komponente hat bzw. sich eher auf die Freizeitgestaltung bezieht.
Ein Gesetz muss in aller erster Linie ein wissenschaftliches Fundament haben. Fakten, Daten, Zahlen und nicht einfach ein anderes Gesetzt. Moral hat am Ende am wenigstens darin zusuchen. Du sagst es ja selbst "naturgemäß in einem gewissen Maße willkürlich" und das sollte soweit wie möglich verhindert werden. Totalitäre Regime zeichnen sich vor allem durch Willkür aus. Wenn sowas in einer Demokratie einzug hält, dann läuft etwas falsch.
"Nehmen wir andere Elemente wie den Alkoholkonsum der in anderen Ländern sehr viel strikter geregelt ist. Ein 16jähriger Amerikaner kommt nicht ohne weiteres an ein Bier, ein deutscher ohne Probleme und legal. Was ist hier die richtige Regelung? Man findet für beides in erster Linie moralische Argumente, beide Seiten werden aber fundamental sagen das eine Altersgrenze notwendig ist."
Was aber eine andere Ursache hat als das Jugendmedienschutzgesetz. Alkohol hat eine ganz faktische Auswirkung, die je jünger die Person ist, umso stärker wirkt. Ein erhöhter Alkoholspiegel hat ganz reale Auswirkungen, die nachgewiesen sind. Alkohol ist weitverbreitet und wird ganz nachweislich mit den bekannten Folgen konsumiert. Welche Regelung die beste ist, das dürften wohl am besten Statistiken, Studien, Untersuchungen und so weiter zeigen.
Anders ist es beim Jugendmedienschutz auch nicht. Das legt die jeweilige Gesellschaft für sich fest und das es dabei um Bevormundung geht, ist absolut klar. Man muss nicht so tun als wenn ein Kind oder Jugendlicher schon Zugang zu allen Rechten besitzt bzw. nicht plötzlich hier so tun als wenn dies sonst so sei. Wie hier aber bewertet wird, ist ebenfalls von...
James Dean schrieb am
Anla'Shok hat geschrieben:
Bild
Wie war das noch? "Da umarmten sich zwei, wie sich nur zwei umarmen können, die noch nie im Leben umarmt worden sind."
Exedus schrieb am
Jedesmal wird hier ein Feindbild aufgebaut, was EA, Ubi und Co. um längen übertrifft.
Bei so einem Lobby pack auch kein wunder.
Bild
Auch Rösler darf sich von der Bild noch als hofiert betrachten, wie die Stern-Kollegin Laura Himmelreich prägnant aufgeschrieben hat. Kaum eine Zeitung berichtete so positiv über Rösler wie die Bild, schreibt sie.
Im Februar noch, Rösler war gerade auf einem neuerlichen Tiefpunkt seiner Popularität angelangt, rief ihn die Bild völlig anlasslos zum "Mr. Cool" aus. "So souverän hat in der Politik schon lange keiner mehr auf fiese Attacken reagiert ... Cool, cooler, Rösler!", stand da zu lesen. Rösler selbst glaubt ja durchaus, er lebe im "coolsten Land der Welt".
Bild hat Rösler wohlwollend durch seine schwerste Zeit begleitet. Darin dürfte ein Grund gelegen haben für die überaus freundliche Umarmung des Chefredakteurs. Umgekehrt aber gibt es ebenfalls reichlich Anlass zur Dankbarkeit. Rösler hat sich vehement und zum Teil gegen die eigenen Leute für ein Leistungsschutzrecht der Verlage eingesetzt. Eine Idee aus dem Hause Springer, die von Springer-Chef Mathias Döpfner mit Macht der Politik aufgedrückt wurde und inzwischen Gesetz ist.
schrieb am

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