Allgemein: Frontal21-Chat: Gemetzel im Kinderzimmer - 4Players.de

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Video-Gemetzel im Kinderzimmer

"Nach Recherchen von Frontal21 sind immer brutalere Computerspiele im Handel. Im Mittelpunkt der menschenverachtenden Spiele wie "Doom 3", "Mortal Kombat: Deadly Alliance", "Resident Evil" oder "Silent Scope 3" geht es um die realistische Darstellung von Auftragsmorden, Morden mit Kettensägen oder das grausame Verstümmeln von Frauen."

So lautet der Teaser auf der offiziellen Frontal21-Seite des ZDF. Während die TV-Sendung zum Thema "Video-Gemetzel im Kinderzimmer" soeben beendet ist, geht es ab 21:45 Uhr im Chat weiter. Sicher eine interessante "Diskussion", die sich kein Gamer entgehen lassen sollte – auch wenn der Ausgang schon jetzt klar sein dürfte…

Kommentare

johndoe-freename-74438 schrieb am
Ich beziehe mich in dieser Stellungnahme auf den Fernsehbericht und das dazugehörige Interview auf krawall.de
Also das Interview an sich ist nicht schlecht.
Bloss muss ich mal zu den Ansichten des Herrn Fromm etwas los werden.
Die Ansichten, die im Interview iwedergespiegelt werden, entsprechen in keinster Weise den Ansichten, die im Bericht suggestiert werden.
Im Fernsehbericht stellt sich der sogenannte Tester da einfach mitten in einen Raum und erschiesst jeden einzelnen, den er im Krankenhaus in Hitman Contracts sieht.
Das ist doch schon mal der unglaubliche Schwachsinn schlechthin.
Sinn dieses Spieles ist es, so wenige Leute, wie möglich umzubringen und dennoch sein Ziel zu erreichen.
Dieses Spiel wurde im Fernsehbericht dermaßen falsch dargestellt, wie es schlimmer gar nicht sein könnte.
Und genau diese Falschdarstellung im Fernsehbericht ist das, was mich so unglaublich wütend macht.
Wer das Spiel nicht versteht, sollte es sich tunlichst auch verkneifen, einen Bericht darüber zu verfassen.
Weiterhin wurden echt die absoluten Paradebeispiele herausgesucht, die im Bericht vor die Kamera gelassen wurden.
So stellt sich da tatsächlich einer hin, der dann sagt, er heizt bei GTA nur rum und bringt Leute um.
Das ist nicht Sinn des Spieles.
Und wer den Sinn eines Spieles für seine eigenen Zwecke missbraucht, der ist selbst schuld und gehört nicht als Vertreter der Community vor die Kamera.
Solche Spiele nicht dafür da, um einfach rum zu rennen und alles zu töten.
Daher wurde GTA und Hitman - Contracts definitiv völlig falsch dargestellt. Und ich behaupte einfach mal, dass das pure Absicht war und sich der Autor des Berichtes dessen auch 100%ig bewusst war.
Bloss wenn Spiele, wie GTA oder Hitman als das dargestellt worden wären, was sie eigentlich sind, dann wäre dieser Bericht nicht so erfolgreich gewesen. Und genau DAS ist es.
Da wird Panikmache betrieben, um...
johndoe-freename-73939 schrieb am
ich überlege gerade was das soll. ich mein es gibt bestimmt irgendwelche psychisch-instabilen leute, die durch egoshooter durchdrehen, aber die shooter sind dann auf jeden fall nicht der einzige grund, sondern zum beispiel soziale missstände, oder sowas.
in diesem land wird für jedes problem (hier: gewalt unter jugendlichen und amoklauf in erfurt) immer ein sündenbock gesucht, immer geht es auf die minderheiten und da ging es halt auf die videospiel-spieler. das kann man aber doch nicht machen, man merkt schon wieder die \"dummheit\" der leute: EINFACH ALLES VERALLGEMEINERN!
ich meine, ich spreche aus eigener erfahrung: mein erstes \"ab 18 spiel\" hab ich glaub ich mit 14 gespielt, ich spiele regelmäßig \"killerspiele\". und? bin ich gewalttätig geworden? NÖ!! ich habe noch nie gewalt angewendet!
besonders scheiße find ich auch, dass sie in solchen berichten oft die \"hardcore-spiele\" zeigen mit den größten splatter-effects.
ich denke aber auch übertriebene gewalt ist unnötig, wie z.B. diese leichen-rutsch-effekte bei far cry. völlig überflüßig, weil was bringt mir das, wenn ich auf nen toten einschieße und der sich dadurch bewegt?
naja, wenn sie alle spiele zensieren, indizieren oder verbieten, wo man jemanden verletzen kann, dann müssen sie auch z.B. FIFA zensieren, weil man dort einen menschen absichtlich schaden zufügen kann!
johndoe-freename-69308 schrieb am
@louplex: Mach dir mal keine Illusionen ueber die deutsche Mainstream-Medienlandschaft. \\\"Spiegel\\\"? Hallo? Der ist schon laengst zur BILD fuer \\\"Intelektuelle\\\" geworden und steht stramm in Reih und Glied der neoliberalen/neokonservativen Volksverdummer.
Das schoene an solchen Reportagen ist, dass man als Kenner der Computerspielszene die Methoden der \\\"Journalisten\\\" erkennt. Ich denke niemand hier ist so dumm zu glauben, dass da nur irgendwelche armen Reporter sich nicht so gut auskennen. Was da gesendet wird ist bis ins letzte Detail gewollt. Stellt euch mal die meisten Leute in Deutschland vor die bei der Thematik Computerspiele nicht so den Durchblick haben. Die werden das meiste von dem, was in der Sendung vermittelt wurde, mehr oder weniger uebernehmen, selbst wenn sie eigentlich eher kritisch eingestellt sind. Und nun ueberlegt euch mal, wieviel Durchblick ihr so in bestimmten politischen oder wirtschaftlichen Fragen habt und was euch da jeden Tag so erzaehlt wird... z.B. durch laengere Arbeitszeiten wuerden Arbeitsplaetze geschaffen und aehnliches...
Tja, seid euch sicher, so wie 99.99% der Leute hier in Bezug auf Computerspiele verarscht werden, so werden wir alle auch bei allen anderen (meist wichtigeren!) Themen verarscht und auf eine einheitliche, gewissen Interessen dienende Meinung getrimmt und merken es in der Regel nicht.
Wer sieht, wie massiv hier (beim Thema Games) gelogen, manipuliert und verfälscht tendenziös dargestellt wird, der sollte sich darueber klar sein, dass genau so bei anderen Themen auch verfahren wird. Vielleicht bringt einen das dazu, bei gewissen Themen mehr Hintergrundinfos zu holen und nichts zu glauben, was einem ueber die Massenmedien eingetrichtet wird.
Und ich hoffe, ihr verliert bald eure Illusionen in bezug auf bestimmte Meinungsmacher, ob das jetzt Frontal21, Spiegel oder Polylux sind... alles dasselbe...
Tschuess,
Hiro
Sifo-Dyas schrieb am
Die Computerspieleindustrie macht mittlerweile mehr Umsatz als Hollywood - aber es wird immer noch so getan als wären Konsumenten von Computerspielen eine Handvoll geifernder Torfnasen, die nur darauf warten, eine schartige Axt in die Hand zu bekommen, um bei nichtsahnenden Mitbürgern eine Rückenmarksamputation vorzunehmen.
Es gab doch etliche ´runde Tische´ zu dem Thema - das hat aber auf die ´Meinung´ von Politik und Medien wenig Einfluss gehabt.
Viele Leute haben einfach die Nase gestrichen voll von diesen gezielt lancierten Hetzkampagnen. Und das wird ja mittlerweile nicht mehr getan, weil die Politik und die Medien ´unaufgeklärt und blöde´ sind, sondern es steckt doch System dahinter. Klar das da kein Bedarf zum Dialog besteht, sie wissen ja mittlerweile ganz genau, daß sie aus taktischen Gründen die Unwahrheit verbreiten. Die Politiker haben wieder ein schönes Ablenkungsmanöver und die mitmachenden Medien bekommen ihre Quote/Auflage.
Am besten alle Zocker der Welt wandern samt Spieleindustrie auf den Mars aus und gründen dort eine Zocker Kolonie - wenigstens wäre dann endlich Ruhe. Diese gespielte Prüderie hab ich jedenfalls gründlich satt.
louplex schrieb am
klar muss man wohl oder übel auf kompromisse zurückgreifen... aber ein generelles umdenken ist nicht immer von jeder seite machbar.
nur weil ein beckstein, schill oder die npd (ok ist etwas polemischer vergleich, aber die ansätze sind bei allen ähnlich) in letzter zeit etwas mehr gehör bekommen haben, sollte man nicht unbedingt einen schritt aufeinander zugehen. sich mit dem thema auseinandersetzen... ja sicher, man muss den feind ja kennen... :-) aber mich deren meinung annähern bekomme ich mit meiner vorstellung nicht vereinbar.
dafür lebe ich zu sehr im hier und jetzt statt mit meinem bewußtsein noch im letzten jahrhundert, wie es leider bei dem gros der konservativen fraktion noch der fall ist.
wie war das: der klügere kippt nach. prost drauf! :-)
schrieb am

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