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Harte Schale, weicher Kern?

Filme, Musik, Bücher - all das weckt Emotionen in uns. Aber wie sieht es eigentlich mit unserem liebsten Hobby aus, den Spielen? Bowen Research ist auf die Untersuchung der jungen männlichen Zielgruppe spezialisiert und hat sich der Frage angenommen, welche Gefühle interaktive Unterhaltung bei dieser auslöst.

Als wenig überraschend stellte sich heraus, dass Rollenspiele die größte emotionale Wirkung haben: 78 Prozent der befragten Gamer empfinden die storylastigen Abenteuer als am gefühlsintensivsten (Mehrfachnennungen waren möglich). Mit einigem Abstand folgen Egoshooter, Actiontitel und Adventures. Flugsimulatoren erwecken als Schlusslichter der Liste nur selten Wutausbrüche oder Lachkrämpfe. MMOs finden übrigens nur 32 Prozent der Befragten emotionell ansprechend - trotz (oder gerade wegen?) des ständigen Kontakts mit realen Personen.

Unterschiedliche Genres rufen aber natürlich auch verschiedene Arten von Gefühlen hervor: Wo Rollenspieler mit ihren Charakteren leiden und lachen, versetzt Survival-Horror in Angst und Schrecken und erwecken FIFA, NHL & Co. den sportlichen Siegeswillen. Die Bandbreite an Emotionen ist innerhalb eines Genres allerdings stark begrenzt, besonders im Vergleich zu Filmen oder gar Büchern.

Und trotzdem: Neun Prozent der Umfrage-Teilnehmer schätzen die elektronische Unterhaltung schon jetzt als emotionell wirkungsvoller als andere Medien ein , 32 Prozent meinen sie wird es in Zukunft sein und 27 Prozent denken, dass sie mit Büchern, Musik und Filmen zumindest gleichziehen könnte. Interessant auch die folgende Feststellung: Hardcorezocker fühlen sich stark zu Filmen hingezogen, während sich Gelegenheitsspieler eher von Musik in verschiedene Stimmungen versetzen lassen.

Und wo erlebten die Gamer ihren bislang stärksten Gefühlsausbruch? Laut Umfrage war das der Tod von Aeries in Final Fantasy VII. Viele Stimmen erwähnten die tragische Szene, u.a. mit dem folgenden Zitat: "Ich war so deprimiert, dass ich das Spiel eine Woche lang nicht anfassen konnte."

Wenn ihr mehr über die Studie wissen wollt, klickt euch zum offiziellen Text auf der Seite von Bowen Research durch.


Autor: Benjamin Schmädig
Quelle: Bowen Research
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Kommentare

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  • Mir fällt noch Mafia ein, als am Schluss der Held stirbt. Irgendwie auch traurig und hat mich dann Mafia erstmal aus den Händen legen lassen. Der Free Ride Modus hat mich dann überhaupt nicht mehr gereizt.
  • Generell Final Fantasy. Am deprimierendsten fand ich allerdings das Ende von Teil 10. Legend of Zelda: Ocarina of Time... hier stimmte mich weniger das Ende selbst traurig,sondern einfach die Tatsache,dass ich es endgültig durch hatte und es aus war.
  • Wing Commander drei, als die Französin gestorben ist. Oha, dass war wirklich ein harter Moment...