Electronic Arts: Riccitiellos Tiberium-Omelett - 4Players.de

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EA: Riccitiellos Tiberium-Omelett

Electronic Arts (Unternehmen) von Electronic Arts
Electronic Arts (Unternehmen) von Electronic Arts - Bildquelle: Electronic Arts
Das DRM-Thema beschäftigt John Riccitiello auch in einem Interview bei den Kollegen von Gamasutra, wo er nochmals durchblicken lässt, dass die Proteste gegen den Kopierschutz von Spore  seiner Meinung nach ein "großartiges, von einer Minderheit orchestriertes PR-Programm" waren. Die hätten sich halt das bekannteste Spiel als Ziel ausgesucht - er respektiere allerdings den "Erfolg ihrer Bewegung."

"Ich gehe davon aus, dass die Hälfte der Leute Raubkopierer waren, die andere Hälfte waren Leute, die in etwas reingezogen wurden, das sie nicht verstanden. Wenn ich die Gelegenheit hätte, mich mal persönlich mit ihnen zu unterhalten, dann würden sie es verstehen."

Das erfolgreichste DRM-Verfahren sehe man allerdings bei World of Warcraft in Aktion, merkt der Electronic Arts-CEO an: Die kassieren halt monatlich ab, und ohne Abo sei das Spiel nicht viel wert. Man werde zukünftig eine Evolution in diesem Bereich erleben, orakelt Riccitiello.

"Ich möchte, dass es nahtlos funktioniert und einfach ist - ich will aber auch keinen Haufen Geld verbrennen."

Er persönlich hasse DRM, führt er weiter aus.

"Ich mag das ganze Konzept nicht; es kann etwas mühsam sein. Aber ich mag die Schlösser in meiner Tür nicht, ich mag es nicht, Schlüssel in meinem Auto nutzen zu müssen... ich würde gerne in einer Welt ohne Ausweise leben. Leider ist das aber nicht der Fall - und ich glaube die große Mehrheit der Leute haben mit ihrer Brieftasche abgestimmt, sind rausgegangen und haben Spore gekauft."

Die Maxis-Produktion habe sich bis jetzt besser verkauft als Die Sims 2 zu einem vergleichbaren Zeitpunkt, so Riccitiello. Der sich auch zum C&C-Shooter Tiberium äußert, der kürzlich von EA auf Eis gelegt worden war.

"Wenn du gutes Essen auftischen willst, und du die Köche hast, dann stelle ihnen bessere Zutaten und besseres Training zur Verfügung - und wenn du das Omelett anbrennen lässt, dann servierst du es halt nicht."

Er teile nicht die Bedenken einiger Analysten, schließlich zeige EA doch damit, dass man in Qualität investiert. Wenn ein Spiel die Erwartungen nicht erfüllt gebe es halt nur zwei Optionen, wenn man gute Titel veröffentlichen möchte - mehr Zeit und Geld investieren, oder die Arbeit einstellen.

"EA wird ein oder zwei Spiele pro Jahr einstampfen. Das wird immer so sein."


Kommentare

Ugauga01 schrieb am
Apollow, darf ich dir gegen deine Argumentation FinalFantasy nennen?
FF wurde von Teil zu Teil immer besser und es war genau das was Stranger ansprach: "More of the same", nur eben besser.
Z.B. FinalFantasy7 ist bei sehr sehr vielen Spielern (auch bei mir) heutzutage ein Meilenstein, den man nicht hergibt, weil man ihn alle 1-2 Jahre nochmal neu spielt. FF8 hatte eine etwas andere Storyline und war daher storymäßig nicht ganz so gewaltig wie 7, aber 9 bügelte dann den Mist wieder aus (das ist jedoch nur meine Meinung. Andere finden u.U. 8 als besten Teil).
Erst als der Kapitalismus in Form von EA die Hand an diese Marke legte, ging sie den Bach runter... ;)
Und mit diesem Beispiel gibt es noch genug andere Spiele, bei denen das so lief.
PS: Auch wenn damals als FF7 rauskam jeder aufm Schulhof alles gebrannt hatte und so. FF7 hatte jeder Original. :D
Apollow schrieb am
Im weitesten Sinne haben meine Vorredner schon recht doch sollte man das Verhalten der Konsumenten nicht außer Acht lassen. Natürlich erwartet man von einem Teil x mehr als von einem voherigen Titel. Was aber wenn das Limit an Innovationen schon im ersten Teil ausgereizt wird. Dann lohnt sich ein 2er Teil nicht das die Spieler immer Verbesserungen verlangen. Wäre also unwirtschaftlich in einem Business in dem es sich um permanenten output und Wachstum dreht. Die Zeit in der es den Entwicklern um den Spielspaß geht liegt meiner Ansicht schon lange hinter uns. Nicht ohne Grund reden wir von der Spiele-"Industrie". Zum Glück gibt es noch einige Ausnahmen wie zB sc2 und d3 bei denen man davon ausgehen kann das trotz wirtschaftlicher Interessen (sc2=3titel) ein Haufen Spieleliebhaber dahinter steckt.
$tranger schrieb am
Ich verstehe was du meinst, aber ich kann mir schwer vorstellen, dass jemand sich jetzt Rainbow Six Vegas 2 kaufen würde, nur weil dort die Spielmechanik des Vorgängers verbessert wurde, sondern eher, weil man neuen Spielinhalte im Stil des Vorgängers erwartet, welchen man super fand. Natürlich sind die Verbesserungen ein Bonus der noch zusätzlich zum Kauf anregt, aber für mich wäre eine reine Featureerweiterung keinesfalls ein Kaufgrund und ich denke, dass selbst der dümmste anzunehmende Kunde sich keinen Patch ohne neue Inhalte zum Vollpreis kaufen würde.
Liegt vielleicht auch daran, dass ich nicht zu den Fifa 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009 - Käufern gehöre, da ich mich nicht gern vereimern lasse :)
Auch Assassin's Creed ist in meinem Fall ein sehr schlechtes Beispiel, da ich das Spiel nach der 1. Stadt überhaupt nicht mehr mochte und den Cliffhanger am Ende als eine sehr große Frechheit empfunden habe.
Aber eigentlich erwartet man bei nem Sequel oder Addon nur "more-of-the-same" und vielleicht sogar ein paar Verbesserungen - und diese Erwartungen werden eben dadurch geschaffen, dass der Vorgänger gut war und man mehr davon will.
Auch wenn das perfekte Spiel rauskommt, so würde Das Perfekte Spiel Teil 2 einen riesen Hype erfahren, weil die Leute einfach mehr davon sehen wollen - ob Verbesserung oder nicht, spielt da wohl eher eine untergeordnete Rolle.
Genau mit sowas spielen die Firmen - nicht umsonst verkaufen sich manche "Spiel-zum-Film-Gurken" trotz ihrer eklatanten Mängel wie geschnitten Brot.
Jesterdance schrieb am
$tranger hat geschrieben:
Jesterdance hat geschrieben:Und da liegt der Hund unter anderem Ja auch begraben, damals hats angefangen, heute darfs mans ausbaden.. Es ist ja u.A. auch Marketing-Stategie ein Titel nicht "Ideal" oder "Perfekt" zu machen, weil man sich sonst gewinnbringende Addons oder (wahrscheinlicher heutzutage -.-) Sequells verbaut! Tut man es doch, d.h. man released das perfekte Spiel, und es wird dann so geklaut wie andere Software vorher, dann wars eiskalt Perlen vor die Säue. Und das riskiert heutzutage kein alteingesessener Publisher mehr!

Dann ist das aber ne ziemlich schlechte Marketingstrategie - denn virales Market z.B. funktioniert nur, wenn der zu vermarktende Titel auch dementsprechend gut ist. Und Sequels bekommen gerade durch einen exzellenten Vorgänger unglaubliches Hype-Potenzial.

In meinem letzten Post ist nicht die Rede von einem "Guten" oder "Besseren" Titel, sondern vom "Idealen" wenn nicht sogar "Perfekten" Titel. Es reicht aus, wenn du ein gutes/besseres Spiel machst, es begeistert und die Foren florieren.. dann hast du als Entwickler dein Ziel beinahe erreicht! Sagen wir mal als Beispiel Rainbow Six: Vegas:
Klasse Spiel vom ersten Eindruck her, macht riesen Laune. UE3 und coole Firefights, gute Wertungen in den Magazinen, alles super!
Das Spiel hat aber im MP Modus ein paar Macken, außerdem wünschen sich viele Spieler noch gewisse Waffen und Gadgets, Moves oder das verwenden der "Build your own Rainbow"-Funtkion aus dem MP auch für den SP. 360-Fans wollen Achievments wie es Gears of War und andere Titel bieten! Alle rufen nach nem Patch.. Natürlich haben die Entwickler auch noch ein Sheet an Ideen, die es nicht in das Spiel geschafft haben oder zurückgehalten wurden für ein Sequell, und zusammengemixt ergibt es:
$tranger schrieb am
Jesterdance hat geschrieben:Und da liegt der Hund unter anderem Ja auch begraben, damals hats angefangen, heute darfs mans ausbaden.. Es ist ja u.A. auch Marketing-Stategie ein Titel nicht "Ideal" oder "Perfekt" zu machen, weil man sich sonst gewinnbringende Addons oder (wahrscheinlicher heutzutage -.-) Sequells verbaut! Tut man es doch, d.h. man released das perfekte Spiel, und es wird dann so geklaut wie andere Software vorher, dann wars eiskalt Perlen vor die Säue. Und das riskiert heutzutage kein alteingesessener Publisher mehr!

Dann ist das aber ne ziemlich schlechte Marketingstrategie - denn virales Market z.B. funktioniert nur, wenn der zu vermarktende Titel auch dementsprechend gut ist. Und Sequels bekommen gerade durch einen exzellenten Vorgänger unglaubliches Hype-Potenzial.
Und jeder Titel wird geklaut, das ist nunmal so - manche Leute nehmen eben alles mit, was sie irgendwie umsonst bekommen können.
Der Prozentuale Anteil von Raubkopierern bleibt, das unterstelle ich jetzt mal, allerdings gleich, denn:
besserer Titel = mehr Leute die den Titel haben wollen = mehr Käufer, aber auch mehr RK's.
Unterstellen wir aber weiterhin den pösen RK's ein Wenig gesunden Menschenverstand, so kaufen sich auch mehr von ihnen einen sehr guten Titel - zumindest die "Demo"-Fraktion.
Dass es Kopierschutz gibt, weil kopiert wird, brauchen wir gar nicht zu diskutieren, da gebe ich dir vollkommen recht. Allerdings muss man aufpassen, wo Kopierschutz aufhört und Entmündigung anfängt. Und man sollte nicht die pösen RK's verantwortlich machen, wenn man so eine o.g. schlechte Marketingstrategie verfolgt, oder wieder mal einfach nur Mist auf den Markt geworfen hat und nicht selbst der Schuldige sein will :)
Zu der Aussage im Interview will ich mal gar nichts sagen. Die These, dass kriminelle Elemente nun eine eigene Lobby stellen und sich...
schrieb am

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