Electronic Arts

"Wir hatten keine Hits"

In der jüngeren Vergangenheit musste Electronic Arts deutliche Verluste hinnehmen, auch verkauften sich einige Spiele nicht ganz wie erwartet. In den ersten beiden Geschäftsquartalen sei man noch im Soll gewesen, um die ambitionierten Pläne John Riccitiellos zu erfüllen, so John Pleasants (Chief Operating Officer) auf einer Investorenkonferenz. 13 Spiele hätten eine Durchschnittswertung von 80 oder höher erreicht, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur sieben gewesen. Sich auf das 3. Geschäftsquartal ( = 4. Kalenderquartal 2008) beziehend merkt er dann an:

"Wir hatten ein sehr schwieriges 3. Quartal, wie jeder weiß. Es war der ultimative Sturm so vieler Dinge; die Makroökonomie ist offensichtlich eine Sache. Aber wir machen das nicht dafür verantwortlich; der externe Markt trägt irgendwie dazu bei. Der größte Faktor war, dass wir keine Hits produzierten."

Angesichts der Umstände sei die Zuversicht der Kunden gesunken - diese hätten dann eher auf Fortsetzungen etablierter Serien gesetzt statt auf neue Marken. In jenem wirtschaftlichen Umfeld hätten viele Leute vor allem Augen für sehr günstige Spiele oder Titel gehabt, die ganz oben in den Charts waren. Man habe gedacht, diese Slots belegen zu können, die Ausführung sei aber mangelhaft gewesen - und das sei EAs Schuld.

Man wolle die Marketingbemühungen für kommende Produkte erhöhen und diese beispielsweise nicht erst kurz vor der Veröffentlichung bewerben. Insgesamt werde EA - und das hatte John Riccitiello bereits angekündigt - weniger Spiele veröffentlichen, und sich dafür umso mehr auf die wichtigen Produktionen konzentrieren. Derzeit geht der Publisher davon aus, den aktuellen Marktanteil halten zu können, man habe allerdings darüber hinaus gehende Ziele.

Auch die Wii wolle man stärker angehen, nachdem man sich dort bis dato eher schwer tat. Electronic Arts sei traditionell stark auf Xbox und PlayStation vertreten gewesen, deren aktuelle Versionen würden zusammen aber nur die Hälfte des Marktes ausmachen - die Wii könne man nicht ignorieren, und keinesfalls wolle man dort aufgeben.

"Wir haben in diesem Jahr 20 bis 25 Titel, die für Wii erscheinen. Dabei handelt es sich nicht um Umsetzungen, es sind alles Produkte, die direkt für die Wii entwickelt werden."
Autor: Julian Dasgupta

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Kommentare

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  • Ja, ich grübel auch immer, ob ich nicht einschreiten soll... aber so einem alten Sack wie mir glaubt ja eh keiner... (Besonders nicht, wenn man sagt, damals, als Sonic noch 2D und gut war... Dann sieht man immer diesen Ausdruck... 2D ist halt 1D zu wenig... *seufz*)
  • Sir Richfield schrieb:
    Nunja, Leute, die sich auf einem Balance Board zum Affen machen kann man besser ins TV bringen als Gamer mit ihrem Pad... Ich meine die Wii Spots sind ja schon gelogen. SO sitze ich nicht vor meiner Wii.
    Das ist doch überall so in der  [...]
    Sir Richfield schrieb:
    Nunja, Leute, die sich auf einem Balance Board zum Affen machen kann man besser ins TV bringen als Gamer mit ihrem Pad... Ich meine die Wii Spots sind ja schon gelogen. SO sitze ich nicht vor meiner Wii.
    Das ist doch überall so in der Werbung. Egal ob Waschmittel, Autos, Reisen oder Lebensmittel. Niemand steht nüchtern mit Grinsebacken da und wäscht/kocht/fährt Auto. Die Konsolen sind eher im TV vertreten als Spiele. Würde Sony LBP oder THQ deBlob bewerben, würden auch mehr Leute diese Spiele kennen und sich dafür interessieren. Als ich vor ein paar Tagen neue Kopfhörer kaufen war, stand an der Kasse Mutter mit Kind und Sonic Unleashed.
  • Nunja, Leute, die sich auf einem Balance Board zum Affen machen kann man besser ins TV bringen als Gamer mit ihrem Pad... Ich meine die Wii Spots sind ja schon gelogen. SO sitze ich nicht vor meiner Wii.