Electronic Arts

Milliardenverlust

Minus mal Minus ergibt Plus - Minus plus Minus allerdings nicht: Wer die vergangenen drei Quartalsberichte von Electronic Arts verfolgt hat - siehe hier, hier und hier -, dürfte geahnt haben, worauf es in der Gesamtbilanz des vergangenen Geschäftsjahres hinausläuft, die das Unternehmen jetzt zum Abschluss des vierten Geschäftsquartals (31. März) veröffentlichte.

In den ersten drei Monaten des Kalendarjahres verbuchte man Einnahmen in Höhe von 860 Mio. Dollar - 267 Mio. weniger als im gleichen Quartal des Vorjahres. Damals musste man allerdings auch einen Verlust von 94 Mio. Dollar hinnehmen, im abgelaufenen Quartal betrug das Minus 42 Mio Dollar.

Mit einem Gesamtjahresumsatz von 4,212 Mrd. Dollar wurde das Vorjahresergebnis um 15 Prozent übertroffen; dafür fiel allerdings auch der Verlust deutlich höher aus: 1,088 Mrd. Dollar. Das vorherige Geschäftsjahr war mit einem Minus von 454 Mio. Dollar abgeschlossen worden. Die ursprünglichen Umsatzprognosen für das vergangene und das laufende Jahr hatte EA schon vor einiger Zeit deutlich zurückgeschraubt.

Dass das Management darauf verweist, dass man sich auf dem richtigen Weg befinde und davon ausgeht, bald wieder schwarze Zahlen zu schreiben, versteht sich von selbst.

In den vergangenen 12 Monaten schafften es insgesamt 31 EA-Produktionen, die Millionenmarke zu überspringen - im Jahr zuvor waren es 27 gewesen. FIFA 09 , Madden NFL 09 sowie Need for Speed: Undercover verkauften sich dabei jeweils über fünf Mio. Mal.

Das EA Partners-Programm, über das Spiele wie Rock Band 2 oder Left 4 Dead vertrieben wurden, erwirtschaftete mehr Umsatz als je zuvor. Spore hat sich laut EA über zwei Mio. Mal verkaufen können. Die Einnahmen durch digitale Dienste wuchsen um 27 Prozent auf 429 Mio. Dollar. Am Ende des Fiskaljahres besaß der Publisher knapp 2,155 Mrd. Dollar in Cash-Reserven.

Für das aktuelle Geschäftsjahr rechnet der Publisher übrigens mit weniger Umsatz als in diesem Jahr - derzeit geht man von 3,7 bis 3,85 Mrd. Dollar aus.

Auf die einzelnen Märkte aufgeschlüsselt verteilte sich der Umsatz im letzten Quartal folgendermaßen:

Markt - Anteil (Vorjahreswert)

  • Nordamerika - 55% (58%)
  • Europa - 39% (37%)
  • Asien - 6% (5%)

 

Bei den Plattformen sah es so aus:

System - Umsatzanteil (Vorjahreswert)

 

  • PS3 - 23% (19%)
  • Xbox 360 - 15% (21%)
  • Wii - 15% (7%)
  • PS2 - 6% (20%)
  • PSP - 5% (6%)
  • NDS - 4% (3%)
  • PC - 21% (17%)

Autor: Julian Dasgupta
Quelle: Pressemitteilung
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Kommentare

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  • Auch wenn es mir verdammt schwer fällt und ich jetzt lieber eine Darmspiegelung bekommen würde, ja ich fand Dead Space ggggganz gut! Verdammt dafür komme ich bestimmt in die Hölle!
  • Dead Space kriegt beide Daumen hoch und die Finger noch dazu, so atmosphärisch war schon lange kein Spiel mehr. Weiss garnicht warum alle so rumnörgeln, kann man nicht einfach mal zugeben das EA auch gute Games abliefern kann?
  • Rickenbacker schrieb:
    Wenn sich "Mut gezeigt" in sofern geäussert hätte, als das sie Spiele entwickelt hätten die in jeder Hall of Fame rumstehen, hätte es sich entweder in der Kasse oder zumindest in den Herzen der Spieler gezeigt.
    Hast du die News  [...]
    Rickenbacker schrieb:
    Wenn sich "Mut gezeigt" in sofern geäussert hätte, als das sie Spiele entwickelt hätten die in jeder Hall of Fame rumstehen, hätte es sich entweder in der Kasse oder zumindest in den Herzen der Spieler gezeigt.
    Hast du die News überhaupt gelesen? Die mittelmäßigen bis schlechten Spiele wie NfS: Undercover haben sich prächtig verkauft. Top Spiele wie Dead Space(was ganz bestimmt einen Platz in meiner Hall of Fame findet) leider nicht.