Electronic Arts

Rote Zahlen & Stellenkürzungen

Im vergangenen Quartal verzeichnete Electronic Einnahmen in Höhe von 788 Mio. Dollar und lag damit unter der Marke des Vorjahres (894 Mio. Dollar). Noch weniger gefallen dürfte aber eine andere Zahl in der Bilanz: Der Publisher musste einen satten Verlust von 391 Mio. Dollar hinnehmen und schrieb damit einmal mehr rote Zahlen. Vor einem Jahr hatte das Minus in der Quartalsabrechnung 310 Mio. Dollar betragen.

FIFA 10 sei mit 4,5 Mio. verkauften Einheiten in der ersten Woche der stärkste Verkaufsstart eines EA-Titels in Europa gewesen, heißt es da. Außerdem habe man in jenem Quartal acht Spiele veröffentlicht, die eine Metacritic-Wertung von mehr als 80 Punkten erreicht haben. Naturgemäß gehörte auch Madden NFL 10 zu den Quartalsbestsellern mit 3,9 Mio. verkauften Einheiten. Need for Speed: Shift wurde 2,5 Mio. Mal an den Handel ausgeliefert.

Das Unternehmen hat sich gerade Playfish einverleibt - eine Übernahme, die EA direkt 300 Mio. Dollar in Cash und Firmenkapital kosten wird; weitere 100 Mio. Dollar werden fällig, falls der Social Games-Spezialist bestimmte Ziele erreicht.

An anderer Stelle kündigte der Publisher allerdings harte Einschnitte an und schwingt dabei die Axt wie selten zuvor. Nachdem man sich Ende 2008 bereits von knapp zehn Prozent der Belegschaft (knapp 1000 Angestellte) getrennt hatte, kündigt EA jetzt eine weitere Umstrukturierung an, der knapp 1500 Arbeitsplätze zum Opfer fallen sollen. Der Umbau der Firma soll bis zum 31. März 2010 abgeschlossen werden, soll 100 Mio. Dollar pro Jahr einsparen, wird aber kurzfristige Kosten in Höhe von 130 bis 150 Mio. Dollar verursachen.

Laut Gamasutra sind besonders die folgenden Studios von den Einschnitten betroffen: Black Box (NFS-Serie - außer Need for Speed: Shift ), EA Tiburon (MMA , Madden NFL-Reihe) und EA Redwood Shores (Dead Space -Serie, Dante's Inferno ). Bei Mythic (Warhammer Online: Age of Reckoning ) mussten einigen Angaben zufolge angeblich bis zu 40 Prozent der Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze räumen.

Das zeigt sich auch in der Produktion: Man habe über ein Dutzend Spiele eingestampft, merkt das Management an.

"EA is performing well, with quality, sales and segment share up so far this year," said John Riccitiello, Chief Executive Officer. "We are making tough calls to cut cost in targeted areas and investing more in our biggest games and digital businesses."

Für das gesamte, am 31. März endende Geschäftsjahr rechnen Riccitiello & Co. mit einem Umsatz zwischen 3,6 und 3,9 Mrd. Dollar.

Auf die einzelnen Plattformen verteilten sich die Einnahmen folgendermaßen:

System - Umsatzanteil (Vorjahreswert)

  • Xbox 360 - 31% (26%)
  • PS3 - 28% (16%)
  • Wii - 12% (11%)
  • PS2 - 5% (9%)
  • PSP - 3% (3%)
  • NDS - 2% (4%)
  • PC - 12% (25%)

Autor: Julian Dasgupta
Quelle: Electronic Arts
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Kommentare

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  • Bei EA haben Manager das sagen, keine visionären Entwickler. Auf der einen Seite ist das gut, denn es ermöglicht Langzeitprojekte wie Dragon Age, da der finanzielle Backbone stimmt. Auf der anderen Seite wird leider die Kreativität häufig der Gewinnmaximierung geopfert. Das mit der großen  [...] Bei EA haben Manager das sagen, keine visionären Entwickler. Auf der einen Seite ist das gut, denn es ermöglicht Langzeitprojekte wie Dragon Age, da der finanzielle Backbone stimmt. Auf der anderen Seite wird leider die Kreativität häufig der Gewinnmaximierung geopfert. Das mit der großen Konsolenkundenanzahl ist wie mit der Bild-Zeitung. Die Menschheit ist halt hauptsächlich ein großer Haufen dummer Herdentiere, die den Kopf viel zu gern abschalten. Da der Computer aber aus den westlichen Wohnzimmern nicht mehr wegzudenken ist, wird er einfach immer bedient werden müssen.
  • neon1705 schrieb:
    sollen sie doch mehr dpiele für pc rausbringen kann kaufen auch mehr doch wen die so fixiert sind auf die scheißbox 0815 dann sind se doch selbst drann schuld mit son briefkasten möchte ich echt nicht spielen da bleib ich meinen PC treu bis zum letzten
     [...]
    neon1705 schrieb:
    sollen sie doch mehr dpiele für pc rausbringen kann kaufen auch mehr doch wen die so fixiert sind auf die scheißbox 0815 dann sind se doch selbst drann schuld mit son briefkasten möchte ich echt nicht spielen da bleib ich meinen PC treu bis zum letzten ] Nope mag sein das bisher hier in Deutschland der PC mehr gewicht hat in der Zockergemeinschaft, aber bei den Amis kommt vielleicht 1 PC'ler auf 5 Konsoleros. ;) Edit: Steht auch in der News!^^ Gewinn durch Konsolen + Handhelds = 69% ; PC = 25% ; 6% = Anderes Zeug Merchandising usw. Ist zwar ein Vorjahresergebnis, aber die Zahlen werden sich wohl kaum groß geändert haben.
  • Eigentlich wirklich schade, EA hat endlich angefangen wieder auf qualität zu achten. Vielleicht noch nciht überall, aber eine verbesserung ist eindeutig zu verzeichnen. Und trotzdem fahren sie damit gegen die wand. Welche schlüsse muss man da schließen? Das die leute doch lieber Grafikupdates  [...] Eigentlich wirklich schade, EA hat endlich angefangen wieder auf qualität zu achten. Vielleicht noch nciht überall, aber eine verbesserung ist eindeutig zu verzeichnen. Und trotzdem fahren sie damit gegen die wand. Welche schlüsse muss man da schließen? Das die leute doch lieber Grafikupdates bestehender serien wollen, statt etwas neues?