Electronic Arts: Spielberg-Projekt eingemottet - 4Players.de

4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell. 4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell.

Schnäppchen-Angebote

Stellenmarkt Jobbörse Jobware

Nachrichten

Folge uns

       

EA: Spielberg-Projekt eingemottet

Electronic Arts (Unternehmen) von Electronic Arts
Electronic Arts (Unternehmen) von Electronic Arts - Bildquelle: Electronic Arts
Vor langer, langer Zeit hatte Electronic Arts verkündet, man arbeite zusammen mit Steven Spielberg an insgesamt drei Projekten. Immerhin eines der Spiele schaffte es es auch irgendwann in den Handel: Das, was einst unter dem Codenamen PQRS begann, wurde als Boom Blox auf der Wii veröffentlicht.

Während sich der Hersteller nie zum dritten Projekt äußerte - und vermutlich auch nicht mehr äußern wird - sickerten ein paar Infos zu 'LMNO' durch, welches als Mischung aus Der unsichtbare Dritte und E.T. beschrieben wurde. Der Spieler sollte sich zusammen mit seiner KI-gesteuerten Begleiterin, einer auf der Erde gelandeten Außerirdischen, durch ein großes Abenteuer schlagen. Das Zusammenspiel der beiden sollte dabei im Mittelpunkt stehen und reichlich Emotionen erzeugen.

Schon 2008 tauchten die ersten Gerüchte auf, die besagten, dass LMNO eingestampft wurde. Der Hersteller dementierte umgehend: Der Titel befinde sich nach wie vor bei einem von Doug Church und Louis Castle geleiteten Team in Arbeit. Das gleiche Spiel wiederholte sich ein Jahr später: Wieder wurde gemunkelt, das Projekt sei eingemottet worden. Und wieder meldete sich der Publisher zu Wort und ließ hartnäckig verlauten: Die Kooperation mit dem Regisseur sei dem Hersteller sehr wichtig. Das Spiel sei immer noch in Entwicklung, würde aber nicht mehr unter dem Namen LMNO laufen.

Knapp anderhalb Jahre später ist jetzt allerdings doch klar: Das Projekt hat endgültig das Zeitliche gesegnet. Nachdem der einst für EA tätige Jake Kazdal dies im Joystiq-Podcast behauptet hatte, ließ der Hersteller jetzt auf Anfrage des Blogs verlauten: Man pflege weiterhin seine Beziehungen zu Steven Spielberg. Die Entwicklung LMNOs sei allerdings eingestellt worden.

Laut Kazdal hatte ein "sehr kleines Team" mit "sehr cleveren" Leuten eine ganze Weile an dem Spiel getüftelt.

"Ich bin mir sicher, wenn du da jemanden fragst, wird dir jeder irgendwas anderes erzählen, aber das Ganze kam eben nie aus den Startlöchern. Da gab es vielleicht, vielleicht aber auch nicht einen Konkurrenztitel bei EA, der das Gleiche machte - von einigem Kram mal abgesehen, den wir halt gemacht hatten. Da war viel Politik im Spiel."

Kommentare

Wulgaru schrieb am
isaak-imanuel hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:
Sir Richfield hat geschrieben:Audiologs sind zwar eine nette Anspielung auf System Shock, aber keine besonders intelligente Methode, eine Geschichte zu erzählen.

Warum?

Also, ich fand die Logs auch ziemlich abstrus - darf man gar nicht genauer drüber nachdenken. Ich mein, teiweise waren es ja ganz klare Kommunikationen zwischen zwei Personen. Als hätten die sich nur per Diktirgerät miteinander unterhalten - und natürlich immer mit einem neuen. Ich laufe auch ständig mit einem Sack Diktiergeräte herum, um sie überall liegen zu lassen...
Ne ne, sinnvoller wäre es gewesen, wenn sie wirklich alle audiovisuellen Elemente gekonnt miteinander verknüpft hätten, um zu erzählen, was geschehen ist: eben die Tinbandaufnahmen, zusätzlich Video-Material, Tagebucheinträge, ein paar von den verrückten Personen, die Zeugs vor sich hin brabbeln. Die Little Sister, die vielleicht etwas erzählt hätten, wenn man sie verschont etc. Es hätte sehr viele Möglichkeiten gegeben, die Geschichte besser zu erzählen

Das sicherlich, aber es ging ja eher generell um die Methode "Rückblick" als Erzählmethode. Darunter würden ja auch Briefe und Tagebucheinträge zählen. Ich finde so etwas gerade für Spiele sehr gut geeignet um in Spielen Geschichten zu erzählen, da das Spiel so nur marginal unterbrochen wird. Generell ist es ja einfach eine moderne Form der nahezu ausgestorbenen Gattung des Briefromans.
Ich bin aber auch nicht so ein Fan der Kojima-Methode die mich dann ab und zu überhaupt mal spielen lässt, vielleicht liegt das auch daran.
Sir Richfield schrieb am
Wulgaru hat geschrieben:Warum?

Weil sie einen krassen Bruch zur restlichen "Erzählstruktur" des Spiels bilden.
Sie funktionieren, klar. Ist halt wie ein Hörspiel.
Aber Hörspiele in einen Egoshooter einbauen? Nicht besonders kreativ.
Zumal die Dinger auch vollkommen sinnfrei im Aufbau sind. Wer soll denn glauben, dass das immer gleiche Gerät mit der immer gleichen Aufnahmekapazität für solch mitunter extrem fragmentarischen Aufnahmen genutzt wurde? Wie kommen die Aufnahmen jetzt dahin?
Das betrifft aber jetzt nicht nur Bioshock, das ist bei vielen Spielen so, die verzweifelt versuchen, noch eine Geschichte zu erzählen.
Das KANN man machen, aber doch bitte nicht indem man daraus eine Achievement würdige Schnitzeljagd macht.
Oder wie ich weiter oben sagte: In kleinen Dosen. Also in der Pathologie das Log der letzten Obduktion zu finden, das ist logisch.
Ein solches Log von jedem Deppen an jeder beliebigen Stelle zu finden, DAS ist unkreativ.
Edit:
sANg, für Rückblenden gilt das gleiche wie für Audiologs: Gut und sinnvoll gemacht, kann es die Erfahrung erweitern. Wenn der ganze Film darauf aufbaut und das zu Ende gedacht wird, ist das gut.
Wenn die aber benutzt werden, weil man zu faul oder unfähig ist, etwas in der Gegenwart zu erklären, oder deutlich zu machen, dann ist das schlecht.
Der zweite Fall ist häufiger.
Die Serie "How I met you mother" (Die man natürlich nur im O-Ton zu sehen hat, weil sonst viele Gags nicht funktionieren) besteht auch nur aus Rückblenden. Das funktioniert, weil es den Hauptcharakter dazu befähigt, bestimmte Dinge zu tun.
sANg schrieb am
haihoo hat geschrieben:Mass Effect 1+2 hatten zwar eine Story, aber die waren einfach zu öde und kitschig erzählt. Standard-Fantasy-Kost, klar deutlich besser als die dümmlichen Cod-Stories, aber deswegen immer noch nicht gut. Simpelseichte Blockbuster-Kino-Geschichten.

Ich fand/finde die Story von Mass Effect durchaus gut, wenn sie auch gewiss nicht an Spiele wie The Witcher oder KotOR herankommen. Das ist also nur deine Meinung ;)
@Topic: Die Zusammenarbeit mit Spielberg drehte sich wohl vor allem um den Namen. Wenn auf einer Spielepackung Spielberg draufsteht, dann kaufen das Spiel wahrscheinlich auch mehr Leute, v.a. die Weihnachtsgeschenk-suchende Mutter und ähnliche Leute.
@Sir Richfield:
Wieso sind Rückblenden in Filmen verpönnt? Sieh dir bspw. "Prestige" von Christopher Nolan an. Die Handlung wird nahezu über ständige Rückblenden erzählt, schließlich ist der Ausgangspunkt der Illusionist im Gefängnis.
Vino schrieb am
Wulgaru hat geschrieben:
Sir Richfield hat geschrieben:Audiologs sind zwar eine nette Anspielung auf System Shock, aber keine besonders intelligente Methode, eine Geschichte zu erzählen.

Warum?

Also, ich fand die Logs auch ziemlich abstrus - darf man gar nicht genauer drüber nachdenken. Ich mein, teiweise waren es ja ganz klare Kommunikationen zwischen zwei Personen. Als hätten die sich nur per Diktirgerät miteinander unterhalten - und natürlich immer mit einem neuen. Ich laufe auch ständig mit einem Sack Diktiergeräte herum, um sie überall liegen zu lassen...
Ne ne, sinnvoller wäre es gewesen, wenn sie wirklich alle audiovisuellen Elemente gekonnt miteinander verknüpft hätten, um zu erzählen, was geschehen ist: eben die Tinbandaufnahmen, zusätzlich Video-Material, Tagebucheinträge, ein paar von den verrückten Personen, die Zeugs vor sich hin brabbeln. Die Little Sister, die vielleicht etwas erzählt hätten, wenn man sie verschont etc. Es hätte sehr viele Möglichkeiten gegeben, die Geschichte besser zu erzählen
Wulgaru schrieb am
Sir Richfield hat geschrieben:Audiologs sind zwar eine nette Anspielung auf System Shock, aber keine besonders intelligente Methode, eine Geschichte zu erzählen.

Warum?
schrieb am

Facebook

Google+