Electronic Arts

Ein Messer namens Harmonix

Bei Bloomberg plauderte John Riccitiello über mögliche Zukäufe für den Publisher und findet, dass die meisten Übernahmen derzeit reichlich überteuert sind. Es gebe da schätzungsweise 25 Firmen, die ganz interessant für sein Unternehmen wären - wenn sie denn "fünf bis zehn Prozent dessen kosten würden, was sie momentan verlangen", so der Geschäftsführer von Electronic Arts.

Die Äußerungen Riccitiellos legen nahe, dass EA nicht allzu erpicht darauf ist, Harmonix zu schlucken. Vor Kurzem hatte der Medienkonzern Viacom bekannt gegeben, dass man einen Käufer für die defizitäre Musikspielsparte samt der Rock Band-Reihe sucht. EA selbst ist nicht in jenem Genre umtriebig, hatte die Serie aber über EA Partners vertrieben.

"Ich bin mir sicher, dass ein cleverer Investor das Geschäft aufkaufen wird mit dem Gefühl, dass er ein fallendes Messer auffangen kann. Es gibt aber mehr Leute, die sich bei diesem Versuch geschnitten haben, als Leute, die davon profitieren konnten, dass das Timing komplett gestimmt hat."

Was natürlich nicht zwingend heißen muss, dass der Hersteller nicht hinter den Kulissen die Fühler ausstreckt. So hatte Riccitiello seinerzeit auch Brütal Legend als signifikantes kreatives Risiko bezeichnet - während sein Team vermutlich schon den Deal einfädelte, der zwei Monate später offiziell verkündet wurde.


Autor: Julian Dasgupta

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