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Electronic Arts: Rotes Weihnachtsquartal

Electronic Arts (Unternehmen) von Electronic Arts
Electronic Arts (Unternehmen) von Electronic Arts - Bildquelle: Electronic Arts

Knapp 1,05 Mrd. Dollar konnte Electronic Arts im Weihnachtsquartal des vergangenen Jahres erwirtschaften. Dabei musste man einen Verlust von 322 Mio. Dollar in der Bilanz hinnehmen. Der Vergleich zum gleichen Quartal des Vorjahres fällt nicht gar so schmeichelhaft aus: Seinerzeit verzeichnete man Einnahmen in Höhe von 1,24 Mrd. Dollar bei einem Verlust von 82 Mio. Dollar.

Laut Angaben des Managements liegt der Publisher damit natürlich voll im Plan. Auch verweist man darauf, dass man im gesamten Geschäftsjahr (1.4.2010 bis 31.3.2011) knapp 750 Mio. Dollar mit digitalen Inhalten (Abos, DLC, Micro-Transaktionen) erwirtschaftet haben wird. Als Beispiel für die Steigerung in jenem Bereich bemüht der Publisher zwei seiner etabliertesten Serien, für die man den digital erwirtschafteten Umsatz bis zum 31. März abgeschätzt hat:


(Angaben in Mio. Dollar) 



Der Hersteller teilt auch mit, dass fünf der Spiele, die man im vergangenen Jahr veröffentlicht hat, jeweils über fünf Mio. Mal ausgeliefert wurden: Medal of Honor , FIFA 11 , Battlefield: Bad Company 2 Madden NFL 11 und Need for Speed: Hot Pursuit . Das gerade veröffentlichte, in Deutschland offiziell noch nicht erhältliche Dead Space 2 habe sich außerdem innerhalb der ersten Tage nach dem Stapellauf doppelt so gut verkauft wie seinerzeit der Vorgänger - knapp zwei Mio. Einheiten seien bisher in die Distributionskanäle gepumpt worden.

EA gab außerdem bekannt, dass man in den nächsten 18 Monaten Aktien im Wert von 600 Mio. Dollar zurückkaufen wird. Für das laufende Quartal setzt man vor allem auf das bereits erwähnte Dead Space 2, Shift 2 Unleashed Dragon Age 2 , DarkSpore , Tiger Woods PGA Tour 12: The Masters , Fight Night Champion , Crysis 2 sowie Bulletstorm .

Auf die einzelnen Plattformen aufgeschlüsselt ergab sich beim Umsatz im Weihnachtsquartal das folgende Bild:

System: Umsatzanteil (Vorjahreswert)

  • Xbox 360: 27% (28%)
  • PS3: 27% (19%)
  • Wii: 12% (16%)
  • PS2: 2% (3%)
  • Mobile: 5% (5%)
  • PSP: 2% (2%)
  • NDS: 5% (5%)
  • PC: 15% (17%)




Quelle: EA

Kommentare

Freakstyles schrieb am
Sunturion hat geschrieben:Da hat die PS3 gegenüber der XBox doch einiges an Boden gut gemacht.
Wäre interessant zu erfahren, wie das bei anderen Publishern aussieht.

Und dann kannst Dir das als Zertifikat an die Wand neben Deine PS3 hängen :roll:
Spunior schrieb am
Ich weiß gar nicht, was du hier überhaupt noch argumentierst. Ist nicht so, dass ich behauptet hätte im kommenden Jahr pleite sein wird. Ganz bestimmt nicht. Aber es ist auch garantiert nicht so, als wäre alles so gelaufen, wie das Management das geplant hat. Nicht wenn man nur etwas mehr als die Hälfte des vor nocht allzu langer Zeit eingeplanten Umsatzes einfährt.
Es ist ziemlich unsinnig über Einmaleffekte zu diskutieren.
1. Etwas das sich seit Jahren in der Bilanz niederschlägt, ist nur laut Management-Mundart ein Einmaleffekt. Man könnte darüber reden, wenn dies alles Teil einer großen Strategie wäre, die das Management vor vier Jahren konsequent angegangen hat. Ist es aber nicht. Es hat zwischendurch schon einen Kurswechsel gegeben (was natürlich dummerweise weitere 'Einmaleffekte' bedeutet), und die ursprünglichen Wunschträume hinsichtlich der Einnahmen sind ja auch relativ deutlich.
2. Wir reden überhaupt nur über Einmaleffekte, weil Heise & Co. sich überhaupt mit den Non-GAAP-Werten abgeben. Die interessieren aber letztendlich nicht und es gibt einen guten Grund, warum es GAAP gibt. Bei Non-GAAP kann das Management potenzielle Ausgaben und Einnahmen sehr 'kreativ' verwalten und sich zurechtbiegen. Gerade dann, wenn man einen anderen Umstand (weniger Umsatz, mehr Verlust) einfach etwas schönreden will.
Non-GAAP ist grundsätztlich nichts anderes als "Wenn man das Negative ignoriert, sieht alles eigentlich ganz gut aus." Das ist ein altes Spiel und wird sich in der nächsten Quartalsbilanz in der Relation von GAAP vs. Non-GAAP recht eindeutig zeigen.
da gehe ich nicht von aus, zumal wenn dort wirklich leute nur für dieses Projekt angehuert wurden die nicht aufwendig entalssen werden müssen, sondern wohl eher von vornherein nur einen projektbezogenen vertrag haben.

BioWare hat extra ein neues Studio samt entsprechender Fläche aus dem Boden gestampft, und...
Boesor schrieb am
Spunior hat geschrieben:Ich habe auch nicht behauptet, dass EA deswegen Insolvenz anmelden wird. Warum deswegen aber jemand die entgangenen Einnahmen (60 Millionen Dollar oder mehr) und die Produktionskosten, auf denen man sitzen bleibt, als Peanuts abtun möchte, ist mir nicht ganz klar.

peanuts nicht, aber selbst wenn man den Spekulationen über einen entgangenen gewinn von 60 Mio Glauben sollte gefährdet das anscheinend dennoch nicht den Plan. Und das war die einzige Aussage.
Herrje, wie oft muss ich es denn noch wiederholen?

Normalerweise würde ich sagen bis es stimmt, aber ich gebe mich auch hiermit zufrieden.
Wenn Heise im Grunde genommen den Tonus Geschäftsbericht nachplappert, kann ich doch nichts dafür.

Und das heise damit auch noch recht hat machts nicht schöner.
Diese 'Einmaleffekte' sind nicht in jedem Fall wirkliche Einmaleffekte. Steuern werden immer fällig.

dabei kommt es allerdings in der tat darauf an, ob es irgendwelche Sondersteuern im Hinblick auf z.B. Übernahmen gab. Also ja, Steuern gibt es immer, die Höhe allerdings variiert.
Übernahmen hat Electronic Arts auch im gleichen Quartal des Vorjahres getätigt. Das ist keine bilanztechnische Regelmäßigkeit, das Weihnachtsquartal 2010 ist aber kein komischer Ausrutscher in dieser Hinsicht.

Was aber überhaupt nichts daran ändert das Übernahmen die Bilanz zwar verschlechtern aber nicht die Wirtschaftskraft und darauf kommt es nunmal an.
Last but not least: Umstrukturierungskosten macht EA seit über drei Jahren in so gut wie jedem Quartalsbericht geltend. Ich verweise an dieser Stelle nochmal auf die Entlassungen, die es in dem Zeitraum gab. Und jedes Mal...
Möpelchen schrieb am
[Matze] hat geschrieben:Deswegen sag ich ja, das viele zufrieden wären, nicht alle. ;)

Ahja stimmt... steht "viele" da *gg
Edit: Lustig irgendwie, wie gern man auf große Konzerne rumhackt. In nem anderen Thread ist es der pöööhse Sonykonzern, dem viele gerne den Tod wünschen würden. Hier EA... aber trotzdem gerne die Produkte von denen konsumieren... nur halt nicht dafür zahlen... lieber über DRM und Onlinezwang aufregen...
Spunior schrieb am
Boesor hat geschrieben:Klar, aber da es sich nicht um eine kleine Spieleschmiede handelt wird das wohl zu vernachlässigen sein, was EA ja offenbar auch tut und die Zahlen denke ich auch hergeben.

Ich habe auch nicht behauptet, dass EA deswegen Insolvenz anmelden wird. Warum deswegen aber jemand die entgangenen Einnahmen (60 Millionen Dollar oder mehr) und die Produktionskosten, auf denen man sitzen bleibt, als Peanuts abtun möchte, ist mir nicht ganz klar.
Abgesehen von den Steuern ist das sehr wohl relevant. Denn diese Einmaleffekte sagen nichts über die Wirtschaftskraft von EA aus, bzw. ziehen diese auf dem papier in den keller.

Herrje, wie oft muss ich es denn noch wiederholen? Wenn Heise im Grunde genommen den Tonus Geschäftsbericht nachplappert, kann ich doch nichts dafür. Diese 'Einmaleffekte' sind nicht in jedem Fall wirkliche Einmaleffekte. Steuern werden immer fällig. Übernahmen hat Electronic Arts auch im gleichen Quartal des Vorjahres getätigt. Das ist keine bilanztechnische Regelmäßigkeit, das Weihnachtsquartal 2010 ist aber kein komischer Ausrutscher in dieser Hinsicht. Last but not least: Umstrukturierungskosten macht EA seit über drei Jahren in so gut wie jedem Quartalsbericht geltend. Ich verweise an dieser Stelle nochmal auf die Entlassungen, die es in dem Zeitraum gab. Und jedes Mal heißt es: So, das Gros ist jetzt erledigt, jetzt gehts richtig los.
Was denkst du denn, was nach der Fertigstellung von Star Wars: TOR in Austin passieren wird? Dass sämtliche Mitglieder dieses Riesenteams in anderen Projekten unterkommen werden? Ich wette darauf, dass wir uns in genau einem Jahr an dieser Stelle wieder über dadurch völlig überraschend und einmalig fällige Umstrukturierungskosten unterhalten werden.
Last but not least: Drei Jahre zurück:
schrieb am

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