Electronic Arts

Forenbann = Spielebann?

Im Frühjahr hatte es bereits einmal Ärger gegeben aufgrund der Forenhandhabung von Electronic Arts: Nachdem ein Nutzer im offiziellen Forum gesperrt wurde, konnte er plötzlich auch nicht mehr die mit seinem Account verknüpften Zusatzinhalte und Speicherstände von Dragon Age II nutzen. Der Hersteller sprach später von einer technischen Panne, die mittlerweile wieder behoben worden sei.

Vor einigen Tagen hatte RPS berichtet, dass jener 'Ausrutscher' wieder vorgekommen ist. Das Blog sei von mehreren Spielern informiert worden, die - mal aus nachvollziehbaren, mal aus nicht so nachvollziehbaren Gründen - im Forum gesperrt wurden und jetzt mit dem Account verknüpfte Spiele wie Battlefield 3 nicht mehr nutzen können. 

Der Support des Herstellers erwies sich nicht als hilfreich. In einem Fall wurde recht deutlich gesagt: Der Account wurde dauerhaft gelöscht, da "gegen die Nutzungsbedingungen des Dienstes verstoßen wurde." Das Konto werde in keinerlei Form mehr zugänglich sein, die damit assoziierten Inhalte, Charaktere und Items sind bereits oder werden bald gelöscht.

Weiter hieß es:

"This action was necessary due to the repeated nature of the offense on the account. We regret having to take this final step, but it is entirely necessary on behalf of protecting the Electronic Arts Online community. The violation has already been discussed above so further communication on this matter won’t be entertained. We thank you for your understanding on all the statutes within the Terms of Service, and they still contractually apply to you as per the original agreement, especially the sections regarding terminated members of the service."

Mittlerweile haben die Kollegen auch eine offizielle Stellungnahme des Publishers erhalten. Dort wird jenes Vorgehen nicht mehr als Panne deklariert. Die Zufriedenheit der Kunden sei EA sehr wichtig, wird da verkündet. Man sei gegen Cheats und wolle ein hohes Maß an Integrität in den Spielen und im Forum. Sollte jemand die Terms of Service verletzen, sei man "gezwungen, mit Sperren oder anderen Maßnahmen" zu reagieren. Es falle dem Hersteller nicht leicht, solche Entscheidungen zu treffen - die Integrität der Dienste und die Zufriedenheit der Kunden würden aber "klare Regeln" voraussetzen.

Der Hersteller merkt aber auch an, dass man das Regelwerk wohl etwas überarbeiten und um "gerechtere Richtlinien" für Sperren erweitern will. Man wolle sicherstellen, dass die Strafzeit der Schwere des Verstoßes entspricht. Es könne aber einige Zeit dauern, bis jenes Vorhaben umgesetzt wurde.
Autor: Julian Dasgupta
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Kommentare

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  • es hilft nur eins: undzwar organisierter boykott. ich weiss das es in der realität nicht möglich ist, es ist aber dennoch das einzige hilfsmittel. ich kaufe seit zwei jahren keine EA spiele mehr. und wenn andere menschen mir folgen würden, wäre es nie soweit gekommen wie wir jetzt stehen. solange  [...] es hilft nur eins: undzwar organisierter boykott. ich weiss das es in der realität nicht möglich ist, es ist aber dennoch das einzige hilfsmittel. ich kaufe seit zwei jahren keine EA spiele mehr. und wenn andere menschen mir folgen würden, wäre es nie soweit gekommen wie wir jetzt stehen. solange alle möglichen idioten wie süchtige heroinjunkies jeden neuen scheiss von EA kaufen müssen, nur weil sie grafikhuren sind, oder auf was anderes tolles "innovatives" (der begriff wird deutlich zu inflationär benutzt im zusammenhang mit spielen) hoffen, wird es immer so weitergehen. im prinzip lässt es sich auf folgenden zusammenhang runterbrechen: verzichtet oder lebt damit. es klingt scheisse, aber so ist es nunmal. solange nicht ALLE etwas dagegen tun, bleibt es bei diesem kleinsten gemeinsamen nenner! da könnt ihr euch auf den kopf stellen und mit den beinen wackeln... das is genau das selbe wie mit der EU politik oder den spritpreisen. ohne gesellschaftliche organisation bleiben wir sklaven. wer das nicht einsieht reitet alle anderen mit in die scheisse. vielen dank an alle schafe.
  • Zitat:
    Es ist rechtlich einfach Bullshit vom allerfeinsten. Allerdings wird es nie ein Urteil geben, weil die sofort einlenken wenn man einen Anwalt bemüht.
    ob das rechtlich totaler "bullshit" ist, möchte ich im vorherein zwar auch nicht verneinen, aber genauso  [...]
    Zitat:
    Es ist rechtlich einfach Bullshit vom allerfeinsten. Allerdings wird es nie ein Urteil geben, weil die sofort einlenken wenn man einen Anwalt bemüht.
    ob das rechtlich totaler "bullshit" ist, möchte ich im vorherein zwar auch nicht verneinen, aber genauso wenig bejahen ich könnte mir schon vorstellen, dass es verstöße gibt, die ein solches vorgehen auch rechtlich rechtfertigen ausserdem ist in diesem fall ja auch nicht klar, ob nicht ea durch die sperrung des forenaccounts auch einen genaueren blick auf den spieleraccount geworfen hat, und so auf noch andere, schwere verstöße gestoßen ist generell, muss ich sagen, dass das schon mal nötig sein kann, wenn ein wirklich schwerer verstoß vorliegt wenn es allerdings NUR das forum betrifft, in dem mal wieder jemand herumtrollt, dann schließe ich mich der überwiegenden meinung hier an: das wäre übertrieben edit: sry, einfach vergessen
  • Ich weiß gar nicht, warum die Vorgehensweise zur Diskussion führt. Ist doch völlig egal, ob EAs Vorgehensweise moralisch richtig ist ( und das ist sie nicht ). Es ist rechtlich einfach Bullshit vom  [...] Ich weiß gar nicht, warum die Vorgehensweise zur Diskussion führt. Ist doch völlig egal, ob EAs Vorgehensweise moralisch richtig ist ( und das ist sie nicht ). Es ist rechtlich einfach Bullshit vom allerfeinsten. Allerdings wird es nie ein Urteil geben, weil die sofort einlenken wenn man einen Anwalt bemüht. Dann gibt es eine kurze Entschuldigung, Dein Account wird freigeschaltet und weiter gehts. Das Problem ist nur: Wer einen Anwalt einschaltet, weiß das (oder spätestens der Anwalt), und überlegt sich vielleicht, ob er für ein 30 Euro Spiel einen Anwalt beauftragt. Denn nur um zur Freischaltung zu kommen schätze ich die Kosten mal auf ca. 150Euro. Und das nur, wenn nichts schief geht. Da die meisten Origin bis jetzt nur für BF3 haben, wäre es günstiger und einfacher ein neues Spiel+eMail zu besorgen oder einfach was anderes zu zocken. Es bleibt also festzuhalten: EA bringt dieser Mist eine Menge negative Aufmerksamkeit. Der gebannte Spieler ist gearscht, weil er immer verliert, egal was er macht. Super sowas Das mit den Moderatoren ist auch richtig, kann mich an bescheuerte Sachen wie die "Nazi-Verwarnung" wegen "Ruhig,Brauner" auch noch erinnern. Moderatoren sind halt auch manchmal ziemlich...naja. Und liegen auch mal falsch. Ich vermute ja eh, das diese Leute froh sind, endlich mal was zu sagen zu haben, und sei es nur im Netz, und schon ist man Verwarnt/Gebannt o.Ä. weil der Moderator den iQ eines Umzugkartons hat. Ich glaube, das hat jeder schon mal irgendwo gesehen. Und deswegen vom Spiel gebannt zu werden ist so krank )) Naja, ich kann noch zocken UND es läuft seit fast 2 Wochen völlig ohne Abstürze oder Fehler. Wahnsinn!