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Electronic Arts: Fairness und Preis/Leistung im Blick; Pay-to-Win ist nicht erwünscht, außer bei Ultimate Team

Electronic Arts (Unternehmen) von Electronic Arts
Electronic Arts (Unternehmen) von Electronic Arts - Bildquelle: Electronic Arts
Auf der E3 2018 erklärte Electronic Arts lang, breit und mehrfach, dass sie aus der Lootboxen-Kontroverse rund um Star Wars Battlefront 2 und Need for Speed Payback gelernt hätten und sie nicht mehr auf Pay-to-Win-Elemente setzen würden. Ihr Primärziel sei es, Spiele mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten, erklärte Patrick Söderlund (Chief Design Officer) in einem Interview gegenüber gamesindustry.biz. Sie würden nun vielmehr auf (kaufbare) kosmetische Zusatzinhalte setzen. Nur bei Ultimate Team sei die Lage anders.

Söderlund: "Man muss es aus der Perspektive der Fairness betrachten. Fairness ist die Nummer eins. Wenn sie ein Produkt bei uns kaufen, sollten sie den vollen Wert für ihr Geld erhalten. Es sollte eine faire Ingame-Wirtschaft in dem Spiel geben und man sollte nicht fürs Gewinnen bezahlen können. Wir wollen nicht, dass man dafür bezahlen kann, um besser zu sein als andere. Das ist uns wichtig. Aber wir schauen uns auch die Trends auf dem Markt an und sehen, dass die Leute damit einverstanden sind, für andere Dinge zu bezahlen, wie zum Beispiel, wie sie im Spiel aussehen werden. Das scheint völlig in Ordnung zu sein."

Auf die Anmerkung hin, dass FIFA Ultimate Team ganz explizit auf Pay-to-Win-Basis arbeiten würde, sagte Söderlund, dass diese (sehr umsatzstarke) Spielvariante völlig optional sei und die FIFA-Spiele abseits des Ultimate-Team-Modus auch genug Inhalte im Sinne des Preis-Leistungs-Verhältnisses bieten würden.

Söderlund: "Ich denke, man muss Ultimate Team als einen Modus in einem wirklich tiefen Spielerlebnis betrachten. Wenn sie 60 Dollar für FIFA bezahlen, erhalten sie ein gigantisches Spiel mit einer Einzelspieler-Kampagne, mit Online-Spielen und Turnieren und vielen kostenlosen Updates. Sie können wählen, ob sie sich an [Ultimate Team] beteiligen wollen oder nicht. Die Option und die Wahl sind super wichtig... Die Leute schauen sich das an und sagen: 'Es ist ein Modus. Ich kann wählen, ob ich teilnehmen will oder nicht. Das ist in Ordnung. Ich habe mein Geld für das Spiel bezahlt und es gibt genug Inhalte darin, auch wenn ich nicht daran teilnehmen will.' Und wir sehen das daran, wie viele Stunden die Leute FIFA spielen."

Quelle: gamesindustry.biz

Kommentare

Imperator Palpatine schrieb am
Nernst hat geschrieben: ?
25.06.2018 20:36
Echt traurig wie in welche Richtung die Spieleindustrie treibt. Kapitalismus hält einfach überall Einzug. Natürlich war Geldscheffeln schon immer wichtig, jedoch nicht in diesem Ausmaße. Oder sind meine Erinnerungen an meine Kindheit einfach verfälscht?
Ja sind sie. Es ging schon immer um Geld, es haben sich nur unter anderem durch die verbilligte Verbreitung des Internets neue und direkte Einnahmequellen ergeben.
Zudem sind Personen wie ich die damit gross geworden sind nun kaufkräftige Erwachsene die vielfach den Faktor Geld aber nicht Zeit besitzen und mit ersterem das zweite kompensieren.
Aber der Grundgedanke war schon immer da.
Flojoe schrieb am
@Stefan251 @Veldrin
+1 Endlich normale Leute! +1 :Hüpf: :Hüpf: :Hüpf:
Veldrin schrieb am
stefan251 hat geschrieben: ?
29.06.2018 05:37
Man entschuldige mir meinen großteils Offtopic-Post, ich sags gleich mal im Vorhinein, dass das eher ein allgemeiner Rant und Rage gegen Wirtschaft/Kapitalismus wird.
Jedes Mal wenn ich die nächste Nachricht über irgendwelche neuen Mechaniken lese, wie dem Spieler sein Geld aus der Tasche gezogen werden kann, kommt mir eine Mischung aus kalten Kotzen und "Ich hab eigentlich im Großen mit dieser Industrie abgeschlossen und erwerbe nur gelegentlich etwas, sodass es mir subjektiv nicht so vorkommt, als wäre ich ein blindes Huhn, dass alles was ihm vorgeworfen um jeden Preis wird (im wahrsten Sinn des Wortes), frisst." Ich mein, das kann jetzt auch nur Form des Bias sein, bei dem jeder Mensch glaubt, unbeeinflusster von seinem Umfeld zu sein als alle anderen, aber ich war zumindest noch nie bei der Superneueröffnung von Saturn XY, mit seinen WAAAAAAHNSINNSschnäppchen und hab mich mit irgendwelchen Random Dudes um den vorletzten Superflach TV geprügelt, weil er statt 5000 nur 4999 Euro kostet...
Wenn ich so in der Phase des kalten Kotzens bin, denk ich mir halt immer die übliche (rhetorische) Kapitalismuskritik: Können diese Gierälde von Aktionären nicht die Hälse voll kriegen und müssen dem in ihrem Vergleich bettelarmen Endkunden noch das Weiße aus den Augen abnehmen?! Ja, so funzt unser Wirtschaftssystem nun mal. Und ja ich finde es moralisch schlichtweg falsch und unethisch bis dorthinaus. Dabei muss man halt sagen, auch wenn unsere liebgewordenen Games bei vielen von uns ein sehr zentraler Punkt des Lebens sind, sind sie halt rein wirtschaftlich gesehen Luxusartikel, die man halt nicht zum Überleben braucht. Das machts für mich subjektiv...
stefan251 schrieb am
Zinssm hat geschrieben: ?
29.06.2018 07:00
Dann wirst du verzichten müssen,so einfach ist das,denn wie soll man es anders anstellen? Der eine zahlt fürs gleiche Produkt mehr oder weniger und an was soll das dann festgemacht werden?!
Ja, schlicht ja. Passiert ja jetzt auch schon in bestimmten Bereichen, wie zwei die ich erwähnt hab, warum das bei anderen Industriezweigen ein Problem sein soll, versteh ich nicht. Aber was mich eigentlich stört, ist dass mir bei Games nicht einmal die grundsätzliche Möglichkeit des Handeln gegeben wird. Weil wie gesagt, ausgelacht werden und so.
Zinssm hat geschrieben: ?
29.06.2018 07:00
Die "Marktform " in der sich jeder ca das gleiche leisten kann aber das auf niedrigem Niveau ist überall grandios gescheitert.
Sorry, ich weiß leider nicht auf welche Marktform du da gerade anspielst... :/
Zinssm hat geschrieben: ?
29.06.2018 07:00
Firmen mit abertausenden von Arbeitsplätzen den Niedergang zu wünschen...Ob jemand in einem Klein,- Mittleren oder Grossunternehmen arbeitet ,alles sind zum Schluss Einzelschicksale.
Ja sicher sind sie das und diese Leute wären...
Zinssm schrieb am
...was interessiert mich mit meinem tatsächlichen Geld, ob die Masse bereit ist, den vorgeschriebenen Preis für einen Artikel zu zahlen, wenn ich es nicht bin?"
Dann wirst du verzichten müssen,so einfach ist das,denn wie soll man es anders anstellen? Der eine zahlt fürs gleiche Produkt mehr oder weniger und an was soll das dann festgemacht werden?!
Die "Marktform " in der sich jeder ca das gleiche leisten kann aber das auf niedrigem Niveau ist überall grandios gescheitert. Ansonsten find ich deinen Text recht interessant zu lesen ausser den letzten Abschnitt wieder.
Firmen mit abertausenden von Arbeitsplätzen den Niedergang zu wünschen...Ob jemand in einem Klein,- Mittleren oder Grossunternehmen arbeitet ,alles sind zum Schluss Einzelschicksale.
Zudem wird allgemein immer von " Masse" geredet. Selbst FIFA o.ä spielt eine Minderheit der gesamten Spieler.
Es sind zwar so viele das man sowas Erfolg nennen kann ,aber so zu tun als ob ,auch bei anderen Spielen,Lootboxen etc von 100 Schäfchen 90 brav zum Metzger wackeln ist so einfach nicht richtig.
schrieb am