Politiker-Interview zu Spiel & Kultur
Publisher Electronic Arts hat in seinem aktuellen Magazin ein Interview mit der SPD-Politikerin Monika Griefahn geführt. Darin geht es u.a. um die Frage, ob und inwiefern Spiele Teil unserer Kultur sind. Die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien beantwortet diese Frage mit einem klaren Ja und betont:
"Beobachtet man den Entstehungsprozess eines Spieles, so ist die Entwicklung eine hoch kreative Angelegenheit. Die kulturelle Bedeutung liegt meiner Meinung nach in der Verbindung von technischer Innovation und dem Potenzial, unsere kulturelle Gegenwart abzubilden."
Zwar sieht die 50-Jährige Spiele-Designer durchaus als Künstler an, macht aber hinsichtlich des kulturellen Wertes eine klare Einschränkung und schließt den erfolgreichsten Team-Shooter der Spielegeschichte aus:
"In meinen Augen hat kulturelle Relevanz auch sehr viel mit Ethik zu tun. Vor diesem Hintergrund finde ich Gewaltspiele wie »Counterstrike« kulturell nicht gerade bedeutend. Lernspiele für Erwachsene und Kinder oder Wirtschaftssimulationen haben da schon anderes Potenzial."
Ansonsten spielt Monika Griefahn am liebsten Filmumsetzungen:
"Spiele, die an der Nahtstelle zwischen den verschiedenen Medien angesiedelt sind. Ich meine solche Computerspiele, die als Vorlage zu einem Film dienen, oder andersherum, aus einer Filmidee heraus entwickelt werden. Hinsichtlich dieser Entwicklung haben Computerspiele schon Ungewöhnliches erreicht und besitzen auch für die Zukunft enormes Potenzial."
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