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Fallout: Interplay gibt sich streitlustig

Interplay (Unternehmen) von
Interplay (Unternehmen) von
Seit fast zwei Jahren liegen Bethesda und Interplay im Streit über die Lizenz für das Fallout-MMORPG. Bethesda hatte dem finanziellen klammen Publisher 2007 die kompletten Rechte an der Fallout-Marke für weniger als sechs Mio. Dollar abgekauft, Interplay im Rahmen des Vertrags aber die Option gewährt, ein auf dem Universum fußendes MMO-Spiel zu produzieren - so denn bestimmte finanzielle und zeitliche Auflagen erfüllt werden.

Die hat Interplay laut eigenen Angaben bis zum Stichtag (1. April 2009) erfüllt - bei Bethesda sah man das allerdings anders und bemühte die eigene Rechtsabteilung. Interplay selbst ließ sich dann nicht lange bitten und zog nach.

Gegenüber Eurogamer.net wiederholte Eric Caen nun das, was Interplay schon vorher angedeutet hatte: Man sei bereit, dieses Streit noch jahrelang auszufechten. Sollte Bethesda weiterhin die Produktion des Fallout-MMOGs blockieren wollen, entspräche dies einem Vertragsbruch. Der ursprüngliche Kaufvertrag wäre damit hinfällig; die allgemeinen Markenrechte würden an Interplay zurückwandern. Gültig wäre dann nur noch das frühere Lizenzabkommen der beiden Parteien, das Bethesda das Recht gab, insgesamt drei Fallout-Spiele samt DLC zu entwickeln. Da das Studio und Obsidian bereits zwei Titel abgeliefert haben, wäre jetzt nur noch ein weiterer möglich - so zumindest das Wunschdenken Interplays.

Bei Bethesda gibt man sich wenig beeindruckt: Pete Hines ließ kurz und knapp verlauten, man besitze die Rechte an dem MMO-Projekt. Die Lizenz und Fallout an sich seien Eigentum von Bethesda. Aus juristischen Gründen werde er sich allerdings nicht zu speziellen Kommentaren äußern.

Kommentare

Sid6581 schrieb am
virdo hat geschrieben:BG war zwar als Trilogie geplant aber ein Baldursgate 3 war nie in entwicklung, da die komplette Geschichte mit Thron des Baals beendet wurde. Das sagte Bioware selbst

Und was war dann mit The Black Hound? Siehe: http://deadpcgames.blogspot.com/2009/07 ... hound.html
Allerdings haben wir beide etwas Recht, da The Black Hound nie über die Konzeptions- und Techdemo-Phase hinauskam, da keine weiteren Gelder dafür bewilligt wurden.
virdo hat geschrieben:Auch das stimmt nicht!
Fallout Online ist Nicht seit 7 Jahren angekündigt.

Da gebe ich dir Recht, Fallout Online ist zwar seit 2004 ein Running Joke, aber wurde erst 2007 angekündigt, was sicherlich auch kein Wunder war, da die Caen-Brüder erst noch einmal ein paar Trottel für die Finanzierung finden mussten.
virdo hat geschrieben:Übrigens Die finanziellen schwierigkeiten kamen nicht nur wegen der Caen Brüder, die Probleme gab es auch schon vorher. Seit 1998, nach ihren Börsengang damals, schrieb Interplay durchweg rote zahlen und hatte herbe Verluste, da gabs die Caen Leute noch nicht.

Das stimmt, Brian Fargo hat auch nicht die besten Geschäftsentscheidungen getroffen. Ob Interplay ohne ihn ebenso mies abgestürzt wäre, werden wir nie erfahren. Zumindest hätte er es kaum schlechter machen können.
Übrig bleibt dennoch die Erkenntnis, dass Interplay ein höchst zweifelhafter Publisher geworden ist, dessen Ruf noch ruinierter als der von Jowood ist.
Rixas schrieb am
Sid6581 hat geschrieben:Unter der Leitung der Caen-Brüder wurde noch die fast fertigen Baldur's Gate II-Addon sowie Icewind Dale II und das grottige Fallout:Brotherhood of Steel veröffentlicht. Da die Caens miserabel gewirtschaftet haben, mussten sie aber bereits nach zwei Jahren Projekte wie Baldur's Gate 3 und Fallout 3 einstampfen und schließlich die Black Isle Studios schließen.

BG war zwar als Trilogie geplant aber ein Baldursgate 3 war nie in entwicklung, da die komplette Geschichte mit Thron des Baals beendet wurde. Das sagte Bioware selbst
Sid6581 hat geschrieben:. Dabei geht es nicht um Spieleentwicklung (das MMO ist seit sieben Jahren angekündigt, schonmal jemand echtes Fallout Online-Gameplay gesehen?) sondern um reine Geldbeschaffung. Das versuchen die solange wie es geht, weil sie auch nichts mehr zu verlieren haben.

Auch das stimmt nicht!
Fallout Online ist Nicht seit 7 Jahren angekündigt.
Brian Fargo hatte es mal ins gespräch gebracht aber offiziell gab es nie was. Erst 2007 nahm das ganze langsam formen an, wobei die ankündigung auch erst 2008 bestätigte. Und allerhöchstens 3 Jahre entwicklung ist recht wenig für ein MMO
Übrigens Die finanziellen schwierigkeiten kamen nicht nur wegen der Caen Brüder, die Probleme gab es auch schon vorher. Seit 1998, nach ihren Börsengang damals, schrieb Interplay durchweg rote zahlen und hatte herbe Verluste, da gabs die Caen Leute noch nicht.
Sid6581 schrieb am
Achja, Interplay, wann geht ihr endlich unter? Es ist nur zu hoffen, dass Bethesda sich durchsetzt und Interplay daraufhin endlich mal die Segel streichen muss.
Für die, die die Geschichte Interplays nicht kennen:
2001 wurde Interplay von Titus aufgekauft, ein französischer Publisher, der den Caen-Brüdern (ja, genau dem Caen aus den News) gehört. Kurz darauf verließ Gründer Brian Fargo die Firma, unter dessen Leitung Interplay Klassiker wie die Star Trek-Adventures, Fallout, Baldur's Gate, Bard's Tale oder Freespace herausbrachte.
Unter der Leitung der Caen-Brüder wurde noch die fast fertigen Baldur's Gate II-Addon sowie Icewind Dale II und das grottige Fallout:Brotherhood of Steel veröffentlicht. Da die Caens miserabel gewirtschaftet haben, mussten sie aber bereits nach zwei Jahren Projekte wie Baldur's Gate 3 und Fallout 3 einstampfen und schließlich die Black Isle Studios schließen.
Kurz darauf ging man in die Insolvenz. Lizenzen wurden für viel Geld verkauft und trotzdem haben bis heute die meisten ehemaligen Interplay-Angestellten einen Teil ihrer Gehälter nicht erhalten, ebenso Bioware, die für Interplay Baldur's Gate 2 entwickelten.
Heutzutage geht es Interplay nur noch um eines: Investoren finden, die auf den Namen Fallout weiterhin reinfallen. Dabei geht es nicht um Spieleentwicklung (das MMO ist seit sieben Jahren angekündigt, schonmal jemand echtes Fallout Online-Gameplay gesehen?) sondern um reine Geldbeschaffung. Das versuchen die solange wie es geht, weil sie auch nichts mehr zu verlieren haben.
Interplay ist inzwischen ein recht widerlicher Zombie, auferstanden aus einem der genialsten Spiele-Publisher aller Zeiten. Hoffentlich ist es bald vorbei, ich drücke Bethesda die Daumen, die sich wahrscheinlich ärgern, dass sie Interplay überhaupt noch irgendwelche Optionen beim Kauf der Fallout-Lizenz gelassen haben.
Ach, und weil es so schön ist noch drei Penny Arcade-Comics zum Thema Interplay:
[dd.org]Garm schrieb am
Die sollen mal einfach den Business Müll beiseite lassen und beides rausspringen. Fallout hat er verdient!
schrieb am

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