Sony: Shuhei Yoshida und sein Hass auf jährlich erscheinende Spiele - 4Players.de

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Shuhei Yoshida und sein Hass auf jährlich erscheinende Spiele

Sony (Unternehmen) von Sony
Sony (Unternehmen) von Sony - Bildquelle: Sony
Shuhei Yoshida (Präsident der Worldwide Studios von Sony Computer Entertainment) ist kein Freund von Spielen bzw. Serienablegern, die regelmäßig jedes Jahr erscheinen. Auf dem D.I.C.E. Summit sagte er, dass sowohl Erwartungen als auch Ziele von Marketing-Teams und Spiele-Entwicklern oftmals nur schwer in Einklang zu bringen seien.

Yoshida erklärte, dass nachdem Marketing-Teams entdeckt hätten, dass sie von jährlich erscheinenden Spielen profitieren würden, sie auf "mehr" drängen würden. Und das würde zu einer kniffeligen Situation führen, denn die Entwicklungsphase der Titel werde nicht kürzer, sondern eher länger - gerade bei der aktuellen Konsolen-Generation. Sie würden einfach den Produktionsaufwand unterschätzen. Er kommt zu dem Zwischenfazit, dass profit- oder finanzorientierte Teams den Entwicklungsprozess nicht wirklich verstehen würden.

Erschwerend komme hinzu, dass sich diese Marketing-Teams beispielsweise Assassin's Creed oder Call of Duty als Vorbild nehmen würden, da diese jährlich erscheinenden Titel dazu tendieren, im Regelfall erfolgreich zu sein, nicht aber den dahinterstehenden Entwicklungsaufwand sehen bzw. ihn unterschätzen würden. Und genau wegen dieser Profitorientierung bzw. des Drucks auf die Spiele-Produktion würde er "jährliche Veröffentlichungen" hassen und wünschte, dass diese gar nicht stattfinden würden.

In einem späteren Statement erklärte er nochmal, dass er Assassin's Creed oder Call of Duty keineswegs hassen würde und zeigte offen seine Bewunderung vor der Leistung der Entwickler. Was ihm nicht gefallen würde, sei vielmehr die Situation, dass Marketing-Teams die Entwickler dazu "zwingen" würden, jedes Jahr (um jeden Preis) ein neues Spiel rausbringen zu müssen. Gerade in der Frühzeit der PlayStation machte Yoshida nämlich die Erfahrung, dass die Entwicklung eines jährlichen Nachfolgers zwar weniger risikobehaftet war, sich aber die jährlichen Ableger nicht nur kontinuierlich schlechter verkauften, sondern auch qualitativ schlechter wurden.

Hintergrund: An Call of Duty arbeiten derzeit mindestens drei Studios (Infinity Ward, Treyarch, Sledgehammer Games), die sich abwechseln, um die jährliche Veröffentlichung des Shooters sicherzustellen. Ubisoft setzt nach Assassin's Creed: Unity auch auf zwei Teams.

Quelle: IGN, GamingBolt

Kommentare

OriginalSchlagen schrieb am
Temeter  hat geschrieben:
OriginalSchlagen hat geschrieben:Wahn-sinnig absurd von Serienwahn zu sprechen, wenn man sich das Spieleportfolio von Sony anschaut und mit anderen Entwicklern und Publishern vergleicht.
KING_BAZONG hat geschrieben:Natürlich ist das Blödsinn, im Bezug auf Uncharted von "Serienwahn" zu reden. Vier Teile in 8 Jahren (vorrausgesetzt, der 4er kommt noch bis November) ist doch kein Wahn.
Wenn das Wahn ist, was dann mit Gears, Halo, Mariokart, Metroid Prime oder Marioparty ? :Blauesauge:
Jetzt fangt doch nicht wieder an, in eure dümmlichen Verteidigungsreflexe zu verfallen, nur weil jemand die Perfektion eures Lieblings angezweifelt hat. Das ist ja schon wieder peinlich.
Reihen wie Uncharted, Gran Turismo, Resistance, Infamous, Killzone, LittleBigPlanet, etc waren alles große Spiele, die mit extrem iterativ fortgeführt worden sind.
Und nein, 'aber andere sind schlimmer' war noch nie eine gute Verteidigung.

dümmlich ist es, sony als publisher von spielen, "serienwahn" anheften zu wollen. denn dann könnte man einfach jegliches je von sony (mit)geplublishtes spiel anzuführen. und dagegen sieht dein "serienwahn" kein land.
Und nein, 'aber andere sind schlimmer' war noch nie eine gute Verteidigung.
verteidigung? fortsetzungen und das nicht zu knapp sind normalität. als alteingesessener zocker braucht ja nur mal kurz sinieren und kommt locker auf ein duetzend spieleserien, die mehr als drei teile haben.
hitman
fifa
c&c
wing commander
mortal kombat
tekken
soul calibur
mario
wario
zelda
baphomets fluch
metroid
forza
tenchu
ninja...
ronny_83 schrieb am
KING_BAZONG hat geschrieben:Du schreibst ja selbst, dass auch Nintendo-Spiele inzwischen vor Nachbesserungen nicht gefeit sind und zudem sehe ich bei Nintendo nun nicht gerade ähnlich komplexe Spiele, die diese Art Nachbesserungen verlangen ;)
Wenn ich natürlich hauptsächlich relativ simple Knuddelspiele ohne große grafischen Vorraussetzungen oder komplexen Aufbau (Anspruch) dahinter auf den Markt werfe, muss ich auch wenig nachhelfen.
werden.

Das hängt nicht nur damit zusammen, was wer für welche Spiele in welcher Komplexität veröffentlicht. Schließlich kann allein der Programmcode, um ein Spiel flüssig und stabil auf einer Plattform abzuspielen, extrem komplex sein, egal ob das Spiel knuddlig aussieht oder nicht. Gibt auf anderen Plattformen genug ähnlich unkomplex anmutende Spiele, die auch Nachbesserung verlangen.
Ich würde eher behaupten, dass die auferlegten Budgets und Zeitfenster für Entwicklungen nicht mehr mit dem Aufwand zusammenpassen und viele Entwickler schlichtweg überfordert sind mit den Entwicklungen und den Gegebenheiten. Die Releasepolitik der jeweiligen Plattform scheint da auch noch mit einzuspielen. Sony, MS und Valve scheint es ja nicht zu interessieren, dass deren Kunden unfertige Spiele vorgesetzt werden, die am ersten Tag teils überhaupt vernünftig lauffähig gemacht werden müssen. Von Qualitätssicherung kann da keine Rede sein.
Um diese Punkte braucht man sich bei Nintendo zumindest wenig Sorgen machen und ich bevorzuge auch lieber Plattformen/ Spiele bei denen ich das Gefühl hab, ein fertiges Produkt gekauft zu haben ohne nachträglichen Patch-Wahn.
Hiri schrieb am
Beste Mann neben Kaz ;)
KING_BAZONG schrieb am
Temeter  hat geschrieben:Das ist nicht ganz meine Aussage. Iterativ bedeutet, dass man bekannte Formeln benutzt, weniger einen Abfall von Qualität. Es gibt Spiele, bei denen ich selbst einen interativen Nachfolger spielen würde, aber im Normalfall erwarte ich mir halt mehr von Fortsetzungen. Entweder eine sinnvolle Fortsetzung der Story, deswegen mag ich das Mass Effect Konzept, auch wenn die späteren Teile ein bischen enttäuschend sind. Oder halt ein bischen Evolution und finetuning im Gameplay, wo die PS2 RnC Trilogie imo ein Paradebeispiel dastellt.
Dabei geht's mir nicht nur um Innovation, sondern auch die Abkehr von Stagnation. Entwickler wie Naughty Dog sind zu so viel mehr fähig, als z.B. eben das marginale finetuning von U2 zu U3 vermuten ließe.
Auch hier wieder: Zauberwort Subjektivität ;)
Ich sehe in UC3 sehr wohl einen Fortschritt in vielen Bereichen. Vor allem im Erzählerischen. Teil 3 ist viel leiser und nachdenklicher als der 2. Teil, der viel mehr auf Bombast und "Ramba-Zamba" setzte. Die Figuren von Sully, Elena und Drake sind viel hintergründiger ausgearbeitet und hinterfragen ihr Handeln, ob es die paar Schätze oder das bischen Ruhm wirklich wert sind, die Beteiligten solchen Gefahren auszusetzen. Also die kritischen Untertöne in der Erzählung sehe ich durchaus als Weiterentwicklung, weshalb Teil 3 bei mir auch vor Teil 2 rangiert und somit Höhepunkt der Reihe ist ;)
Stagnation kann ich nicht ausmachen.
Zudem: Viele Spieler (mich eingeschlossen) wollen auch innerhalb ihrer "heißgeliebten" Reihen nicht allzuviel Neuerungen. Die können ein Spiel/eine Reihe nämlich auch "verschlimmbessern" (siehe z.B. Hitman).
Wie gesagt, alles subjektiv gesehen
SethSteiner schrieb am
Wobei es dann umso peinlicher ist, wenn man in etwas so offensichtlichen, wie dem Menü nach einem Rennen bei Mario Kart, noch den falschen Button nach ganz oben setze und das ausbessern muss.
schrieb am

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