Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels - 4Players.de

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Action-Rollenspiel
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Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

Diablo Immortal (Rollenspiel) von Blizzard Entertainment
Diablo Immortal (Rollenspiel) von Blizzard Entertainment - Bildquelle: Blizzard Entertainment
Die Ankündigung von Diablo Immortal für Smartphones und Tablets auf der Blizzcon 2018 kam (gelinde gesagt) nicht sonderlich gut an. Sowohl auf der Hausmesse als auch in den Weiten des Internets hagelte es Kritik (wir berichteten), vor allem die Trailer bei YouTube wurden mit "Mag-Ich-Nicht-Bewertungen" abgestraft - und Blizzard reagierte mit Löschungen von negativen Kommentaren. Beim Cinematic Trailer, der mittlerweile über zwei Millionen Mal angeschaut wurde, gibt es aktuell fast 12.000 Mag-Ich-Bewertungen und knapp 326.500 Mag-Ich-Nicht-Bewertungen.



Allen Adham (Mitbegründer und Executive Producer bei Blizzard) sagte in einem Interview mit Kotaku, dass sie eine "gewisse Gegenreaktion" erwartet hätten, aber "nicht in diesem Maße". Neben der Frage eines Fans, ob die Ankündigung ein verspäteter Aprilscherz sei (wir berichteten), fragte ein weiterer Blizzcon-Besucher, ob Diablo Immortal ausschließlich für Mobile-Geräte vorgesehen sei oder auch eine PC-Version denkbar wäre. Die Entwickler antworteten, dass sie derzeit ausschließlich für Android und iOS entwickeln würde. Das Publikum, das in der Regel aus Fans des Unternehmens besteht, bedachte diese Antwort mit Buhrufen. Die Entwickler versuchten noch damit zu reagieren, dass die Blizzcon-Besucher doch bestimmt "ein mobiles Gerät", um es spielen zu können. Wobei die spielbare Demo von Diablo Immortal im Vergleich zu den anderen Anspiel-Stationen laut Gamestar ziemlich schlecht besucht war.

Allen Adham fuhr fort: "Wir wissen, dass unser Publikum hier leidenschaftlich PC- und Konsolen-fokussiert ist. Wir haben das auch schon früher einmal gesehen. Es gab ähnliche Reaktionen, als wir ankündigt hatten, dass wir Diablo auf Konsolen bringen würden, und wir sahen eine ähnliche Reaktion auf die Ankündigung von Hearthstone. (...) Unsere Hoffnung ist, dass unsere bestehenden Hardcore-Fans dieses Spiel spielen und es mögen werden, sie neue Dinge über die Geschichte [von Diablo] erfahren und sich mit einer ähnlichen Art von 'Gameplay' beschäftigen, das sie kennen und schätzen. Der Hauptunterschied besteht jetzt darin, dass sie damit in der Tasche herumlaufen und es jederzeit und überall spielen können. Aber auch ein neues, noch größeres Publikum kommt mit ins Boot, das vielleicht Action-RPGs mag, aber Diablo noch nicht erlebt hat. Und wenn wir wirklich gut in unseren Jobs sind, kommt ein völlig neues mobiles Publikum mit ins Spiel, das noch nie zuvor ein mobiles Action-RPG oder ein [Rollenspiel] gespielt hat. Das alles richtig zu machen, ist eine Herausforderung, an die wir jeden Tag denken."

Außerdem versuchte er auf die Anschuldigungen zu reagieren, dass Diablo Immortal bloß ein "Diablo-Reskin" eines anderen Mobile-Games des chinesischen Entwicklungspartners NetEase sei. Er meinte, dass sie sämtliche Grafiken und Assets ausschließlich für Diablo Immortal erstellt hätten. Es sei von Grund auf neu entwickelt worden. Lediglich das Steuerungskonzept wurde von einem anderen NetEase-Spiel "inspiriert", da es in Fernost ein großer Erfolg war und in westlichen Regionen noch recht unbekannt ist. Über das Finanzierungsmodell wollten sich die Entwickler bisher nicht äußern.

Abschließend sagte er, um die Wogen etwas zu glätten, dass sich noch weitere, unangekündigte Diablo-Projekte in Entwicklung befinden würden.




Quelle: Kotaku, Blizzard, YouTube

Kommentare

Heruwath schrieb am
sphinx2k hat geschrieben: ?
Gestern 23:09
Ich finde den Ansatz von Jim Sterling schön.
In dem Sinne das man über Jahre seine Spieler zur Marken Loyalität und Fan-tun erzogen hat. Und das was man ja super findet weil man damit seine Kunden bindet beißt sie jetzt halt in den Arsch.
Fan kommt nicht umsonst von Fanatiker. Die normal Praktisch sind, sind wenn sie sauer sind halt auch ein größeres Problem.
Das ist ein guter Punkt. Und ich bin leicht überrascht davon, dass die Leute bei Blizzard, oder besser gesagt die Entscheidungsträger bei Blizzard das nicht kommen sehen haben. Ich sage leicht überrascht, weil ich durchaus verstehe, wie schnell so etwas übersehen werden kann. Betriebsblindheit und keine Verschnaufpause. Wenn du 80 std. Wochen hast, und dafür sorgen musst, dass dein Geschäft läuft, dann ist es schwer alles im Auge zu behalten. Das soll in keinster Weise etwas rechtfertigen, denn genau aus dem vorher erwähnten Grund heuert man Spezialisten an, und sorgt dafür, dass diese genug Zeit und die nötigen Ressourcen haben um genau das für dich abdecken zu können. Trotzdem kann man einen Fehler, oder besser gesagt ein Übersehen dieser Konsequenzen verstehen und nachvollziehen.
thormente hat geschrieben: ?
vor 34 Minuten
Heruwath hat geschrieben:
thormente schrieb am
Heruwath hat geschrieben: ?
Gestern 22:34

Ich habe das Gefühl du projizierst eine Interpretation meiner Botschaft auf die Motivation von Blizzard. Ich bin nicht Blizzard, meine Meinung ist auch nicht die von Blizzard.
Dann versuche dich in ActiBlizz hineinzuversetzen, ergründe die Motivation, projiziere das auf die Geschehnisse in der die Gamingindustrie im Gesamten, nicht isoliert betrachtet. Vielleicht verstehst du dann, warum selbst jemand wie ich verärgert ist. Ich bin kein Fan von Diablo oder einer anderen IP von Activison oder Blizzard.
sphinx2k schrieb am
Ich finde den Ansatz von Jim Sterling schön.
In dem Sinne das man über Jahre seine Spieler zur Marken Loyalität und Fan-tun erzogen hat. Und das was man ja super findet weil man damit seine Kunden bindet beißt sie jetzt halt in den Arsch.
Fan kommt nicht umsonst von Fanatiker. Die normal Praktisch sind, sind wenn sie sauer sind halt auch ein größeres Problem.
Heruwath schrieb am
thormente hat geschrieben: ?
Gestern 18:42
Heruwath hat geschrieben: ?
10.11.2018 02:41

Meine Botschaft ist, wenn du nicht möchtest, dass dich andere auf eine bestimmte Weise behandeln, dann solltest du die anderen auch nicht auf die selbe Art behandeln.
Verstehe. Du willst sagen, ActiBlizz haben mit Diablortl ihren Fans unterschwellig zu verstehen geben wollen, dass sie sich schlecht behandelt von ihnen fühlen und wenn sie in Zukunft noch sowas wie ein Diablo 4 sehen wollen, müssen sie ihr Verhalten ändern. Mh, das würde erklären, warum weitere Mobiltitel angedroht wurden.
Nein, das will ich nicht sagen. Was ich sage, ist dass die Aktion von ActiBLizz dazu geführt hat, dass eine ganze Menge an Menschen sich in ihren Werten verletzt gefühlt haben. Werte, wie Konsequenz, also wenn du etwas groß ankündigst, es auch etwas großes sein sollte. In diesem Fall sollte es ein Diablo 4 für PC/Konsole sein und nicht ein Diablo mobile game.
Den Punkt, welchen du ansprichst hat mit diesem Thema abseits der Verletzung der Werte der fans nichts zu tun. Es war kein Versuch den Spielern zu sagen, dass sie sich "benehmen" sollen, wenn sie ein Diablo 4 sehen wollen. Das ist auch nicht meine Botschaft. Ich werde meine Botschaft in diesem spezifischen Punkt nochmal wiederholen. Wenn du nicht möchtest, dass dich andere auf eine bestimmte Weise behandeln, dann solltest du die anderen auch...
thormente schrieb am
Heruwath hat geschrieben: ?
10.11.2018 02:41

Meine Botschaft ist, wenn du nicht möchtest, dass dich andere auf eine bestimmte Weise behandeln, dann solltest du die anderen auch nicht auf die selbe Art behandeln.
Verstehe. Du willst sagen, ActiBlizz haben mit Diablortl ihren Fans unterschwellig zu verstehen geben wollen, dass sie sich schlecht behandelt von ihnen fühlen und wenn sie in Zukunft noch sowas wie ein Diablo 4 sehen wollen, müssen sie ihr Verhalten ändern. Mh, das würde erklären, warum weitere Mobiltitel angedroht wurden.
schrieb am