THQ
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THQ: Der Weg zur Pleite

THQ: Der Weg zur Pleite
"THQ ist in sechs Monaten weg" - dies merkte Take-Two-Chef Strauss Zelnick im April salopp an und äußerte sich kritisch über die Strategie des Mitbewerbers. Der war gar nicht erbaut und sprach von einer "veralteten und inkorrekten Wahrnehmung" - die Äußerungen seien unverantwortlich und falsch. Zelnick selbst entschuldigte sich umgehend für seine "unpassende und unangemessene" Bemerkung, hatte aber letztendlich nur das ausgesprochen, was innerhalb der Branche kein Geheimnis war: Das Geld wird knapp bei THQ. Letztendlich sollte er nur knapp anderthalb Monate danebenliegen - am gestrigen Abend meldete der Publisher offiziell Insolvenz an.

In der jüngeren Vergangenheit hatte man deutlich mehr rote als schwarze Zahlen geschrieben. Das gilt zwar auch für Konkurrenten wie Electronic Arts - dort hat man allerdings eine höhere Kapitaldecke und einen entsprechenden Spielraum, der bei THQ immer kleiner geworden war.

Einbruch der einstigen Umsatzsäule

Der Publisher hatte auch früher durchaus gute Titel im Programm - das Kerngeschäft hatten die Mannen um Brian Farrell allerdings rund um einen speziellen Wachstums- und Umsatzmotor gestrickt: Lizenz-basierte Spiele. Viele davon zielten in der Regel auf das jüngere Publikum ab, waren verhältnismäßig günstig zu produzieren und konnten sich durchaus beachtlich verkaufen. Dabei setzte man u.a. auf Versoftungen von Pixar- und Dreamworks-Filmen und die Nickelodeon-Lizenz, die u.a. den Zugriff auf Charaktere wie SpongeBob ermöglichte. Das was jahrelang bestens funktionierte, sollte aber zum Bumerang werden, als der Markt für jene Werke einzubrechen begann. Man hatte zwar die eine oder andere hauseigene Marke - insgesamt mangelte es aber an Alternativen. Die Umsatzsäule war weggebrochen, der Rest der Konstruktion erwies sich nur als mäßig tragfähig. 

Der Versuch, Red Faction mit Red Faction: Armageddon als Fortsetzung des durchaus unterhaltsamen Red Faction: Guerrilla zu einer der ganz großen Marken zu machen, ging gründlich schief. Der Publisher betrieb reichlich Marketingaufwand und sprang ganz neumodisch auf den "crossmedialen" Zug auf, leierte einen Film an und ließ noch den genrefremden Download-Ableger Red Faction: Battlegrounds produzieren. Das Spiel, das so ziemlich alles vermissen ließ, was den Vorgänger noch ausgezeichnet hatte, verkaufte sich so schlecht, dass THQ einen Monat nach dem Verkaufsstart verkündete, man wolle die Marke nicht mehr anfassen.

Mit Homefront hatte der Hersteller gerne im Konzert der großen Shooter mitspielen wollen, verzettelte sich allerdings auch hier gewaltig. Der Shooter, dessen Produktionsgeschichte u.a. in diesem äußerst lesenswerten Polygon-Artikel dargelegt wird, legte einen flotten Verkaufsstart hin, brach danach aber heftig ein. THQ schloss die Kaos Studios und teilte mit, weitere Homefront-Spiele werde man bei THQ Montreal produzieren lassen - um dann später doch Crytek den Zuschlag für Homefront 2 zu geben. Das qualitativ bessere Metro 2033 habe man hingegen im Jahr zuvor marketingtechnisch verhungern lassen, sollte es später rückblickend heißen. 

Erfolglos im Versuchslabor

Auch andere Experimente implodierten, ohne je Erträge erwirtschaften zu können. So setzte man, inspiriert vom Wachstum des F2P-Marktes, bei MX vs. ATV: Alive auf den Versuch, ein Spiel etwas günstiger, dafür aber inhaltlich beschnitten zu verkaufen, um den Nutzern dann mehr Zusatzinhalte darbieten zu können. Das Ergebnis: Auch jene Marke wurde - ebenso wie das dafür zuständige Studio - in den Ruhestand geschickt.

Mit dem uDraw probierte es THQ dann mal im Zubehörmarkt - und konnte auf der Wii tatsächlich einen Achtungserfolg feiern. Der aber kehrtwendend zum Eigentor wurde: Angestachelt vom Absatz auf der Wii setzte Farrell alles daran, das Tablet auch auf Xbox 360 und PS3 salonfähig zu machen. Das Unterfangen sollte grandios floppen und die langsam klamme Finanzsituation des Publishers noch verschärfen, der viel Geld in die Produktion der Hardware investiert hatte. Durch die Ankündigung der Wii U war zudem bereits klar gewesen, dass uDraw auch in Nintendo-Gefilden keine Zukunft hat. Ein kleiner, das uDraw-Debakel aber nicht annähernd ausgleichender Hoffnungsschimmer: Mit Saints Row: The Third hatte man immerhin ein Produkt im Programm, das die Verkaufserwartungen erfüllen, teils auch übertreffen konnte.

Der Hersteller hatte zu jenem Zeitpunkt schon lange eine klare Strategie vermissen lassen. Kurz nach dem Antritt von Danny Bilson hatte man sich z.B. zum Core-Markt bekannt, nur um dann doch die Finger nicht wirklich vom Lizenzgeschäft lassen zu können. Diverse Umstrukturierungen erwiesen sich als erfolglos. Im vergangenen Winter dürfte auch dem letzten Manager im Unternehmen der Ernst der Lage bekannt gewesen sein. Es folgte eine letzte große Kürzungswelle - und die zu Spitzenzeiten über 14 Mitglieder umfassende Studiofamilie des Herstellers beinhaltete nur noch THQ San Diego, THQ Montreal, Volition, Relic und Vigil Games. Auch ließ man verlauten, das einst als MMO-Titel angekündigte Warhammer 40.000: Dark Millennium werde aufgrund finanzieller Engpässe und der Perspektive des Vorhabens zu einem üblichen Singleplayer-Titel mit Online-Modus umgestrickt.

Laut THQs Insolvenzdokumentation beauftragte man schließlich im Dezember des vergangenen Jahres Citibank damit, Kapital zu besorgen und Kandidaten für den Kauf von Assets oder gar des ganzen Herstellers heranzuschaffen. Die Bank habe sich mit 29 potenziellen finanziell interessierten sowie 26 strategisch interessierten Parteien unterhalten; 13 davon hätten sich den Publisher dann auch näher angeschaut. Letztendlich habe aber niemand wirklich Interesse bekundet oder ein Angebot unterbreitet. Die Aktion sei dann im Februar beendet worden.

Als man dann im Sommer Tafelsilber in Form der UFC-Lizenz an Electronic Arts verscherbelte, ereilte das San Diego-Studio das Aus. Auch das Horror-Großprojekt InSane mottete man ein und gab die Rechte daran an Guillermo del Toro zurück. Zu jenem Zeitpunkt hatte Danny Bilson das Unternehmen schon verlassen. Farrell - trotz aller Kritik der Aktionäre immer noch Geschäftsführer - hatte dafür allerdings den Naughty Dog-Mitgründer Jason Rubin verpflichtet. Der dürfte relativ schnell erkannt haben, dass THQ nicht mehr allzu viele Pfeile im Köcher hat. Auch Farrell wollte und konnte nichts mehr beschönigen: Nachdem er zwei Jahre zuvor noch feierlich den "Turnaround" des Unternehmens verkündet hatte, hieß es nun: Man habe keinen Spielraum für Fehler mehr.

Man hofft auf Tod

Der erste und damit auch wichtigste Pfeiler in jener Strategie sollte Darksiders II sein, dessen Release im Sommer kurzfristig noch um zwei Monate verschoben wurde, um dem Action-Adventure auch wirklich den letzten Feinschliff verpassen zu können. Nach dem durchaus annehmbaren Auftakt der Serie setzte man jetzt darauf, mit dem Sequel in eine andere Liga vorzudringen. Die Vigil-Produktion konnte zwar höhere Chartpositionen erobern und in den USA im August den Spitzenplatz belegen, war aber ebenso schnell wieder aus den Charts verschwunden und blieb insgesamt unter den Erwartungen. Da THQ weitere Fortsetzungen vom Erfolg von Darksiders II abhängig gemacht hatte und Joe Madureira Ende Oktober abtrat, darf man wohl davon ausgehen, dass die restlichen Reiter der Apokalypse nicht mehr zum Zug kommen werden.

Anfang November verschärfte sich die Lage, da THQ einige Kredite nicht mehr bedienen konnte und in Zahlungsrückstand geriet. Das Unternehmen verhandelte mit der Bank und verschaffte sich etwas Luft durch die Stundung der Verpflichtungen - und handelte jetzt mit der Clearlake Capital Group eine Übernahme fast aller Assets im Rahmen einer geordneten Insolvenz aus. Laut eigenen Angaben hatten sich beide Parteien seit Ende Oktober in Gesprächen befunden.


Kommentare

  • Schon wild Rockstar und Blizzard die Qualität abzuerkennen. Man mag ja mit gewissen Entwicklungen nicht einverstanden sein aber qualitativ liefern beide weiterhin spitzen Produkte ab. Tatsache? Inwiefern? Och, also ich würde jetzt auch nicht hingehen, und z.B. sagen dass Red Dead Redemption und GTA  [...] Schon wild Rockstar und Blizzard die Qualität abzuerkennen. Man mag ja mit gewissen Entwicklungen nicht einverstanden sein aber qualitativ liefern beide weiterhin spitzen Produkte ab. Tatsache? Inwiefern? Och, also ich würde jetzt auch nicht hingehen, und z.B. sagen dass Red Dead Redemption und GTA 4 schlechte Spiele waren. Somit wär Thema Rockstar schonmal abgehakt. Was hat Blizzard vorzuweisen? Mit StarCraft 2 eins der besten Strategiespiele des Jahres, mit Pandaria eine erfolgreiche und scheinbar auch gute und umfangreiche Erweiterung für die unangetastete Nummer 1 unter den MMOPRGs, ja und dann haben wir natürlich noch ........ Diablo 3. Es entspricht nicht dem, was ich mir wünsche, deswegen hab ichs auch nicht gekauft, und ich bin sicher, hätten sie es anders gemacht, hätte es mir wesentlich besser gefallen und ich hätte vielleicht zugeschlagen. Aber deswegen stell ich mich nicht hin und sag, es ist qualitativ minderwertig.
  • Schon wild Rockstar und Blizzard die Qualität abzuerkennen. Man mag ja mit gewissen Entwicklungen nicht einverstanden sein aber qualitativ liefern beide weiterhin spitzen Produkte ab. Tatsache? Inwiefern?
  • Schon wild Rockstar und Blizzard die Qualität abzuerkennen. Man mag ja mit gewissen Entwicklungen nicht einverstanden sein aber qualitativ liefern beide weiterhin spitzen Produkte ab.

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