Ubisoft

Deutlicher Umsatzrückgang

Ubisoft legte heute den Bericht für das erste Geschäftsquartal (1. April bis 30. Juni) des aktuellen Geschäftsjahres vor und muss einen spürbaren Umsatzrückgang verkünden: Die Einnahmen in jenem Zeitraum fielen mit 83 Mio. Euro 51 Prozent niedriger aus als vor einem Jahr. (Gewinn oder Verlust wurden noch nicht ausgewiesen.)

Der Absatz von DS-Spielen habe sich in Europa und Nordamerika stärker verlangsamt als ursprünglich erwartet, so der französische Publisher. Auch die Entwicklung des allgemeinen wirtschaftlichen Umfelds habe man unterschätzt. Zu guter Letzt hätten sich ältere PS3- und Xbox 360-Titel nicht so gut verkauft wie erhofft.

Auf der positiven Seite sieht man die Veröffentlichungen von Call of Juarez: Bound in Blood und ANNO 1404 : Deren Absatz habe sich in erwarteten Bahnen bewegt. Außerdem habe man seinen Marktanteil auf der Wii von 4,6 Prozent und 2,7 Prozent (Europa bzw. USA) auf 7,2 bzw. 4,5 Prozent steigern können.

Aufgrund des starken Umsatzrückgangs korrigierte Ubisoft auch die Prognosen für das gesamte Geschäftsjahr von 1,1 Mrd. auf 1,04 Mrd. Euro.

Auf die Plattformen verteilt ergibt sich beim Umsatz im abgelaufenen Quartal das folgende Bild:

Plattform - Anteil am Umsatz (Vorjahreswert)

  • NDS - 26% (37%)
  • PC - 20% (14%)
  • PS2- 1% (3%)
  • PS3 - 13% (21%)
  • PSP - 4% (4%)
  • Wii - 20% (11%)
  • Xbox 360 - 16% (9%)

Autor: Julian Dasgupta
Quelle: Pressemitteilung
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Kommentare

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  • eltro schrieb:
    Der PC ist vielleicht nicht tot, aber trotzdem kommen doch viel mehr Titel für die Konsolen raus als für den PC. Oder sie kommen erst viel später auf dem PC. Wenn ich überleg was früher auf dem PC für ein Lineup herrschte...
    Rein von der Menge  [...]
    eltro schrieb:
    Der PC ist vielleicht nicht tot, aber trotzdem kommen doch viel mehr Titel für die Konsolen raus als für den PC. Oder sie kommen erst viel später auf dem PC. Wenn ich überleg was früher auf dem PC für ein Lineup herrschte...
    Rein von der Menge her kommen auf dem PC viel mehr Spiele raus und das Lineup der Triple A Titel (denn nur die werden von den meisten überhaupt wahrgenommen) ist auf dem PC in manchen Genres dem der Konsolen immer noch haushoch überlegen in manchen gleichauf und in manches Genres steht der PC deutlich schlechter dar, aber das war eigentlich schon immer so.
  • Der PC ist vielleicht nicht tot, aber trotzdem kommen doch viel mehr Titel für die Konsolen raus als für den PC. Oder sie kommen erst viel später auf dem PC. Wenn ich überleg was früher auf dem PC für ein Lineup herrschte...
  • Spunior schrieb:
    Die gute erste Phase ist auch ein Prädiktor der Dinge, die irgendwann später verkaufstechnisch kommen. Ein Spiel, das sich nicht einer hohen Nachfrage erfreut, verschwindet recht fix aus den Ladenregalen bzw. steht dort nur noch ein- oder zweimal und ist wenig
     [...]
    Spunior schrieb:
    Die gute erste Phase ist auch ein Prädiktor der Dinge, die irgendwann später verkaufstechnisch kommen. Ein Spiel, das sich nicht einer hohen Nachfrage erfreut, verschwindet recht fix aus den Ladenregalen bzw. steht dort nur noch ein- oder zweimal und ist wenig für die Kunden sichtbar. Ist ein Spiel ein kompletter Flop und liegen zu viele Einheiten im Handel, dann lässt der die irgendwann wieder fix zum Hersteller zurückgehen. Nach den ersten 4-8 Wochen gehen die Verkäufe deutlich zurück, weil die 'Awareness' beim Kunden nachlässt. Die Marketingmaßnahmen sind dann in der Regel ausgelaufen, die letzten Reviews sind eingetrudelt, und wenn ein Spiel nicht ganz so gut ist, dann hat sich das spätestens jetzt rumgesprochen. Dann geht der Absatz richtig flott zurück. Und dazu muss ein Spiel nicht mal brutal schlecht sein. Wer nach zwei Monaten nicht zugegriffen hat, hat entweder kein Interesse oder wartet auf eine Preissenkung. Außerdem haben viele Kunden dann wieder den nächsten großen Titel im Blick, der gerade irgendwo groß beworben wird und gute Wertungen bekommt. Und dann passiert bei den meisten Titeln nicht mehr viel. Bis zur nächsten Preissenkung. Und die kann bsonders im PC-Bereich sehr schnell kommen. Sie kann zwar stimulierend wirken, allerdings macht sich hier auch die kleinere Marge bemerkbar. Grundsätzlich könnte man argumentieren, dass es sich bei einem niedrigen Preis doch auch besser verkaufen müsste, und so der Margenverlust über die größere Masse ausgeglichen wird. Ein Blick auf die Gfk-Daten und andere zeigt allerdings, dass viele Spiele nach hinten raus nicht nochmal Sechs-, Sieben- oder Was-auch-immer-fache des Absatzes aus dem Launchfenster hinlegen.
    Fakt ist aber, das man heutzutage wesentlich mehr Mio in werbung und Reklame investiert als es vor 15 Jahren noch üblich war, die Bestseller damals wurden auch durch die Qualität des Gameplays bekannt, es sprach sich herum, was gut war und was mist war. Und hier haben die grossen Publisher heute halt das Nachsehen, denn jedes Spiel ist nur noch eine "Referenznummer" der ein Budget zugeteilt wird, das einen Auftrag bekommt mit Ist analyse und Soll Konzept und diesen so 1:1 umsetzen muss, Platz für Kreativität ist kaum vorhanden. Wie soll sich so ein Publisher in die schwarzen Zahlen retten wenn er schon in den roten ist? Als Publisher hast du dann erst recht kein "Mehrbudget" im petto um ein Produkt noch weiterzuentwickeln. Also bestrafen uns Activision und EA und Ubi jedes Jahr aufs neue mit irgendwelchen neuauflagen alter titel warum? Weil man sich dort die hälfte der Werbekosten durch den bekanntheitsgrad schenken kann und weil es immernoch zuviele deppen bedingungslos kaufen.