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Ubisoft: Über Marken-Fokus

Ubisoft (Unternehmen) von

Mehr Sequels, weniger neue Marken - diese Strategie hatte Ubisoft Anfang des Jahres ausgerufen. Den Fokus auf etablierte Serien begründet Alain Corre nun in einem Interview bei GI.biz mit Änderungen, die es in den vergangenen 18 Monaten im Markt gegeben habe: Spiele, die nicht der Triple-A-Kategorie angehören, seien nicht mehr profitabel.

"Wenn du einen Triple-A-Blockbuster hast, dann kostet dessen Entwicklung sicherlich mehr - aber letztendlich hat man damit auch die Chance, einen guten Gewinn damit einzufahren, weil sich alles an der Chartspitze konzentriert. In gewissem Maße ist es nun weniger risikoreich, viel Geld in einen einzigen Titel oder eine Marke zu investieren, als seine Invesition auf drei oder vier Spiele aufzuteilen. Denn wenn diese drei oder vier Spiele nicht das richtige Qualitätsniveau haben, dann bist du dein Geld mit Sicherheit los."

Das Geschäftsmodell habe sich also geändert, und Ubisoft habe seine Herangehensweise an Core-Titel angepasst. Wenn ein solcher Titel nicht das entsprechende Niveau erreichen sollte, werden die Arbeiten daran eingestellt.

"Und darum konzentrieren wir uns auf die Schlüsselmarken, denn das ist es, was der Markt möchte - etwas neues mit einer riesigen Produktionsqualität. Der Markt unterstützt nicht mehr das volle Spektrum an Produkten wie einst."

Laut Corre könnte es sich vielleicht schon bei R.U.S.E. um die letzte neue Marke handeln, die Ubisoft in dieser Konsolengeneration einführen wird. (Diese Aussage bezieht sich vermutlich auf herkömmliche Retail-Produktionen, schließlich hat der Hersteller auch einen Download-Titel wie From Dust in der Mache.)

Das sei jetzt viel schwieriger. Man müsse - zusätzlich zu den hohen Produktionskosten - sehr, sehr viel Geld in das Marketing investieren, um eine neue Marke erstmal zu investieren. Und damit sei immer noch nicht garantiert, dass es überhaupt ein Zielpublikum gibt. Das Risiko sei also deutlich höher.


Kommentare

  • Mir fehlt da irgendwie die Raubmordkopierer-Bash-Keule um es als glaubwürdiges Ubisoftstatement zu werten. Momentan gehts mit der Industrie ja selbstverschuledet den Bach ab. Zu wenige - oder nichtssagende - Demos, DLCs, überteuerte Spiele, keine Inovationen... Aber solange sich die Kühe  [...] Mir fehlt da irgendwie die Raubmordkopierer-Bash-Keule um es als glaubwürdiges Ubisoftstatement zu werten. Momentan gehts mit der Industrie ja selbstverschuledet den Bach ab. Zu wenige - oder nichtssagende - Demos, DLCs, überteuerte Spiele, keine Inovationen... Aber solange sich die Kühe melken lassen, können sich die geduldigen Gamer zurücklehnen und alte Klassiker spielen. Auf das es wieder bessere Tage geben wird!! Ich weiss schon warum ich wieder auf meinen DS umgestiegen bin :D
  • Wenn das ihr Plan ist , dann ist das halt so. Ist ein bisschen schade aber was solls. Wenn sie dafür mehr Arbeit in Nachfolger stecken und zb Assassins Creed Brotherhood schwieriger und komplexer machen, hab ich damit wenig Probleme. Wenn nicht kann ich es immer noch im Regal stehen lassen. Es  [...] Wenn das ihr Plan ist , dann ist das halt so. Ist ein bisschen schade aber was solls. Wenn sie dafür mehr Arbeit in Nachfolger stecken und zb Assassins Creed Brotherhood schwieriger und komplexer machen, hab ich damit wenig Probleme. Wenn nicht kann ich es immer noch im Regal stehen lassen. Es gibt genügend gute Spiele und man kann locker entscheiden , ob man den Nachfolger unbedingt haben muss oder eben nicht.
  • Es hätte einfach nie soweit kommen dürfen, dass man vom Budget eines Spiels auch einen Film finanzieren könnte. Da ist es logisch, dass keine Risiken mehr eingegangen werden, vor allem, da auch unter der Spielerschaft gilt: "Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht." Ich bin  [...] Es hätte einfach nie soweit kommen dürfen, dass man vom Budget eines Spiels auch einen Film finanzieren könnte. Da ist es logisch, dass keine Risiken mehr eingegangen werden, vor allem, da auch unter der Spielerschaft gilt: "Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht." Ich bin allerdings auf die weitere Entwicklung gespannt - noch mehr Blockbuster, noch höhere Produktionskosten, noch mehr Wege, eben jene Kosten durch abgefahrene Geschäftsmodelle reinzubekommen. Naja. Hoffentlich frisst sich die Branche irgendwann einfach selbst auf und es geht wieder klein los.
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